Volleyball 2. Bundesliga

TV Baden überzeugt im finalen Spiel nur zum Teil

Der TV Baden hat die Saison 2020/2021 mit einer Niederlage beendet. Gegen den PSV Neustrelitz überzeugten die Schwarz-Weißen nur zum Teil.
26.04.2021, 18:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
TV Baden überzeugt im finalen Spiel nur zum Teil
Von Maurice Reding
TV Baden überzeugt im finalen Spiel nur zum Teil

Simon Bischoff (von links), Ole Seuberlich und Jannik Haats hatten gegen Neustrelitz nicht immer Grund zum Jubeln.

Björn Hake

Als Marko Gerken vor dem finalen Saisonspiel gegen den PSV Neustrelitz die Mannschaftsliste des TV Baden vorlas, erhob sich die Stimme des Hallensprechers plötzlich. Mit Ole Sagajewski tauchte ein Name auf der Liste auf, der das bis dato letzte Mal im Heimspiel gegen den Kieler TV im Oktober vergangenen Jahres darauf vertreten war. Seitdem ist der Außenangreifer wegen einer Verletzung zum Zuschauen verdammt. Dass Sagajewski auf der Liste auftauchte, hatte aber nur symbolischen Charakter. Der 22-Jährige ist zwar wieder im Training, kann aber erst zur neuen Saison voll eingreifen. Deshalb zog Sagajewski wieder die Jacke an und konzentrierte sich auf seinen Job als Co-Trainer an der Seite von Werner Kernebeck.

Der Außenangreifer sah, wie seine Teamkollegen gegen den Klub aus Mecklenburg-Vorpommern zunächst gut in der Partie waren. Der TVB agierte mutig und überzeugte vor allem im Blockspiel. Die Gäste schienen noch nicht ganz angekommen. Das änderte sich im Laufe des Satzes. Neustrelitz setzte wiederum gute Blöcke und wehrte die Angriffe des TV Baden ab. Bis zur zweiten technischen Auszeit stockte das Spiel bei den Schwarz-Weißen, sodass sie einem Rückstand hinterherliefen. Das passierte nicht zum ersten Mal in der Saison. Werner Kernebeck begründete den zwischenzeitlichen Leistungsabfall damit, dass das negative Momentum häufig aufseiten der Badener war. Der TVB kassiere dann drei, vier, fünf Punkte hintereinander. „Das steckt in den Köpfen der Jungs“, merkte der Badener Coach an.

So mussten die Schwarz-Weißen besonders den zweiten Durchgang abschenken. In diesem kassierten die Kernebeck-Mannen zwischenzeitlich fünf Punkte in Serie. Der Rückstand war zu groß, um ihn noch aufzuholen. Die Gäste spielten den Satz abgeklärt zu Ende und zeigten, dass sie ein unangenehmer Gegner sind. Bereits im Vorfeld hatte Kernebeck darauf hingewiesen, dass der Klub aus Mecklenburg-Vorpommern nur schwer zu knacken sei. Das haben bereits einige Mannschaften erlebt, so auch der TuS Mondorf und der SV Warnemünde, die beide klar besiegt wurden.

FOTO (C): Bjoern Hake: SPORT // Volleyball, 2. Liga, TV Baden - Juniors Frankfurt

Ole Sagajewski (rechts) fungierte erneut als Co-Trainer von Werner Kernebeck. In der kommenden Saison will der Außenangreifer wieder auf der Platte mit dabei sein.

Foto: Björn Hake

Um den Gegner doch noch zu knacken, nahm Kernebeck während der Partie Änderungen vor. „Ich habe probiert etwas zu verändern“, versuchte der Coach mit Jan Markiefka, Artem Tscherwinski sowie Balint Bencsik neue Impulse zu setzen. Das gelang vor allem im dritten Satz, als der TV Baden gegen Ende drauf und dran war, diesen für sich zu entscheiden. „Wir wollten mehr die Mitte anspielen. Das haben wir im dritten Satz gemacht“, sah Kernebeck eine Leistungssteigerung seiner Mannschaft im finalen Durchgang.

Dass es doch nicht mit einem Satzgewinn klappte, hing auch mit der Kaltschnäuzigkeit des Gegners sowie fehlendem Glück zusammen. Der Klub aus dem Weserort führte bereits mit 21:19, doch Neustrelitz gab nicht auf und glich schnell aus. Auch beim Stand von 23:23 hatte der TVB noch Chancen auf den Satzgewinn. Doch zwei Punkte in Serie für die Gäste, darunter den finalen durch einen Badener Fehler in der Annahme, beendete die Partie vorzeitig nach rund anderthalb Stunden. „Unser Spiel war einen Tick zu durchsichtig“, lautete das Fazit von Werner Kernebeck.

Der TV Baden beendet die Saison 2020/2021 mit 21 Punkten auf Platz zehn. Wegen der Aussetzung des Abstiegs mussten die Schwarz-Weißen aber gar nicht erst um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga zittern. Die Spielzeit habe laut Werner Kernebeck dennoch sehr viel Kraft gekostet. „Deshalb ist es gut, dass sie jetzt vorbei ist“, sagte der Coach nach der Partie.

Bis die Schwarz-Weißen wieder auf der Platte stehen, werden einige Monate vergehen. Alle Beteiligten können bis dahin durchatmen und sich von der Saison erholen. Die Spielzeit 2021/2022 wird die vierte in Serie des TV Baden im Volleyball-Unterhaus sein. Eine Leistung, die nicht hoch genug einzuschätzen ist und Motivation genug sein dürfte, eine fünfte Saison folgen zu lassen.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+