Volleyball 2. Bundesliga

TV Baden macht zu viele entscheidende Fehler

Der TV Baden hat beim VC Bitterfeld-Wolfen am Ende deutlich verloren. Vor allem in den entscheidenden Momenten machte die Mannschaft von Werner Kernebeck zu viele Fehler.
08.11.2020, 19:38
Lesedauer: 3 Min
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TV Baden macht zu viele entscheidende Fehler
Von Maurice Reding

Als die Spieler des VC Bitterfeld-Wolfen gegen den TV Baden den ersten Matchball verwandelten, brach im Lager der Gastgeber pure Freude aus. Die Spieler hüpften hin und her und freuten sich über den Sieg. Bei den Gästen aus Baden herrschte dagegen das genaue Gegenteil: Die Spieler des TVB waren frustriert über die am Ende deutliche 0:3 (20:25, 19:25, 22:25)-Niederlage. Dabei hielt die Mannschaft von Werner Kernebeck mit den Gastgebern, die am Sonnabend gegen den FC Schüttorf 09 ihre erste Partie des Doppelspieltags mit 0:3 verloren hatten, ordentlich mit. Etwas Zählbares sollte aber nicht herausspringen.

Für Werner Kernebeck waren zwei Sachen entscheidend, warum die Partie an die Gastgeber ging. „Unsere Fehlerquote war in den entscheidenden Momenten zu hoch und unser Annahmespiel war nicht gut. Dadurch gerieten wir immer wieder in Situationen, in denen wir gut performen mussten, um zu punkten. Sobald die Annahme gut war, haben wir sehr gut mitgehalten“, analysierte der Badener Trainer.

Das zeigte sich insbesondere im ersten Satz. Nachdem die Bitterfelder aus einem 7:8 ein 12:8 gemacht hatten, punktete der TV Baden viermal in Folge und glich zum 12:12 aus. Einer der Punktgaranten war Alexander Decker. Der frühere Zweitligaspieler des TVB, der mittlerweile für die zweite Mannschaft in der Oberliga aufläuft, überzeugte auf ganzer Linie. „Alex hat ein Wahnsinnsspiel gemacht“, lobte Kernebeck den Außenangreifer. Der Satz war bis zum 15:15 ausgeglichen, doch dann zogen die Gastgeber davon und hatten beim Stand von 24:19 den ersten Satzball. Diesen wehrte der TVB noch ab. Doch ein Aufschlag von Jannik Haats ins Aus besiegelte den Satzgewinn für den Klub aus dem Süden von Sachsen-Anhalt.

In den zweiten Satz kamen die Gäste nicht gut rein und liefen daher schnell einem Rückstand hinterher. Die Badener kämpften sich aber zurück und glichen zum 8:8 und wenig später zum 10:10 aus. Doch dann legten die Bitterfelder eine Sechs-Punkte-Serie hin und zogen davon. Nachdem der TVB diese Serie durchbrochen hatte, keimte beim Stand von 13:17 noch mal Hoffnung auf. Doch die Gastgeber ließen sich nicht beeindrucken und punkteten insbesondere durch Max Vriend, der die Badener mit seinen harten Aufschlägen ein ums andere Mal vor Probleme stellte. So zogen die Gastgeber auf 24:17 davon und hatten somit gleich sieben Satzbälle. Die Badener schafften es, zwei dieser Satzbälle abzuwehren. Doch ein Aufschlagfehler – diesmal von Nick Sörensen – beendete den zweiten Satz zugunsten der Bitterfelder.

Der dritte Satz entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, die Punkte wanderten hin und her. Beim Stand von 15:19 drohte der Satz in Richtung der Gastgeber zu kippen, doch die Badener spielten stark auf und glichen verdient zum 19:19 aus. Als die Gäste beim Stand von 20:19 in Führung gingen, feuerte Werner Kernebeck seine Mannschaft lautstark an. Bitterfeld zeigte sich jedoch unbeeindruckt und punktete dreimal in Folge. Der TVB legte eine Zwei-Punkte-Serie hin und glich erneut aus – 22:22. Doch dann kamen sie wieder, die entscheidenden Fehler, sodass die Bitterfelder mit dem Punkt zum 25:22 das Spiel für sich entschieden.

Kernebeck haderte besonders mit dem Ende des dritten Satzes. „Das waren drei blöde Fehler. Wer weiß, wo es hingegangen wäre, wenn wir den Satz gewonnen hätten. Wir waren in den langen Rallyes gut. Wir machen zurzeit leider in den entscheidenden Momenten die Fehler. Das war am Anfang der Saison nicht so. Es ist für alle Beteiligten frustrierend“, zeigte sich der TVB-Coach enttäuscht über die klare Niederlage.

TV Baden: Moritz Wanke, Alexander Decker, Jan-Henrik Radeke, Nick Sörensen, Jannik Haats, Nils Mallon, Ole Seuberlich, Simon Bischoff, Patrick Pfeffer, Björn Hagestedt, Artem Tscherwinski (n.e.), Balint Bencsik.

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