Volleyball

Vom TV Baden ist Flexibilität gefordert

Von Normalität ist auch der TV Baden weit entfernt. Immerhin will das Team demnächst wieder das Training aufnehmen.
29.05.2020, 18:49
Lesedauer: 2 Min
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Vom TV Baden ist Flexibilität gefordert
Von Florian Cordes
Vom TV Baden ist Flexibilität gefordert

Wann gibt es im Lahof wieder ein Pflichtspiel des TV Baden zu beobachten? Diese Frage bleibt aktuell unbeantwortet.

Hake

Die Volleyball-Bundesliga (VBL) hat die Zweitliga-Lizenzen vergeben und die Nord- sowie Südstaffel eingeteilt (wir berichteten). Insgesamt 28 Mannschaften treten in der neuen Saison im Unterhaus an. Allerdings werden die Teams in den beiden Staffeln nicht in gleicher Anzahl aufgeteilt. Im Norden treten weiterhin 13 Mannschaften an, im Süden hingegen 15. „Es gibt klare geografische Zuordnungen bei Auf- und Abstieg zwischen zweiter und dritter Liga. Mannschaften aus der dritten Liga Ost steigen zum Beispiel immer in die zweite Liga Süd auf“, erklärt Fabian Kunze, VBL-Geschäftsleiter Medien, den Hintergrund. Um eine dynamische Staffeleinteilung zu ermöglichen, müsste das Ordnungswerk der VBL geändert werden.

Der TV Baden tritt natürlich weiterhin im Norden an – und somit in der etwas kleineren Staffel. Für Manager Peter-Michael Sagajewski ist dies vollkommen in Ordnung. „13 Teams sind immer noch ganz schön viel“, sagt er. Sicher sei die Anzahl der Partien, die auf den TVB warten, im Normalfall nicht zu hoch. Aber für Sagajewski – und im Grunde für alle Sportler – stehen wegen der Corona-Pandemie sehr viele Fragen im Raum. „Wir wissen derzeit überhaupt noch nicht, wann die Saison beginnen kann. Vielleicht muss sie zwischendrin auch unterbrochen werden“, meint der Manager. Zudem müsse sich die VBL eine eventuelle Verlängerung der Saison offen halten. Die Antwort auf all diese Fragen hängt mit der weiteren Entwicklung der Pandemie zusammen. Sagajewski: „Alle Beteiligten müssen daher sehr flexibel sein.“

Ein wenig Normalität soll demnächst aber wieder beim TVB, der vor seiner dritten Zweitliga-Saison steht, einkehren. Das Land Niedersachsen hat die Corona-Maßnahmen mittlerweile so weit gelockert, dass auch wieder Hallensport möglich ist. Voraussetzung ist die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Laut Sagajewski wollen die Volleyballer aus dem Weserort das Training ab dem 8. Juni wieder aufnehmen. Allerdings soll nur das von Werner Kernebeck gecoachte Bundesliga-Team Übungseinheiten einlegen, damit gar nicht erst die Möglichkeit entstehen kann, dass es in der Lahofhalle zu voll wird.

Und irgendwann soll dann eben die neue Spielzeit starten. Was die Gegner in der neuen Saison betrifft, da muss sich der TV Baden kaum umstellen: Zwei Teams haben die Liga verlassen, zwei neue kommen hinzu. Wie berichtet hat sich der Serienmeister CV Mitteldeutschland freiwillig in die 3. Liga zurückgezogen. Das Stützpunktteam des VCO Berlin wechselt planmäßig in die erste Bundesliga. Der TVB wird aber weiterhin auf ein Team treffen, das mit einem Sonderspielrecht antritt: die Juniors Frankfurt. „Es kommen also noch einmal weitere Fahrten auf uns zu“, sagt Sagajewski. Hinsichtlich der Frage, wann die Badener diese Auswärtsfahrten antreten, ist jedoch Geduld gefragt.

Bei der VBL ist man hingegen froh, dass die Vergabe der Lizenzen und die Einteilung der beiden 2. Bundesligen nun erledigt ist. „Mit der Staffeleinteilung ist der nächste Schritt auf dem Weg zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Herbst gegangen. Nun können wir alle gemeinsam daran arbeiten, die Rahmenbedingungen für einen geregelten Saisonstart zu schaffen“, sagt VBL-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung.

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