Volleyball 2. Bundesliga

Der TV Baden fährt ohne Druck zum Spitzenreiter

Der TV Baden will beim Tabellenführer SV Lindow-Gransee ein anderes Gesicht als in den vergangenen Spielen zeigen und befreit aufspielen.
20.11.2020, 12:52
Lesedauer: 2 Min
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Der TV Baden fährt ohne Druck zum Spitzenreiter
Von Maurice Reding
Der TV Baden fährt ohne Druck zum Spitzenreiter

Ole Seuberlich steht dem TV Baden in Lindow-Gransee nicht zur Verfügung.

Björn Hake

Fünf Niederlagen in Serie, dazu der längerfristige Ausfall von Ole Sagajewski – es lief schon einmal besser für den TV Baden. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, hat der Volleyball-Zweitligist an diesem Wochenende eine mehr als schwere Aufgabe vor der Brust. Das Team von Werner Kernebeck gastiert am Sonnabend (Anpfiff um 18 Uhr) beim bis dato ungeschlagenen Tabellenführer SV Lindow-Gransee.

Die Badener treten die Reise gen Brandenburg somit als klarer Underdog an. Das könnte aber auch ein Vorteil sein. „Wir haben nichts zu verlieren und können befreit aufspielen“, sagt Kernebeck. Sein Team werde alles in die Waagschale werfen und könne ohne Druck in die Partie gehen: „Wir können einfach Volleyball spielen. Das ist nach den Rückschlägen gut.“

Die eine Stärke gebe es beim Spitzenreiter nicht, der die vergangene abgebrochene Saison als Tabellenerster beendet hat. „Lindow-Gransee hat mehrere Qualitäten. Sie haben ein starkes Team und spielen ganz, ganz oben mit“, weiß Kernebeck, was auf seine Mannschaft zukommt. Dennoch wollen die Badener alles versuchen, um für eine Überraschung zu sorgen. „Punkte wollen wir trotzdem mitnehmen“, gibt sich Kernebeck nicht kampflos geschlagen.

Der TVB steckt nach fünf Niederlagen in Serie mitten im Abstiegskampf. Letztmals gepunktet haben die Volleyballer im Oktober bei der knappen 2:3-Niederlage gegen den Kieler TV. Danach folgten drei 0:3-Pleiten. Besonders die glatte Niederlage beim TuS Mondorf am vergangenen Wochenende stieß Kernebeck gewaltig auf. Der Coach sparte nicht mit Kritik für den Auftritt seiner Mannschaft. Gegen den SV Lindow-Gransee besteht die schnelle Chance, eine bessere Leistung zu zeigen. „Wir wollen das andere Gesicht des TV Baden zeigen und dann schauen, wie weit es geht“, sagt Kernebeck.

Neben Ole Sagajewski (Knieverletzung bremst Leistungsträger) muss der Badener Coach auch auf Ole Seuberlich verzichten. „Uns trifft es zurzeit mit voller Wucht“, hadert Kernebeck damit, dass seine kongeniale Flügelzange vorerst gesprengt ist. Ob Alexander Decker, der normalerweise für die zweite Mannschaft aufläuft und in den vergangenen beiden Partien zum Einsatz kam, die Reise mit antritt, sei noch nicht entschieden. „Wir müssen gucken, in welchen Spielen wir ihn einsetzen“, will Kernebeck sich diese Entscheidung noch offen lassen. Hintergrund ist, dass Decker viermal in der 2. Bundesliga auflaufen darf, bis er sich festgespielt hat. Ob mit oder ohne Decker: Die Aufgabe, sie könnte nicht schwerer sein.

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