Volleyball 2. Bundesliga TV Baden unterliegt erneut mit 0:3 – diesmal gegen Bocholt

Der TV Baden verliert in der 2. Bundesliga auch gegen den TuB Bocholt mit 0:3. Es war bereits die fünfte Niederlage ohne eigenen Satzgewinn in Serie für den TVB.
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TV Baden unterliegt erneut mit 0:3 – diesmal gegen Bocholt
Von Florian Cordes

Was sich in den Köpfen der Volleyballer des TV Baden während der Partien abspielt, kann niemand sagen – lediglich erahnen. Im Heimspiel gegen den TuB Bocholt war am Sonntag jedoch deutlich zu erkennen, dass der TVB mit seiner aktuell schwierigen Situation zu kämpfen hat. Gegen die „TuB-Schrauber“ verlor der Zweitligist aus dem Weserort deutlich mit 0:3 (14:25, 16:25, 19:25). Für den TV Baden war es im achten Saisonspiel bereits die siebte Niederlage – und es war sogar die fünfte ohne eigenen Satzgewinn in Folge.

Badens Coach Werner Kernebeck kann die Gedanken seiner Spieler nicht lesen. Dennoch weiß er zu genau, dass neben dem Spielerischen auch das Mentale bei seinem Team derzeit nicht stimmt. „Der Kopf spielt bei den Jungs zurzeit ein verrücktes Konzert“, meinte der Trainer nach Spielende. Dabei habe sich seine Mannschaft für den Auftritt in der Lahofhalle so viel vorgenommen. Die Negativserie sollte ein Ende finden. Damit dieses Vorhaben auch gelingt, forderte Kerne­beck vor dem Duell eine gute Mischung aus Lockerheit und Anspannung.

Doch seinem Team sollte es nicht gelingen, die richtige Mixtur zu finden. „Wir haben es nicht geschafft, die nötige Lockerheit hinzubekommen. Es wirkte eher verkrampft“, stellte Werner Kernebeck nach der erneuten Niederlage fest. Insgesamt habe er die Euphorie vermisst – besonders in den beiden ersten Sätzen. In diesen beiden Durchgängen waren die Gastgeber deutlich schwächer als ihre Gäste aus dem Münsterland, die bereits am Sonnabend einen knappen 3:2-Sieg bei den Frankfurt Juniors gefeiert hatten. Baden war chancenlos.

Kernebeck hatte den Grund schnell ausgemacht: „Gescheitert sind wir an unserer extrem hohen Fehlerquote. Es war exorbitant, was wir verschossen haben.“ Beim Gegner habe er zudem ein klares Muster erkannt. Oftmals verwalteten die Bocholter laut Kerne­beck die Ballwechsel und hätten abgewartet, was sein Team mit dem Ball so macht. Zu oft begingen sie eben die vom Trainer angesprochenen Fehler. Das Resultat war, dass die beiden ersten Sätze deutlich verloren gingen.

Bereits gegen Ende des zweiten Durchgangs hatte Kernebeck Ole Seuberlich eingewechselt. Er ist nach seinem Muskelfaserriss nun doch wieder fit. Alles sei dem Diagonalangreifer nicht gelungen, meinte sein Coach, aber seine Rückkehr habe dennoch etwas beim TV Baden freigesetzt. „Emotional hat Ole doch für Furore gesorgt. Nach seiner Einwechslung waren wir gefühlt besser drauf“, sagte Kernebeck. Seuberlichs Mitwirken sollte sich positiv auf die Leistung des TV Baden auswirken. Im dritten Satz waren die Gastgeber wesentlich besser im Match und gestalteten es ausgeglichen. Beim 16:16 war noch alles möglich. Doch als es in die entscheidende Phase ging, mussten die Badener abreißen lassen. Beim 17:21 aus Sicht des TVB war die erneute 0:3-Schlappe bereits deutlich auszumachen. Wenig später war die Niederlage besiegelt.

„Seit den Ausfällen von Ole Seuberlich und Ole Sagajewski (er fehlt dem TV Baden aufgrund einer Knieverletzung noch für einen längeren Zeitraum, Anm. d. Red.) scheint in den Köpfen doch ein wenig drinzustecken, dass es ohne die beiden nicht geht“, vermutete Kernebeck. Es sei jedoch falsch, dass seine Mannschaft mit dieser Denke in die Spiele geht. Der Glaube an sein Team, er ist bei Kernebeck ungebrochen.

Allerdings ist das Tabellenmittelfeld für die Badener nun erst einmal außer Sichtweite. Als Zehnter des Tableus mit vier Punkten auf dem Konto beträgt der Rückstand zum Neunten, den TuB Bocholt, bereits sieben Zähler. Schwierig ist die Lage unverkennbar, jedoch nicht aussichtslos. „Denn es ist noch viel Zeit. Aber es muss jetzt auch mal klick machen“, sagte Kernebeck. Oder anders gesagt: Das Konzert im Kopf soll nicht mehr verrückt spielen.

TV Baden: Alexander Decker, Jan-Henrik Radeke, Nick Sörensen, Jannik Haats, Nils Mallon, Ole Seuberlich, Patrick Pfeffer, Benedikt Gerken, Björn Hagestedt, Artem Tscherwinski, Moritz Wanke (n. e.), Simon Bischoff (n. e.), Jan Markiefka (n. e.), Balint Bencsik (n. e.).

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