Küsterhaus-Sanierung

Von Bürgern für Bürger

Eine außerordentlich starke Leistung attestiert Marius Merle dem Verein für Kultur und Geschichte Daverden, der innerhalb kürzester Zeit 140 000 Euro gesammelt hat.
18.07.2017, 17:53
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Von Bürgern für Bürger
Von Marius Merle
Von Bürgern für Bürger

So sieht es derzeit auf dem Dacbhoden des Daverdener Küsterhauses aus.

Björn Hake

Es klang nach einer eigentlich unlösbaren Aufgabe für den Verein für Kultur und Geschichte Daverden: Für die Küsterhaus-Sanierung musste man sage und schreibe 140 000 Euro an Eigenmitteln zusammentragen. Einen großen Teil davon zudem binnen nicht einmal eines Jahres. Wer selbst in einem kleinen Verein tätig ist, der weiß, wie schwer es manchmal schon sein kann, wenige hundert Euro an Spendengeldern für eine Anschaffung zusammenzubekommen. Da kommt der in Daverden benötigte Betrag einem automatisch völlig utopisch vor. Doch was soll man sagen: Es kommt einem kleinen Wunder gleich, denn das Geld ist tatsächlich zusammengekommen. Mit der vorliegenden Baugenehmigung und dem geplanten zeitigen Beginn der Arbeiten sollten auch die letzten Zweifel beseitigt worden sein.

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Natürlich sind einige der gesammelten Gelder auch von Institutionen wie der Volksbank oder durch ein Benefizkonzert gekommen. Doch der Großteil besteht aus Spenden der Bevölkerung. Von wenigen bis zu mehreren tausend Euro war alles dabei. Man kann sich ungefähr vorstellen, wie viele Bürger letztlich dafür nötig waren, einen solch großen Betrag zu erhalten: sehr, sehr viele. Gefühlt die ganze Ortschaft hat sich beteiligt. Gleichzeitig haben die Spender auch etwas davon. Denn entstehen soll eine Begegnungsstätte für öffentliche Veranstaltungen sowie für Vereinsaktivitäten.

Alleine das Spendenaufkommen belegt bereits, wie groß der Wunsch vor Ort nach einer solchen Lokalität ist. Damit scheint bereits vor Baubeginn gesichert, dass das viele Geld auch gut angelegt ist. Denn durch das Finanzierungskonzept ist ein böses Erwachen in Form von fehlender Nutzung quasi ausgeschlossen. Und das ist neben der enormen gesammelten Geldsumme der besonders schöne Nebeneffekt beim Projekt „Küsterhaus-Sanierung“.

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