Sanierung Steuben-Allee

Was lange währt…

2005 hat die Erschließung des Gebietes rund um die ehemalige Steuben-Kaserne in Achim begonnen. Mittlerweile wohnen dort über 200 Familien. Und das Projekt steht nun kurz vor seinem Abschluss.
04.07.2018, 16:53
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Was lange währt…
Von Elina Hoepken

Achim. Es ist der letzte Schritt in einem gut neun Jahre andauernden Prozess und damit der Abschluss für so etwas wie einen neuen Achimer Stadtteil. Denn nachdem 2009 die Arbeiten zur Erschließung des Gebietes um die ehemalige Steuben-Kaserne begonnen haben, bilden nun Sanierungsarbeiten an einem Teil der Steuben-Allee den Abschluss für dieses Großprojekt. Zum Beginn dieser Woche haben die Arbeiten begonnen.

"Einige Betonplatten vor Ort sind sanierungsbedürftig und müssen ausgetauscht beziehungsweise repariert werden", erklärt Achims Verkehrsplaner Stefan Schuster. Darüber hinaus solle der Teil der Straße, der früher als Erschließung für die Kaseren genutzt wurde, zusätzlich zwei Baumnasen und am Anfang und Ende jeweils eine Engstelle zur Verkehrsberuhigung bekommen. "Die Tempo 30-Zone ist allen Beteiligten besonders vor den Kindergärten in der Steuben-Allee wichtig", sagt Schuster.

Verantwortlich für all diese Arbeiten zeigt sich die Achimer Stadtwald Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft. Sie hat das Gelände rund um die ehemalige Steuben-Kaserne damals bekanntlich von der Stadt erworben, um dort neben dem Stadtwald als Naherholungsgebiet Wohnbaugrundstücke zu entwickeln. "Sie haben sich damals der Stadt gegenüber verpflichtet, die Infrastruktur in diesem Gebiet herzustellen," erklärt Schuster. Weil sie nun mit der Kanalisation und den Straßen fertig sind, folge nun abschließend die Sanierung der Steuben-Allee.

"Mittlerweile wohnen in dem gesamten Gebiet über 200 Familien", sagt Manfred Huhs, der gemeinsam mit Mark Hundsdörfer Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft ist. Schritt für Schritt haben die beiden auf dem Gelände in Uesen, das jahrzehntelang Soldaten zu Übungszwecken diente, einen neuen Stadtteil errichtet. "Wenn wir die Sanierungsarbeiten an der Steuben-Allee abgeschlossen haben, sind wir mit dem Gebiet komplett durch", fasst Huhs zusammen. Schon in wenigen Wochen könnte also ein Projekt zum Ende kommen, das die Beteiligten über viele Jahre beschäftigt hat. Denn geschlossen wurde die Kaserne in Achim bereits 2003.

"2005 haben wir angefangen, uns für das Gebiet zu interessieren, weil dort bis zu dem Zeitpunkt nichts passiert ist", erinnert sich Huhs. Nach rund vier Jahren Planungszeit konnte dann endlich losgelegt werden. "Wir mussten damals erst einmal alle alten Kasernengebäude abreißen und die riesigen unterirdischen Tanklager freilegen und entfernen." Dagegen wirken die jetzt noch anstehenden Arbeiten fast schon nebensächlich. "Wir rechnen damit, dass die Arbeiten in etwa vier Wochen abgeschlossen sein werden", schätzt Huhs. Danach müsse man lediglich noch einige Bäume pflanzen. Diese Arbeiten schiebe man allerdings in den Herbst.

Die Kosten für die gesamten Arbeiten übernimmt die Entwicklungsgesellschaft. "Weder die Stadt noch die Anwohner werden anteilig beteiligt", sagt Schuster. Für die Zeit der Sanierung sei die Straße weiter befahrbar, zeitweise jedoch voraussichtlich nur einspurig.

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