Ferienspaß bei den Feuerwehren / Brandschutzerziehung und Wasserspiele für Kinder / Freie Plätze in Uphusen „WasserMarsch“ in Achim und Bierden

Etwa 130 verschiedene Ferienspaßveranstaltungen gibt es in Achim. Dabei mischen nicht nur die Vereine kräftig mit, sondern auch die Feuerwehren. Am Wochenende fanden rund um die Gerätehäuser Achim und Bierden bestens besuchte Veranstaltungen für die daheim gebliebenen Kinder statt.
13.08.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Christian Butt

Etwa 130 verschiedene Ferienspaßveranstaltungen gibt es in Achim. Dabei mischen nicht nur die Vereine kräftig mit, sondern auch die Feuerwehren. Am Wochenende fanden rund um die Gerätehäuser Achim und Bierden bestens besuchte Veranstaltungen für die daheim gebliebenen Kinder statt.

Achim. Wenn Kinder die Feuerwehr besuchen, müssen Schläuche ausgerollt und ordentlich Wasser verspritzt werden – da sind sich die Feuerwehrleute und die jungen Gäste einig. Am Wochenende hatten Achimer Kinder wieder einmal die Gelegenheit, den freiwilligen Feuerwehrleuten aus Achim und Bierden über die Schultern zu schauen. Die Brandbekämpfer hatten zu Ferienspaßaktionen in ihre Gerätehäuser geladen.

Doch bevor die Wasserspiele starten konnten, gab es Rundgänge durch die Fahrzeughallen. Dabei probierten die Kinder auch die Einsatzkleidung der Brandbekämpfer an, samt der auf den Rücken geschnallten klobigen Sauerstoffflasche.

In Bierden erreichte die Teilnehmerzahl mit 32 einen neuen Höchststand. "Es sind deutlich mehr als noch im vergangenen Jahr", sagt Ortsbrandmeister Klaus Mindermann. Dies begründet er mit der aktuellen Medienpräsens seiner Feuerwehr: "Die Kinderfeuerwehr ist gerade in aller Munde und generell machen wir in Bierden sehr viele Aktionen", so Mindermann. Während hinter dem Gerätehaus ein kleiner einsah simuliert wurde, konnte vorne ein Wettbewerb der Jugendfeuerwehr durchlaufen werden und an der Spritzwand bildete sich eine lange Schlange. "Uns ist es aber auch wichtig, dass die Kinder nicht nur Spaß, sondern auch Wissen mit nach Hause nehmen. Deshalb erklären wir am Ende des Nachmittages, wie ein Notruf abgesetzt wird", erzählt der Ortsbrandmeister.

Bei dem Ferienspaß in Achim herrschte plötzlich große Aufregung. Auf der Wiese hinter dem Feuerwehrhaus stand plötzlich ein Holzhaufen lichterloh in Flammen. Aus sicherer Entfernung konnten die Kinder beobachten, wie die Feuerwehr mit Presslufthorn und Blaulicht anrückt und die Flammen mit mehreren Hundert Litern Wasser ablöscht.

Wohl keiner der jungen Zuschauer hätte vor der nächsten Demonstration geglaubt, dass viel weniger Wasser, ein normales Wasserglas reicht aus, zu tödlichen Konsequenzen führen kann. Mit einem Gasbrenner erhitzte ein Feuerwehrmann einen mit Fett gefüllten Topf, bis sich das Fett entzündete. Anschließend brachte sich der Helfer in Sicherheit und schütteten per Seilkonstruktion das Wasser auf das Fett. Daraufhin schoss eine Stichflamme mehrere Meter in den Himmel. "Ab sofort sind wir in den Küchen vorsichtiger", versicherten die Ferienspaß-Teilnehmer.

Erstaunt waren die Kinder auch über eine handelsübliche Haarspraydose. Diese stellten die Einsatzkräfte in ein Feuer. Nach kurzer Zeit schreckten die Kinder bei der Detonation des Testobjekts zusammen. Gefühlte fünf Meter wurde die Dose durch die Luft geschleudert und wurde anschließend von allen Seite beäugt.

Auch Theorie gefragt

Neben Feuer war aber auch in Achim Theorie für die Ferienspaß-Kinder angesagt. Altgediente Einsatzkräfte und Mitglieder der Jugendfeuerwehr berichteten vom Alltag bei der freiwilligen Feuerwehr. So gehört nicht nur das Löschen von Bränden zum Aufgabengebiet, sondern auch Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen und Naturereignissen wie Stürmen oder Überschwemmungen. Für erstaunte Gesichter sorgten die Retter, als sie von der jüngsten Einsatzserie berichtete. Mehrfach mussten sie am Achimer Bahnhof Menschen befreien, die in einem Fahrstuhl festsetzten.

Als nächste der sechs Achimer Ortsfeuerwehren laden die Uphuser Brandbekämpfer für den morgigen Dienstag, 14. August, zu einem Ferienspaß ein. Beginn ist um 16 Uhr am Gerätehaus am Arenkamp. "Die Teilnehmer blicken hinter die Kulissen der Feuerwehr. Anhand von kleinen Einsätzen werden wir feststellen, was die Feuerwehrfrauen und -männer so alles machen. Zum Abschluss wird gegrillt", kündigt Oliver Lüßen an.

Noch gibt es einige wenige Plätze, die unter der Rufnummer 04202/ 767800 vergeben werden. Die Teilnahmegebühr beträgt zwei Euro.

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