Deichfest

Wenn Bierden feiert

Die Freiwillige Feuerwehr Bierden hat erneut das Deichfest organisiert. Dadurch will man mit den Bürgern in Kontakt treten und vielleicht auch den einen oder anderen Neuzugang gewinnen.
04.08.2019, 17:02
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Von Gisela Enders
Wenn Bierden feiert

Die Freiwillige Feuerwehr Bierden veranstaltet das traditionelles Deichfest: Leon Henke, Klaus Mindermann und Dirk Bartels (von links) helfen mit.

Björn Hake

Achim. „Gruß an Kiel“, intoniert durch die Blaskapelle Oyten, leckerer Kuchen, Kaffee, Bier und Likör. Im Garten des Gasthauses zur Linde in Bierden war schon am frühen Sonnabendnachmittag kaum noch ein Platz zu bekommen. Vornehmlich die ältere Generation hatte es sich an den adrett eingedeckten Tischen bequem gemacht und erlebte bei wärmenden Sonnenstrahlen „ihr“ Deichfest und die Gastfreundschaft des Hauses.

„Kaum eine Feier genießen wir so sehr wie diese“, ließ sich dann auch von Doris Heuer vernehmen, die mit Schwester, Partner und Freundin angetreten war, um ausgelassen zu schwofen. Sie sei nicht alt, gehöre zur reifen Jugend, betonte sie mehrmals und hatte auch gleich einen Verbesserungsvorschlag für die nächste Auflage der traditionellen Sause: „Wir möchten gerne tanzen, was aus Platzmangel ja leider nicht möglich ist.“ Auch für den Abend hatte die lebenslustige Seniorin schon einen Plan: „Wenn nachher die Jugend anrückt und die Band Casablanca spielt, sind wir längst zu Hause. Dann gibt es noch ein Stück Schwarzbrot auf die Hand, und danach ist Bettzeit.“

Am Rande des sommerlichen Spektakels informierte der Bierdener Ortsbrandmeister Klaus Mindermann über die Organisation des Bierdener Deichfestes, das in der Form bereits zum 19. Mal stattfand. Wie auch in den vergangenen Jahren hatten die Feuerwehrfrauen Unmengen an Kuchen gebacken. Der Erlös aus den süßen Leckereien fließe in den Gemeinschaftstopf; finanziert würden zum Beispiel Ausflüge für den Nachwuchs oder kleinere Anschaffungen für die Wehr, die nicht offiziell bezahlt oder bezuschusst werden. Auch über Bratwurst und Pommes, die es am Abend zur Livemusik gäbe, fülle sich die Kasse des Fördervereins, ein Kameradschaftsabend sei schon in Planung. Ein weiteres Ziel: „Wir wollen Präsenz zeigen, mit den Bürgern ins Gespräch kommen.“ Schon mehrmals sei es auf diese Weise gelungen, neue Mitglieder zu gewinnen, sagte Klaus Mindermann. „Nicht unbedingt am Tag des Deichfestes, aber oftmals kurz darauf, erwacht bei manchen Leuten das soziale Gewissen; diverse Neuzugänge sind auf diese Weise schon zu verzeichnen gewesen.“

Im Gegensatz zu anderen Vereinen müsse sich die Bierdener Wehr keine Sorgen wegen fehlenden Nachwuchses machen, zeigte sich der Ortsbrandmeister zufrieden. Gegenwärtig würden 38 Aktive regelmäßig ihren Dienst versehen, dazu kämen 20 Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren und 21 Jugendliche.

„Neben Ausbildung und Arbeit kommen bei uns auch gemeinschaftliches Spiel und Spaß nicht zu kurz“, beschrieb Mindermann einen Faktor, der auch heute noch junge Menschen zum Mitmachen animiere. „Ferienfreizeiten, Zeltlager und spannende Ausflüge stehen noch immer hoch im Kurs.“ Am Abend rockte die Band Casablanca vor jüngerem Publikum die Bühne des Gasthauses, und ab 23 Uhr präsentierte ein DJ im Saal bis in die Nacht hinein Traumhits und solche, die es noch werden wollen.

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