Nahversorgung auf dem Land Blender bekommt einen Supermarkt

Die Menschen in der Gemeinde Blender bekommen einen Supermarkt. Ein passendes Gebäude und ein Geschäftspartner sind gefunden.
18.07.2019, 19:30
Lesedauer: 2 Min
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Blender bekommt einen Supermarkt
Von Onno Kutscher

Das ist für die in Blender lebenden Menschen wahrlich eine gute Nachricht: Die Gemeinde soll einen Supermarkt bekommen. Das hat Dirk Fornahl dieser Zeitung mitgeteilt. Fornahl ist zusammen mit anderen engagierten Anwohnern Teil einer Arbeitsgruppe, die sich mit der Überlegung, in Blender einen Supermarkt zu etablieren, auseinandergesetzt hat. Nun kann er Vollzug melden: „Im September soll es losgehen.“ Ein passender Ort dafür ist auch schon gefunden. Das alte Volksbank-Gebäude. Die Bank-Filiale war dort, wie berichtet, 2018 ausgezogen.

Dieser Tatsache vorausgegangen waren zuletzt zwei Treffen, an denen auch interessierte Menschen aus der ganzen Gemeinde teilgenommen hatten. Ziel war es, auszuloten, was genau gebraucht wird und was überhaupt möglich ist. „Dabei ging es unter anderem darum, was im Laden angeboten werden soll, wie die Öffnungszeiten sind und inwiefern wir mit regionalen Anbietern zusammenarbeiten. Ganz grundlegende Dinge also“, berichtet Fornahl, der zusammen mit Kerstin Lask, Bürgermeister Andreas Meyer und Dieter Tank das Kernteam bildet.

Zwischen 500 und 1000 Produkte

Dabei ist schnell klar geworden, dass der Laden vom Sortiment nicht zu groß werden soll. Zwischen 500 und 1000 Produkte soll es dort zu kaufen geben. „Das Ganze soll schon noch den Charakter eines Tante-Emma-Ladens haben“, verrät Fornahl, der auch erklärt, dass in Blender dringend ein Laden benötigt wird. „Wenn man mobil ist, ist das alles noch machbar. Man fährt nach Verden oder zum Beispiel nach Morsum. Aber mal eben schnell eine Besorgung machen, das ist nicht drin“, sagt er. „Gerade für Ältere ist das ein Problem, aber auch Kinder haben keine Möglichkeit, sich ein Eis oder Schokolade zu kaufen.“

Das Problem ist in Blender aber kein neues. Daher hatten Fornahl und seine Mitstreiter schon in der Vergangenheit versucht, dieses Problem zu lösen. Dafür wurde, wie berichtet, 2018 ein mobiler Tante-Emma-Laden des Bremer Unternehmens „Myenso“ eingerichtet. Dieser hielt regelmäßig vor der Bäckerei Baalk. Außerdem konnten Bürger ihre Lebensmittel per Onlineshop bestellen, sich diese entweder zu den Öffnungszeiten des Mobils selbst abholen oder sie sich bis vor die Haustür liefern lassen. Der Erfolg blieb allerdings aus, berichtet Fornahl. „Wir haben im März, April eine Bilanz gezogen und festgestellt, dass es einfach nicht so gut funktioniert hat. Deswegen starten wir jetzt einen neuen Versuch.“ Der mobile Tante-Emma-Laden soll mit der Öffnung des Supermarktes dann auch eingestellt werden.

Moderne Nahversorgung

Beim neuen Projekt spielt „Myenso“ aber erneut eine große Rolle. Ein klassischer Supermarkt, wie man ihn anderswo findet, wird das Projekt in Blender nämlich nicht. Hier soll Nahversorgung im ganz modernen Stil betrieben werden. Die Produkte werden bei „Myenso“ bestellt und angeliefert. Dabei sollen klassische Produkte genauso dazugehören wie regionale Produkte. Außerdem soll es für den Laden in Blender eine Kombination aus Öffnungszeiten mit Personal vor Ort sowie einer 24-Stunden-Öffnung mit Kundenkarte geben. Sprich: Der Kunde kann jederzeit in den Laden und sich seine Artikel abholen.

Zu sehr will Fornahl da aber noch nicht ins Detail gehen. „Das ist natürlich auch für uns ein Versuch und Neuland“, sagt er. „Aber wenn das alles wirklich klappt, dann ist das eine absolute Verbesserung für Jung und Alt in Blender.“

Gesucht werden für den Supermarkt noch Aushilfen oder Teilzeitkräfte. Interessenten können sich per E-Mail an tante.enso@myenso.de wenden.

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