Intscheder Wehr Ein Parkplatz für Pendler

Der Brückenzug über das Intscheder Wehr wird ab dem 1. Dezember für Autos gesperrt. Um Pendler zu entlasten, soll dort nun ein Pendlerparkplatz eingerichtet werden. Zumindest fordert das die Grüne Liste.
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Ein Parkplatz für Pendler
Von Onno Kutscher

Die Sperrung des Brückenzuges über das Intscheder Wehr wirft seine Schatten voraus: Nicht mal mehr einen Monat dauert es, dann wird das Bauwerk gesperrt (wir berichteten). Ab dem 1. Dezember können dann nur noch Fahrradfahrer und Fußgänger die Weser an dieser Stelle überqueren. Aber auch nur noch solange, bis es dann voraussichtlich im September 2019 mit den Arbeiten an dem Brückenzug losgeht.

Das trifft vor allem Pendler oder eben die Menschen, die auf den Brückenzug angewiesen sind. Sie müssen dann Umwege über Achim oder Verden in Kauf nehmen. Der Kreistag hatte während seiner jüngsten Sitzung bereits Verbesserungen der Verbindungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zwischen der Samtgemeinde Thedinghausen, Achim und Verden beschlossen. Die Grüne Liste in der Gemeinde Blender bringt nun eine weitere Idee ins Spiel, um Pendlern entgegenzukommen. Die Fraktion im Gemeinderat hat einen Antrag gestellt, in der sie die Einrichtung von temporären Pendler-Parkflächen am Wehr ab der Sperrung bis zum Baubeginn fordert. Mit dem Antrag wird sich der Blender Rat am Dienstag, 6. November, ab 19.30 Uhr in der Mühlenscheune Blender befassen.

Um für den Zeitraum von der Sperrung bis zum Baubeginn die Wehrbrückennutzung auch für Pendler zu ermöglichen, wären offiziell erlaubte Parkmöglichkeiten sinnvoll, schreibt die Grüne Liste in ihrem Antrag. Dadurch will die Fraktion erreichen, dass Pendler, die mit dem Auto anfahren und ein Fahrrad dabei haben, dort parken können, um dann mit dem Fahrrad weiter zu fahren. Oder mit dem Auto anfahren, zu Fuß über das Wehr gehen und auf der anderen Seite mit einer Fahrgemeinschaft weiterfahren. Mit solch einer offiziellen Parkfläche will die Fraktion aber auch einem „wilden Parken“ im Straßenseitenraum vorbeugen, heißt es in dem Antrag.

Flächen pachten

Wie die Grüne Liste in dem Schreiben ausführt, sei aus ähnlichen Brückensperrungsvorhaben bekannt, „dass gerade Berufspendler sehr erfinderisch werden, wenn die Alternativen mit weiten Umwegen, hohem Zeitverlust und erheblichen Kosten verbunden sind. Fahrgemeinschaften werden gegründet, Autos hier wie da stehen gelassen, um erst am Folgetag damit wieder weiterzufahren.“

In dem Schreiben der Grünen Liste wird außerdem erklärt, dass bei einer Infoveranstaltung am 18. September bereits Flächen aufgezeigt wurden, die die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) hofft, zum Zwecke des Baustellenbetriebes anpachten zu können. „Vielleicht ist die von der WSV bevorzugte Fläche schon im Vorfeld für Pendlerparkmöglichkeiten zu pachten“, hofft die Grüne Liste. „Vielleicht lassen sich auch alternative Flächen finden, die Parken mit Fahrradbe- und -entladen ohne Behinderung ermöglichen, ohne den Untergrund erheblich zu schädigen, die mit einfachen Mitteln herzurichten sind und zudem ein störungsfreies und sicheres Wenden ermöglichen.“

Erste Kontaktaufnahme

In der Beschlussvorlage heißt es, dass sie Verwaltung bereits Kontakt zum Landkreis Verden und der Gemeinde Langwedel aufgenommen hat, da diese Körperschaften ebenfalls beteiligt sind und geklärt werden müsse, wie die Angelegenheit von dort beurteilt werde. Die Verwaltung wird dazu im Rahmen der Ratssitzung Auskunft erteilen, wenn es bereits Informationen gibt, heißt es weiter.


Die Sitzung des Gemeinderates Blender findet am Dienstag, 6. November, statt. Beginn in der Mühlenscheune Blender ist um 19.30 Uhr. Eine Fragestunde für Bürger gibt es zu Beginn und am Ende der Sitzung.

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