Bürgermeisterwahl Zweite Amtszeit für Alexander von Seggern in Dörverden

Alexander von Seggern verteidigt den Chefsessel im Rathaus. Die Wähler bescheren ihm eine zweite Amtszeit in Dörverden.
12.09.2021, 19:54
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Zweite Amtszeit für Alexander von Seggern in Dörverden
Von Jörn Dirk Zweibrock

Alexander von Seggern hat als erster hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Dörverden das geschafft, was vor ihm noch niemandem gelungen ist: Er hat den Chefsessel im Rathaus verteidigt. Auf den von CDU und Grünen unterstützten Westener entfielen dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge 56,7 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Volker Meyer, von der SPD unterstützt, holte 43,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,4 Prozent.

Während Meyer seine Enttäuschung anzumerken war, "ich hätte gerne gewonnen", war der alte und neue Bürgermeister sichtlich gerührt. Er freue sich auf seine zweite Amtszeit "für ein starkes Dörverden" und dankte allen Unterstützern. Denen, die ihn nicht gewählt haben, versprach er, dass er wieder "Bürgermeister für alle zehn Dörverdener Ortschaften" sein wolle. Meyer, der einen Achtungserfolg eingefahren hat, zeigte sich als fairer Verlierer und übermittelte von Seggern persönlich seine Glückwünsche. Der "Swing State" Dörverden ist somit also kein "Swing State" mehr.

Von Seggern hat den Wahlbezirk Westen, sein Heimatdorf, souverän mit rund 81 zu 19 Prozent für sich entschieden. Meyer konnte zu Hause in Stedorf sowie im Kernort Dörverden reüssieren.

Bei der Gemeinderatswahl hat die CDU ihre Spitzenposition mit 44,8 Prozent (11 Sitze) verteidigt, gefolgt von der SPD mit 26,9 Prozent (6 Sitze). Beide Volksparteien haben im Vergleich zu vor fünf Jahren verloren. "Stimmenkönig" der Gemeinde ist mit 1033 Stimmen Adrian Mohr. "Es gibt viele Menschen, die sich im Wahlkampf sehr für die CDU engagiert haben und jetzt dafür persönlich nicht belohnt worden sind", bedauert er. Ihn freue allerdings, dass sich sich der Frauenanteil in der CDU-Fraktion erhöht habe. Im Hinblick auf das Ergebnis der Bürgermeisterwahl sagt er: "Alexander von Seggern und die CDU haben in den vergangenen Monaten gelernt, dass sie entweder gemeinsam erfolgreich sind oder gar nicht". 

Zugelegt haben die Grünen, die mit 11,7 Prozent ihr bestes Ergebnis überhaupt in der Gemeinde Dörverden eingefahren haben. Während es Walter Franzmeier und Jürgen Stahlke nicht mehr in den Gemeinderat geschafft haben, feiert ein grünes "Urgestein" nach zwei Ratsperioden politischer Abstinenz Comeback: Ehler Lohmann aus Westen. Gemeinsam mit Spitzenkandidatin Charlotte Niekamp und Stefan Okrongli bildet er nun das grüne Trio im Rat, was damit im Vergleich zu 2016 einen Sitz hinzugewonnen hat.

Die Linke und die UWDuD (Unabhängige Wählergemeinschaft Dörverden und Dörfer) erhalten wieder jeweils einen Sitz im Rat, der insgesamt über 24 Sitze analog zu Kirchlinteln verfügt.

Eines wird der Dörverdener Rat auf jeden Fall: bunter. Udo Weckmann hat es Einzelbewerber in das Gemeindeparlament geschafft, ebenso Stefan Kampmann für die AfD.

Zur Sache

Der neue Dörverdener Gemeinderat

CDU: Adrian Mohr (1033 Stimmen), Volker Schnabel (445), Wulf-Reinhard Gente (443), Boris Allerheiligen (271), Lea Gottschalk (239), Wladimir Sabelfeld (206), Maren Schneermann-Fleischer (202), Stefan Bormann (191), Michael Kappel (186), Laura Elena Buck (128) und Anne-Christine Herbst (127)

SPD: Bernd Meyer (302), Regina Thalmann (292), Jens Künzler (283), Rolf Lühning (255), Sein Küpeli (185), Horst Siemokat (94)

Grüne: Charlotte Niekamp (243), Ehler Lohmann (178), Stefan Okrongli (85)

AfD: Sebastian Kampmann (282)

Die Linke: Bernward Nüttgens (65)

UWDuD: Stefan Kleiner (166)

Einzelwahlvorschlag Udo Weckmann: (659)

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