Prozessauftakt

Kapitän soll seinen Steuermann getötet haben

Im Dörverdener Schleusenkanal muss sich im Januar dieses Jahres ein Drama abgespielt haben: Der Kapitän eines tschechischen Binnenschiffes soll hier auf den Steuermann eingeschlagen haben.
01.07.2020, 17:34
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Angelika Siepmann
Kapitän soll seinen Steuermann getötet haben

Die Schleuse bei Dörverden: Hier soll der Steuermann eines tschechischen Binnenschiffes zu Tode gekommen sein.

Björn Hake

An Bord eines tschechischen Binnenschiffes, das im Schleusenkanal der Weser in Dörverden (Landkreis Verden) lag, soll der Kapitän den Steuermann getötet haben. Der 39-Jährige aus der Tschechischen Republik muss sich seit Mittwoch vor dem Landgericht Verden wegen Totschlags verantworten.

Die Tat soll sich am späten Abend des 24. Januar dieses Jahres ereignet haben; das Schiff hatte erst einige Stunden zuvor in Höhe der Schleuse festgemacht. Am nächsten Morgen war zunächst ein medizinischer Notfall gemeldet worden. Rettungskräfte entdeckten die Leiche des Steuermanns und alarmierten aufgrund des Verletzungsmusters die Polizei.

Laut Anklage ist der Schiffsführer nach einem verbalen Streit mit dem Steuermann derart in Rage geraten, dass er dem Kontrahenten Faustschläge versetzte und ihn „massiv“ würgte. Das Opfer sei „infolge Erstickens durch die Gewaltanwendung gegen den Hals“ verstorben. Die beiden Männer sollen allein an Bord gewesen sein. Der Prozessauftakt gestaltete sich nicht nach Plan, da der Dolmetscher offenbar schon Schwierigkeiten beim Übersetzen der Anklageschrift hatte. Die Hauptverhandlung wurde danach bereits unterbrochen und soll an diesem Donnerstag fortgesetzt werden.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+