Fahrradverbindung

Radeln an der Eisenbahn

Der Bau des Brückenschlages geht auch im neuen Jahr weiter. Der Abschluss des Großprojekts ist bis Ende Juni vorgesehen, dann endet die Frist für die Bundesförderung.
02.01.2019, 11:03
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Radeln an der Eisenbahn
Von Andreas Becker
Radeln an der Eisenbahn

Die neue Eisenbahnbrücke über die Aller: An das Bauwerk wird der Rad- und Gehweg montiert.

DB Netz

Trotz einiger Rückschläge gehen die Arbeiten am sogenannten Brückenschlag über die Aller weiter, und sie werden im neuen Jahr abgeschlossen. Ungefähr 70 Meter Radweg wurden 2018 auf dem Deich bereits fertiggestellt. Diese Strecke wurde bis Anfang November durch den Rad- und Gehweg auf dem alten Bahndamm zwischen Allerbrücke und Alte Burg sowie zwischen Wätern- und Allerbrücke auf etwa 730 Meter ergänzt.

Nun fehlen beim Streckenbau nur noch die verbliebenen vier Weg-Lückenschlüsse an den Widerlagern der Aller- und der Wäternbrücken. Diese Lücken werden im Mai und Juni 2019 geschlossen, nachdem die Rad- und Gehwegbrücken montiert sind. Komplett fertig soll der Rad- und Gehweg Ende Juni 2019 sein. Damit wird es dann möglich sein, den Weg zur Arbeit aus den umliegenden Gemeinden nach Verden einfach mit dem Rad, E-Bike oder Pedelec zurückzulegen. „Wir gehen davon aus, dass es Mitte März weitergehen kann“, sagt Projektleiter Torsten Fiebig. Mit dem Abschluss der Asphaltierung hätten die Straßenbauer ihre Arbeiten zunächst beendet. „Die haben ihr Soll erfüllt. Jetzt müssen erstmal die Brückenbauer im März die Radbrücke montieren. Dann können die Straßenbauer die Restarbeiten erledigen“, beschreibt Fiebig den aktuellen Zeitplan. So fehlten beispielsweise an den vier Brückenwiderlagern jeweils etwa 20 Meter Radweg.

Eigentlich sollte die Radbrücke bereits im Juni 2018 fertig sein, dies musste jedoch verschoben werden, da der Planfeststellungsbeschluss erst im März vorlag. Auch ein Abschluss des Projekts im Oktober sei nicht machbar gewesen. Aktuell ist die Stadt sicher, den Brückenschlag Ende Juni 2019 fertigstellen zu können. „Das muss auch so sein, denn dann endet die Frist für die Förderung“, erklärt Fiebig. Außerdem koste jede Verzögerung Geld und verteuere das Projekt. Zudem ist der Brückenschlag eines von mehreren Objekten, die im Paket im Zuge der Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur in Verden gefördert werden.

„Die Radfahrstreifen entlang der Bahnhofstraße werden mitgefördert und Ende Oktober bereits fertig“, sagt Fiebig. Ebenso finanziell unterstützt werden sechs Abstellanlagen für Fahrräder, die an strategischen Stellen im Stadtgebiet aufgebaut werden. Spätestens im Dezember sollen alle sechs fertig und nutzbar sein, inklusive der sechs Ladestationen für E-Bikes und Pedelecs. Jede Anlage bietet 24 Fahrradabstellplätze, insgesamt sind es 144 Plätze.

Eine Abstellanlage wird an der Agentur für Arbeit in Verden aufgebaut, eine in der Friedrichstraße, die dritte in der Bürgermeister-Münchmeyer-Straße, die vierte Anlage kommt in die Eitzer Straße, Höhe Aller-Weser-Klinik. Weitere Abstellanlagen sind für die Straße Hinter der Mauer sowie an der Realschule in der Straße Trift vorgesehen. Informationen über die Vermietung der Plätze will die Verwaltung laut Fiebig in Kürze bekannt geben.

Auf Dörverdener Seite ist die Radzufahrt zur Brücke bereits teilweise fertig, etwa eine rund 70 Meter lange Strecke auf dem Deich. Die Strecke führt von Ahnebergen auf den Deich, dann links herum über die Wäternbrücke und dann über die Aller entlang der Eisenbahnbrücke. Sodann können die Radfahrer über eine direkte Radverbindung die Verdener Innenstadt, den Bahnhof sowie das Industriegebiet erreichen.

In den vergangenen Monaten hatte der Brückenschlag Schlagzeilen gemacht, weil das Millionenprojekt 822 000 Euro teurer wird als geplant. Wie berichtet, führen die Angebote der drei Unternehmen, die sich auf die zweite Ausschreibung der Stadt für den Bau der Brücke und den Wegebau auf den Bahndämmen beworben hatten, zu den gestiegenen Kosten. Auf die erste Ausschreibung hatte sich keine einzige Firma beworben. Im Juli hatte der Stadtrat trotz der Mehrkosten mehrheitlich für den Weiterbau votiert.

Durch den Bau der neuen Aller-Radbrücke entlang der Eisenbahnbrücke über Aller und Wätern sollen die Wege für Radfahrer kürzer und attraktiver werden. Dadurch wird die Fahrtzeit reduziert, sodass der Umstieg aufs Fahrrad, E-Bike oder Pedelec leichter fällt.

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