Dörverdener Selbstständige Rückgrat der Wirtschaft

Das erste Business-Frühstück der Gewerbetreibenden aus dem Aller-Weser-Dreieck ist ein voller Erfolg. Im März wählen sie einen neuen Vorstand.
13.02.2020, 17:16
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Rückgrat der Wirtschaft
Von Jörn Dirk Zweibrock

Eigentlich ist IT-Experte Michael Ufkes sonst nur im gesamten Bundesgebiet unterwegs, hat den lokalen Bereich eher vernachlässigt. Das erste Dörverdener Business-Frühstück hat ihm am Donnerstagmorgen nun Gelegenheit dazu gegeben, auch vor Ort neue Kontakte zu knüpfen. Und das konnte er reichlich tun, denn viele Gewerbetreibende waren der Einladung der Vereinigung der Dörverdener Selbstständigen (VdS) ins Café Baalk gefolgt. Kaffee und Brötchen boten den Unternehmern aus dem Aller-Weser-Dreieck ein gutes Forum, um sich einmal in aller Ruhe angeregt auszutauschen.

Mit einer Arbeitslosenquote von knapp über vier Prozent herrscht im Landkreis Verden momentan fast Vollbeschäftigung. Viele Kaufleute wissen daher aus eigener Erfahrung, dass es mittlerweile immer schwieriger wird, geeignete Mitarbeiter zu finden. Nach Aussage des Verdener Jobcenters betrifft der Personalmangel längst nicht mehr nur Fachkräfte, sondern ist inzwischen bereits im Helferbereich angekommen.

Doch bevor neue Mitarbeiter eingestellt werden können, muss natürlich erst einmal eine passende Niederlassung her. Große Hoffnungen setzte Dörverdens Wirtschaftsförderer Günter Ebenthal beim Business-Frühstück in die Entwicklung des Gewerbe- und Industrieparks in Barme. Eine neue Rechtsprechung zwingt die Gemeinde aber erst dazu, die Lärm-Kontingente für das Areal neu festzulegen. „Ich hoffe, dass wir den Satzungsbeschluss in diesem Jahr neu fassen können“, erläuterte Dörverdens Bürgermeister Alexander von Seggern den Unternehmern. Für das geplante Regenrückhaltebecken und den aus dem Aushub entstehenden L-förmigen Lärmschutzwall lägen bereits die Baugenehmigungen vor. Die Errichtung der zickzackförmig verlaufenden Erschließungsstraße gegenüber dem Anschlussohr verhindert derzeit noch ein laufendes Normenkontrollverfahren. Weil für das Areal demzufolge noch nicht die rechtlichen Rahmenbedingungen vorliegen, können sich dort folglich noch keine sogenannten gleisaffinen Betriebe niederlassen.

Während Barme noch ein wenig auf sich warten lässt, sind jedoch bereits ab sofort voll erschlossene Gewerbeflächen in Dörverden verfügbar. Und zwar im 1,4 Hektar großen Gewerbegebiet Brocksfeld am südlichen Ortsausgang. Der Wendehammer befindet sich dort noch im Ausbau. Ebenthal und von Seggern sicherten ansiedlungswilligen Betrieben beim Business-Frühstück ihre Unterstützung zu.

Einer, der sich in der Gemeinde Dörverden niederlassen will, ist Bernd Wiesing aus Hämelhausen. Der Fuhrunternehmer sucht derzeit noch nach einem Standort für eine Halle. Heinz Heckmann hat sich hingegen schon mit seiner Kaffeemarke im Hülsener Gewerbegebiet etabliert. Rund 60 Mitgliedsbetriebe zählt die Vereinigung der Selbstständigen momentan. Von Seggern bezeichnet die kleinen und mittelständischen Unternehmen aus dem Aller-Weser-Dreieck immer gerne als „Rückgrat der Dörverdener Wirtschaft“.

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr können sie auch in diesem Jahr, sprich am Sonntag, 24. Mai, beim Dörverdener Dreierlei den Bürgern wieder ihr gesamtes Leistungsspektrum vorstellen. Die Kombination aus Spargelmarkt, Frühlingsfest und regionaler Gewerbeschau hat 2019 sage und schreibe 2500 Besucher auf das Gelände des Dörverdener Kulturgutes Ehmken Hoff gelockt.

Nachdem Ursula Fischer ihren Vize-Vorstandsposten niedergelegt hat, ist dieses Amt aktuell bei der VdS vakant. Neu gewählt wird während der Jahreshauptversammlung am Mittwoch, 18. März.

„Mir hat diese Runde etwas gegeben, ich fühle mich hier gut aufgehoben“, sagte Heckmann nach dem ersten Dörverdener Business-Frühstück im Café Baalk. Sollte das Angebot weiterhin so gut angenommen werden, plant der Vorstand um VdS-Chef Nicki Wiesing, quartalsweise ein solches Frühstück mit abwechselnden Referenten auszurichten. Gemüseabo-Inhaber Walter Franzmeier (Telefon 0 42 34/ 9 42 57 90) regte außerdem die Ausrichtung eines Nachhaltigkeits-Frühstückes an. Unternehmer könnten sich dann beispielsweise über die Erstellung einer Kohlendioxid-Bilanz für ihre Betriebe austauschen.

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