Zuwachs im Wolfcenter Dörverden Alpakas finden neues Zuhause

13 Alpakas sind Ende vergangenen Jahres in einen Teil des Dörverdener Wolfcenters eingezogen. Farmer Torsten Lorenz hütet die Herde – und bietet Wanderungen mit den Andentieren an.
11.01.2021, 16:56
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Björn Hake (Fotos) und Jörn Dirk Zweibrock (Text)

Pumba ist der Frauenschwarm. „Von seinen großen Augen und langen Wimpern ist sofort fast jede Dame fasziniert“, weiß Torsten Lorenz. Ende vergangenen Jahres ist er mit seiner „Männer-WG“, 13 Alpaka-Hengsten, in einen Teil des Dörverdener Wolfcenters eingezogen. Dank dieser tierischen Verstärkung mausert sich der Wildpark in der Nähe der Bundesstraße 215 immer mehr zu einem kleinen Zoo. Erst im Sommer hatte dort Falkner Roland Werner mit seinen Greifvögeln eingecheckt. Uhu Frieder, Sakerfalke Lisa, Turmfalke Kim und Wüstenbussard Jonny gehören inzwischen zu den Besucherattraktionen. Und nun also die Andentiere mit den tollen Frisuren. Das Besondere: Farmer Torsten Lorenz bietet mit seinen vierbeinigen Freunden mehrstündige geführte Alpaka-Wanderungen durch den benachbarten Barmer Wald an. Aber auch für romantische abendliche Picknicke mit ganz viel Streicheleinheiten oder Tierpatenschaften können sich Alpaka-Freunde anmelden.

Alles Jungs? Kriegen die sich nicht manchmal in die Haare? „Nein, sie sind die besten Freunde und bekommen bald sogar noch Verstärkung“, verrät der „Alpaka-Vater“. Eine Stute würde die Herde nur aufmischen, denn weibliche Alpakas sind permanent empfänglich. Leittier der Herde ist der schneeweiße Bam-Bam (7). Lamas sind im Vergleich zu Alpakas fast doppelt so groß und natürlich auch umso kompakter. Was steht eigentlich auf dem Speiseplan der Andentiere? „Wasser, Heu und Mineralien“, verrät Torsten Lorenz, der seine Farm unter dem Namen Lorenzos Land betreibt. Klingt irgendwie nach einem feurigen südländischen Liebhaber und reiht sich somit bestens in die Riege der Herzensbrecher ein. Die Lebenserwartung der Tiere beträgt übrigens rund 20 Jahre.

Nach einem Besuch auf dem Alpaka-Hof in Altenwahlingen war es um Lorenz geschehen, er hängte damals seinen Job an den Nagel und begann damit, seinen Traum zu leben, sprich Alpakas zu halten. Dafür hat er eigens eine Sachkundeprüfung in Sachsen abgelegt. „Lässt sich mit einem Alpaka-Führerschein vergleichen“, erzählt er lachend. Und weiter: „Die Tiere sehen dich an und schon bist du verzaubert“, schwärmt der Wahl-Dörverdener von der Ruhe und Gelassenheit, den seine neuen besten Freunde ausstrahlen. Hand aufs Herz – wissen Alpakas eigentlich um ihre tollen Frisuren und brezeln sich vielleicht eigens mit ein wenig Heu im flauschigen Fell für die Damenwelt auf? „Sie können sich doch selbst nicht sehen“, nimmt Lorenz allen Vermutungen, dass die Tiere eitel sein könnten, sofort den Wind aus den Segeln.

Die pflegeleichten und anspruchslosen Tiere seien darüber hinaus auch sehr reinlich. Im Gegensatz zu Ziegen und Schafen würden sie jeweils eine feste Kotstelle aufsuchen. Die weit verbreitete Annahme, dass Alpakas nicht spucken, ist laut Torsten Lorenz jedoch eine Mär. „Alpakas können sehr wohl spucken, allerdings nur innerhalb der Gruppe, wenn sie der Futterneid befällt.“ Bedrohungen wehren die Andentiere ansonsten mit Tritten oder Beißverhalten ab.

Einmal im Jahr, meist im Mai, werden die Tiere geschoren. „Anschließend sind sie kaum wiederzuerkennen. Geschoren wirken sie noch graziler als Rehe“, erzählt der Farmer. Das Wolfcenter muss zwar Pandemie-bedingt geschlossen bleiben, mehr zur Alpaka-Farm gibt es aber unter www.lorenzos-alpakas.de.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+