Erste Hilfe am Vierbeiner Wenn der Hund in Not ist

Wohl jeder Hundebesitzer hofft, niemals an seinem Vierbeiner Erste Hilfe leisten zu müssen. Wenn es aber doch dazu kommt, ist guter Rat teuer. Im Landkreis Verden werden Erste-Hilfe-Kurse am Hund angeboten.
25.01.2021, 15:46
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Wenn der Hund in Not ist
Von Onno Kutscher

„Der DRK Kreisverband Verden ist stolz darauf, zukünftig Erste Hilfe am Hund zu schulen, sobald es die Lage der Corona-Pandemie zulässt. Wir fühlen uns zu Erste Hilfe am Hund verpflichtet, weil wir mit unserer Rettungshundestaffel des DRK-Ortsvereins Emtinghausen-Bahlum die Hunde für den Menschen im Einsatz haben. Somit ist es für uns der logische Umkehrschluss, dass wir alles für die Erhaltung und für die Wiederherstellung der Gesundheit der Hunde leisten“, sagt Jörg Bergmann, Präsident DRK-Kreisverband Verden. Jeder Besitzer eines Hundes hofft, dass er niemals in die Situation kommt, an seinem Vierbeiner Erste Hilfe leisten zu müssen. Leider sei das prozentual gesehen aber ähnlich oft der Fall, wie beim Menschen, erklärt das DRK.

Demnach kommt es auch bei Hunden täglich zu Erkrankungen und Verletzungen, die sogar eine Herz-Lungen-Wiederbelebung notwendig machen können. „Das ist dann dieser eine Moment, den jeder Hundebesitzer auf keinen Fall erleben möchte. Wenn dieser Fall aber dennoch eintritt, können Frauchen und Herrchen nur helfen, wenn sie genau wissen, was am Hund zu tun ist. Sprich, die Grundvoraussetzung, adäquat helfen zu können, ist ausschließlich der Erste-Hilfe-Kurs am Hund. Mit Erste Hilfe am Menschen hat das nicht viel gemeinsam, weil die anatomischen Ansatzpunkte am Hund gänzlich unterschiedlich sind. Gleiches gilt für die Kommunikation“, sagt Gerd-Holger Siebert, Leiter der DRK-Rettungshundestaffel Emtinghausen-Bahlum und Ausbilder für Erste Hilfe am Hund.

Schulung passender Maßnahmen

Der Aufbau des Erste-Hilfe-Kurses am Hund ist mit dem am Menschen identisch. Zunächst wird auf Laienhelferebene die Anatomie, in diesem Fall die des Hundes, erklärt. Auf dieser Basis werden dann verschiedene Erkrankungs- und Verletzungsbilder besprochen und die passenden Erste-Hilfe-Maßnahmen geschult sowie praktisch am lebenden Hund angewendet, der bei jedem Kurs fester Bestandteil des Ausbilderteams ist. „Für die Herz-Lungen-Wiederbelebung haben wir einen speziellen Hundedummy beschafft, der analog zu den menschlichen Erste-Hilfe-Puppen funktioniert und den gleichen Lerneffekt bietet“, erklärt Kirsten Siebert, Ausbilderin für Erste Hilfe am Hund. Am Ende des Kurses erhalten die Teilnehmer ein Gesamtbild zur Erhaltung der Gesundheit ihres Hundes.

In einer Feedbackrunde stellen sich die Ausbilder den Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auf einem anderen Level bietet der DRK-Kreisverband Verden die Erste Hilfe am Hund auch für Tierarztpraxen an. Dort liegt der Fokus etwas intensiver auf der Herz-Lungen-Wiederbelebung am Hundedummy. „In diesem Zusammenhang hoffen wir zudem, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tierarztpraxen derartig für die Erste Hilfe am Hund zu begeistern, dass wir den ein und anderen für unser ehrenamtliches Ausbilderteam gewinnen“, sagt Gerd-Holger Siebert.

Steigende Nachfrage

„Die Nachfrage nach Erste-Hilfen-Kursen am Hund nahm in den vergangenen Jahren stetig zu. Nachhaltig entscheidend sind aber immer die Faktoren Manpower und Finanzierung. In Gerd-Holger und Kirsten Siebert haben wir zwei Ausbilder gefunden, die sich mit hoher Professionalität maximal für den Hund begeistern und mit sehr viel Idealismus dabei sind“, resümiert Dirk Westermann, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Verden.


Interessenten für einen Erste-Hilfe-Kurs am Hund melden sich per E-Mail an info@rotkreuz-verden.de oder informieren sich unter www.rotkreuz-verden.de. Aufgrund der Corona-Pandemie werden aktuell nur Fragen zu den Kursinhalten beantwortet. Termine werden auf der Homepage veröffentlicht.

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