Klimaschutz

Projekt für die Zukunft

Die EU fördert ein Klimaschutzprojekt der Aktionsgruppe Aller-Leine-Tal, zu der auch Dörverden und Kirchlinteln gehören. Ziel ist, Klimaschutz und Landwirtschaft zu vereinen.
28.07.2021, 13:42
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Von Andreas Becker
Projekt für die Zukunft

Vor allem in den vergangenen Jahren war die Trockenheit für die hiesigen Landwirte ein großes Problem.

DPA/Jens Büttner

Die trockenen und heißen Sommer der vergangenen Jahre und ihre Folgen für die Bauern sind noch in guter Erinnerung. Jetzt bringt die Lokale Aktionsgruppe (LAG) des Aller-Leine-Tals ein dazu passendes Projekt aus dem Themenfeld Klimaschutz auf den Weg. Es geht dabei um Klimafolgenanpassung in der Landwirtschaft. Die Mitglieder der LAG, darunter die Gemeinden Kirchlinteln und Dörverden, haben in einer virtuellen Sitzung den Beschluss zu dem Antrag mehrheitlich zugestimmt, so dass insgesamt 80.000 Euro an Leader-Fördermitteln in das Projekt fließen. Das teilt Lisa Hitzmann vom Leader-Regionalmanagement mit. Leader ist ein Förderprogramm der Europäischen Union für den ländlichen Raum.

Das neue Projekt sieht vor, eine Lösung zu entwickeln, um Klimaschutz(ziele) und Landwirtschaft zu vereinen und ein Pilotprojekt im Aller-Leine-Tal umzusetzen. Das Vorhaben wird von mehreren Instituten wissenschaftlich begleitet und ausgewertet, um die Ergebnisse aufzubereiten und für weitere Interessenten verfügbar zu machen.

Landesweite Befragung

Auch hat die LAG das Ende der EU-Förderperiode 2014-2020 zum Anlass genommen, eine Bilanz zu ziehen und erste Blicke in die Zukunft zu werfen. Insgesamt ist die LAG mit dem Leader-Prozess in ihrer Region sehr zufrieden. Der Leader-Gedanke der regionalen Zusammenarbeit verschiedener Akteure und Gruppen wird im Aller-Leine-Tal gelebt. Die Werte einer landesweiten Befragung aller beteiligten Regionen liegen fast alle im Durchschnitt oder besser. Einzelne Befragungsergebnisse zeigen auf, wo noch Verbesserungsbedarf besteht, zum Beispiel ein stärkerer Einbezug der Landwirtschaft oder die Region in ihrer Gesamtheit noch mehr in den Vordergrund zu stellen.

Nach weiteren Analysen zur Evaluierung konnten die LAG-Mitglieder einen Ausblick auf die kommende Leader-Förderperiode richten: Bereits im September fällt der Startschuss für die Ausarbeitung der regionalen Entwicklungskonzepte in den beteiligten Regionen. Bis Ende April nächsten Jahres müssen diese dem Land Niedersachsen vorliegen. Geplant ist, dass der Prozess im Januar 2023 mit der Umsetzung erster Projekte starten kann. Auch das Aller-Leine-Tal möchte sich in seinem bestehenden Gebiet erneut als Leader-Region bewerben. Dazu wird es wieder öffentliche Beteiligungsangebote geben, sodass jede Bewohnerin und jeder Bewohner des Aller-Leine-Tals die Möglichkeit erhält, sich am regionalen Entwicklungsprozess zu beteiligen und Ideen sowie Vorschläge zur weiteren Gestaltung der Region einzureichen.

Prioritäten diskutieren

Die LAG-Mitglieder haben die zunehmend konkreter werdenden Pläne für die kommende Förderperiode zum Anlass genommen, erste Themen und Prioritäten für die Zukunft zu sammeln und zu diskutieren. "Der rote Faden Energie, der die laufende Förderperiode geprägt hat, konnte sich bewähren", zieht Lisa Hitzmann vom Leader-Regionalmanagement ein positives Fazit. Als Schwerpunkte seien neben Ideen aus dem Bereich Umwelt/Klima auch Ideen aus den Themenbereichen Gesundheit, Ehrenamt, Dorfleben, Versorgung und Infrastruktur sowie (nachhaltiger) Tourismus gesammelt und diskutiert worden. Die Themenvorschläge dienen als Grundlage für den öffentlichen Beteiligungsprozess für die Erstellung der neuen regionalen Entwicklungskonzepte.

Umsetzungsreife Projektvorschläge, deren Förderung in der nächsten Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe beraten werden sollen, nimmt Lisa Hitzmann entgegen. Wer Interesse hat, sich zu beteiligen, kann sich in den Verteiler aufnehmen lassen. Das Leader-Regionalmanagement ist unter Telefon 05 11/59 09 74 30 sowie per Mail an hitzmann@koris-hannover.de zu erreichen.

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