Leichtathletik

Bei der WM verlaufen, in Weyhe gewonnen

Christian Siedlitzki verschafft sich nach einem Patzer bei der Aquathlon-Weltmeisterschaft Erleichterung mit seinem Sieg bei der neunten Auflage des Weyher Duathlons.
07.05.2019, 17:13
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Bei der WM verlaufen, in Weyhe gewonnen
Von Patrick Hilmes
Bei der WM verlaufen, in Weyhe gewonnen

Beging bei der WM einen fatalen Fehler: Christian Siedlitzki.

FR

Weyhe. „Das war Balsam für meine Seele.“ Christian Siedlitzki war erleichtert, hatte er doch den Sieg bei der neunten Auflage des Weyher Duathlons davongetragen. Warum dieser Triumph für Erleichterung beim Armsener Leichtathleten sorgte – wenige Tage zuvor hatte er ein Erlebnis negativer Art, dass er zuvor noch nie hatte.

Christian Siedlitzki startete für sein Heimatland Österreich bei den Multisport-Weltmeisterschaften in Pontevedra (Spanien) im Duathlon sowie im Aquathlon. Seine Ambitionen waren hoch, so wollte Siedlitzki im Duathlon WM-Gold ergattern. Doch das gelang mit Platz vier nicht. „Man will immer Erster werden. Dennoch bin ich mit meiner Leistung zufrieden gewesen“, betonte Siedlitzki. Warum er jedoch Balsam für seine Seele benötigte, war auf die Aquathlon-WM zurückzuführen. „Das ist ganz blöd gelaufen, da ist mir etwas passiert, was mir in meinen 54 Jahren noch nicht passiert ist.“ Nach Runde eins von zweien kam Siedlitzki an den Wendepunkt, überholte noch einen Konkurrenten und wollte dann weiter durchstarten. Das Problem: „Anstatt in den kleinen Einlaufkanal für die zweite Runde, bin ich in den Kanal eingelaufen, der zur Ziellinie führte.“ Als er das bemerkt hatte, lagen bereits 200 Meter hinter ihm. Er hätte zurück und den richtigen Kanal wählen müssen. „Das hätte mich aber alles insgesamt rund anderthalb Minuten gekostet, das hätte keinen Sinn mehr gemacht“, erzählte Siedlitzki. Daher stieg er aus. Dabei lag der 54-Jährige gut im Rennen. „So um Platz fünf wäre es am Ende wohl geworden“, vermutete Siedlitzki.

Daher rührt die Erleichterung nach dem Sieg in Weyhe. Aufgrund der WM-Strapazen entschied er sich dort für die Sprint-Distanz. Nach 58,56 Minuten überquerte Siedlitzki die Ziellinie und verwies damit seine Konkurrenten deutlich auf die weiteren Plätze – Balsam für seine Seele.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+