Café im Lintler Krug Die nächste Hürde ist gemeistert

Nun hat sich auch der Verwaltungsausschuss für die Einrichtung eines Gastronomiebetriebs im Lintler Krug ausgesprochen. In der kommenden Woche ist das Projekt im Gemeinderat Thema.
05.10.2021, 14:55
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Die nächste Hürde ist gemeistert
Von Marie Lührs

Die Pläne, ein Café oder Restaurant im Kammerfach des Lintler Krugs einzurichten, haben sich weiter durch die Kirchlintler Lokalpolitik gearbeitet. Im Ausschuss für Jugend und Soziales nutzten alle Fraktionen die Gelegenheit, sich öffentlich noch einmal für das Vorhaben auszusprechen, ehe es in den nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss ging. Doch ganz in trockenen Tüchern ist der Umbau des Kammerfachs noch nicht. 

"Der Verwaltungsausschuss hat dem Projekt grundsätzlich zugestimmt", erzählt Bürgermeister Wolfgang Rodewald (parteilos). Vorbehaltlich aller Genehmigungen könne es also bald losgehen. "Den Mietvertrag haben wir schon." Unterschrieben sei er allerdings noch nicht. Diese Aufgabe werde er selbst auch nicht mehr übernehmen, stattdessen werde sein Nachfolger Arne Jacobs (CDU), der die Amtsgeschäfte ab November übernimmt, dafür seinen Füller zücken.

Aktuell muss Jens Dreger, der das Projekt mit dem Inklusionsunternehmen Sirius umsetzen möchte, eine Bauvoranfrage beim Landkreis stellen. Damit sollen Fragen zum Brandschutz, aber auch zu anderen Auflagen geklärt werden. 

Kammerfach im Rohbauzustand

Die Gastronomie soll in dem etwa 100 Quadratmeter großen Kammerfach entstehen, das sich aktuell noch im Rohbauzustand befindet. Neben dem Innenraum sollen auch die gepflasterte Terrasse hinter dem Gebäude und eine Teilfläche des Gartens in der wärmeren Jahreszeit für Außenangebote (Biergarten) genutzt werden.

Vor drei Jahren hat Jens Dreger bereits mit den Planungen für das Cafés begonnen. Das Besondere an der Einrichtung wird der inklusive Hintergrund sein. Menschen mit und ohne Handicap sollen Seite an Seite arbeiten. Entsprechende Förderanträge bei der Aktion Mensch und anderen Institutionen habe er bereits auf den Weg gebracht. 

Vorgesehen ist ein neunköpfiges Team. Vier der Beschäftigten werden ein Handicap haben. Doch bis die erste Bestellung über den Tresen geht, wird es noch ein wenig dauern. Dreger geht von sechs Monaten Bauzeit aus. "Der Estrich muss rein", erläuterte er bei einer Besichtigung des Kammerfachs. Außerdem soll der Raum geteilt werden. Zur Straße hin wird eine Küche eingebaut, für die es einer geeigneten Stromversorgung bedarf. Eine Bar schließt sich an die Küche an. 35 Innenplätze sind in Planung. Weitere werde es auf dem Außengelände geben, sagte Dreger. Auch Heizung und Beleuchtung braucht es noch. 

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Nach Möglichkeit sollen in der Küche lokale Produkte zum Einsatz kommen. Kooperationen mit Bäckereien und landwirtschaftlichen Betrieben aus der Gemeinde könne er sich gut vorstellen. Die Karte soll dementsprechend auch durch saisonale Gerichte glänzen und mehr als nur Kaffee und Kuchen bieten. Auch bei den Handwerkern möchte Dreger auf lokale Kräfte setzen.

In den ersten Jahren wird das Café oder Restaurant durch Fördergelder gestützt, dann soll es sich selbst tragen. "Dafür braucht man natürlich einen langen Atem", räumt Rodewald ein. Und auch treue Kundschaft wird das Lokal brauchen. "Ich hoffe sehr auf die Kirchlintler, denn wenn keiner hingeht, ist das schlecht." In der Vergangenheit hätten es Gastronomen in der Gemeinde schwer gehabt, Fuß zu fassen.

Thema im Gemeinderat

Am nächsten Donnerstag wird sich auch der Gemeinderat noch einmal mit dem Vorhaben befassen. Er tagt in der Sporthalle der Schule am Lindhoop. Die Sitzung beginnt um 19.30 Uhr. Bis zu 50 Interessierte haben die Möglichkeit, sich anzuschließen. Sie müssen jedoch eine Impfung, eine Genesung oder das negative Ergebnis eines tagesaktuellen Tests nachweisen. Beim Betreten und Verlassen der Sporthalle müssen Mundnasenmasken getragen werden, die am Sitzplatz abgenommen werden können. 

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