Neue Internetseite Hohenaverbergen geht online

Auf einer Internetseite können sich die Hohener nun über Veranstaltungen in ihrer Ortschaft informieren. Das Ehepaar Hauschild hat die Onlinepräsenz in Eigenregie erstellt.
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Von Marie Lührs

Nicht immer ist es leicht, aus der Ferne in ein Dorf zu ziehen und dort schnell Anschluss zu finden. Offenheit und Kinder sind oft der Schlüssel zum Erfolg. So klappte es auch bei Sofie und Jens Hauschild. Dafür, dass sie nach ihrem Zuzug nach Hohenaverbergen so schnell Anschluss gefunden haben, bedanken sie sich bei der Dorfgemeinschaft nun in ungewöhnlicher Form: mit einer Internetseite.

„In Hohenaverbergen ist sehr viel los“, erzählt Sofie Hauschild. Per Mundpropaganda, Flyern und Aushängen werde über anstehende Termine häufig informiert. Dass das vielleicht nicht genug ist, stellte das Ehepaar fest, als sie Veranstaltungen versäumten, weil sie die Flyer zwischen der Post übersehen oder verloren hatten. Eine Lösung sollte her und die ist seit dem Sommer unter www.hohenaverbergen.de zu finden.

Der Weg zur fertigen Internetpräsenz war allerdings lang. Denn sich die Internetadresse zu sichern, erwies sich als gar nicht so einfach. Wie viele andere Domains mit Ortsnamen war er vergeben, aber ungenutzt. Über 10 000 Euro sollte sie zunächst für die Übernahme zahlen, erzählt Sofie Hauschild. Eindeutig zu viel. Es gebe kein Unternehmen und keine Marke mit dem Namen Hohenaverbergen, argumentierte sie dafür, dass die Domain keineswegs so viel Geld wert sei. Selbst, wenn jeder der rund 950 Bewohner von Hohenaverbergen einen Euro beigesteuert hätte, hätte es nicht für den Kauf gereicht. Mit jeder Woche, die verstrich, kam der Anbieter ihr ein Stück entgegen. Bis sie den Domain-Inhaber jedoch auf die von ihr als Höchstsumme gebotenen 80 Euro heruntergehandelt hatte, vergingen anderthalb Monate. Doch dann konnte es endlich losgehen.

Auf der Internetseite sollten sämtliche Veranstaltungen im Dorf aufgeführt werden, lautete der Plan. Jeder Termin sollte zudem mit weiteren Infos ergänzt werden. Wer kann mitmachen? Wann geht es los? Wo findet es statt? Antworten sollte das Internet bieten. „Es ist schwer, eine Idee zu verkaufen“, erklärt Jens Hauschild die Herangehensweise. Und so erstellte seine Frau, die Programmiererin ist, die Internetseite, schon bevor die Vereine mit ins Boot geholt wurden. Inzwischen bekommen die Hauschilds von verschiedensten Institutionen Mails mit Veranstaltungen, die auf die Webseite gestellt werden sollen. „Es passiert wirklich viel im Dorf“, sind beide begeistert. Zwei bis drei Veranstaltungen gebe es pro Monat. Und nicht nur Events auf Hohener Boden sind für sie von Belang. Auch was in der Nachbarschaft passiert, ist relevant. „Alle Kinder gehen in Luttum zur Schule“, nennt die Programmiererin ein Beispiel. Auch der TSV Lohberg sitze zwar im Nachbarort, sei aber auch der Sportverein der Hohener.

Auch wenn der Terminkalender den Kern der Internetseite bildet, hält sie noch einiges anderes bereit. Aktuelle Neuigkeiten, wichtige Kontakte, die Historie der Ortschaft und Fotoalben sind dort ebenfalls zu finden. Wenn Hohenaverbergen im kommenden Jahr sein 700-jähriges Bestehen feiert, soll das Jubiläum natürlich auch auf der Internetseite ausführlich gewürdigt werden, finden die beiden Initiatoren. Gleiches gilt für den Schützenverein, der 2020 hundert Jahre alt wird.

Rund 20 mal wird die Internetseite täglich geklickt. Stehen besondere Veranstaltungen an, schnellen die Zahlen auch weiter nach oben. Theoretisch könne jeder die Seite mit mehr Leben füllen, erklärt Jens Hauschild. Die Registrierung dafür sei ganz einfach. Trotzdem können Veranstaltungen und ähnliches auch weiterhin per E-Mail oder ganz klassisch per Flyer bei ihnen eingereicht werden. Die Einträge werden regelmäßig aktualisiert, und wenn eine Veranstaltung ausfällt, ist auch diese Nachricht zu finden. „Wir haben durch die Arbeit wirklich viel über das Dorf gelernt“, freut sich Jens Hauschild.

Dass das Paar, das inzwischen zwei Kinder hat, überhaupt nach Hohen gezogen ist, ist reiner Zufall. Auf der Suche nach Bauland fern von Eisenbahnschienen, Autobahnen, Schnellstraßen und Windanlagen wurden sie in Hohenaverbergen fündig. Seit 2015 wohnen sie dort und genießen die Landluft.

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