Leichtathletik

Medaille Nummer elf für Christian Siedlitzki

Christian Siedlitzki hat es wieder einmal geschafft. Der in Armsen lebende Österreicher schnappte sich bei der Duathlon-Europameisterschaft die Bronzemedaille.
10.03.2020, 16:15
Lesedauer: 2 Min
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Medaille Nummer elf für Christian Siedlitzki
Von Patrick Hilmes
Medaille Nummer elf für Christian Siedlitzki

Christian Siedlitzki (rechts) erkämpfte sich bei der Duathlon-EM den dritten Platz.

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Er hat es wieder geschafft: Christian Siedlitzki hat sich seine insgesamt elfte Medaille seiner Karriere bei Welt- und Europameisterschaften geschnappt. Im spanischen Punta Umbria bei der Duathlon-Europameisterschaft gesellte sich nun Bronze zur Sammlung des in Armsen lebenden Österreichers hinzu.

Doch seine Hoffnungen auf Edelmetall hatte Siedlitzki zwischenzeitlich schon begraben. Bereits vor dem Wettbewerb hatte der Leichtathlet Probleme. Der Ischiasnerv meldete sich beim Österreicher und bereitete ihm Schmerzen im rechten Bein. Sein Physiotherapeut vor Ort leistete jedoch gute Arbeit, sodass Siedlitzki an den Start gehen konnte. 33 Starter aus sechs Nationen in seiner neuen Altersklasse (M55-59) taten es ihm gleich.

Doch von Beginn an meldete sich wieder der Ischiasnerv. „Das Laufen wurde zur Tortur und das hohe Anfangstempo verschlimmerte mein Problem noch. Doch aufgeben war keine Option“, berichtete Siedlitzki. Ihm gelang mit 16:41 Minuten dennoch eine starke Zwischenzeit nach fünf Kilometern. Zusammen mit Antonio Fernando Horta aus Portugal wechselte er auf das Fahrrad. Doch bereits dabei verlor der Österreicher den Anschluss an den Portugiesen. „Fehler und Unkonzentriertheiten, die sonst nie passieren, sind Folgeerscheinungen, wenn man sich nicht fit fühlt. Ich hatte Probleme mit dem Helmverschluss und verlor wertvolle Zeit. Ein fataler Fehler bei einem Windschattenrennen“, haderte Siedlitzki. Somit fuhr der Armsener die ersten Kilometer alleine, was ihn viel Substanz kostete. Im Verlauf des Rennens holte ihn dann die Verfolgergruppe ein, in der sich auch die weiteren Medaillenanwärter tummelten.

Anschließend stand der erneute Wechsel zum Lauf an. Siedlitzki war Teil einer Zehnergruppe und sah seine Chancen auf Edelmetall gegen null gesunken. „Spätesten dann hatte ich eigentlich meine Medaillenhoffnungen begraben.“ Doch der Österreicher biss auf die Zähne und bewältigte die abschließenden 2,5 Kilometer in 10:18 Minuten. Seine Zeit von insgesamt 1:00:40 Stunden bedeuten für ihn den nicht mehr für möglich gehaltenen dritten Platz. „Als ich die Ziellinie als Dritter überquerte, musste ich meinen Gefühlen freien Lauf lassen.“

Unter anderen Umständen hätte er sich eventuell geärgert, war Silber doch nur sieben Sekunden entfernt. „Das war mir zu diesem Zeitpunkt aber egal, die Freude über Bronze war größer“. Silber ging in 1:00:33 Stunden an den Spanier Juan Luis Maiza Begiristain, Gold schnappte sich der Portugiese Horta, der als einziger Teilnehmer in dieser Altersklasse unter einer Stunde blieb – 59:43 Minuten.

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