TSV Lohberg

Neuer Unterstand für Schwarz-Gelb

Über ein Jahr hat es bis zur Fertigstellung des neuen Unterstands nebst Geräteraum und kleiner Umkleidekabine gedauert. Fortan können die Sportlerinnen und Sportler des TSV Lohberg diesen täglich nutzen.
08.06.2021, 17:01
Lesedauer: 3 Min
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Neuer Unterstand für Schwarz-Gelb
Von Philipp Zehl
Neuer Unterstand für Schwarz-Gelb

Sportwart Fynn Bohlmann, Vorsitzende Heidi Frede (vorne), Fabian Otten (Trainer Ü32) und Pressewart Steffen Lühning (von links nach rechts) präsentieren den neuen Unterstand, in dem viel Eigenleistung steckt.

Björn Hake

Während der Spielbetrieb und das Training der Sportlerinnen und Sportler vergangenen Monaten geruht haben, hat der TSV Lohberg die Corona-bedingte Zwangspause genutzt und den bisherigen Unterstand neben dem Hauptspielfeld abgerissen und einen neuen gebaut.

Der Neubau sei zwingend notwendig gewesen, wie die Vorsitzende Heidi Frede erzählt. "Der alte Unterstand war zu gefährlich", schildert sie den Hauptgrund. Neben Rissen im Mauerwerk habe auch das ehemalige Waldgrundstück, auf dem der jetzige Sportplatz gebaut wurde, eine Rolle gespielt: Nachdem man vor etlichen Jahren die Bäume abgeholzt hatte, wurden die Baumstümpfe in ein gegrabenes Loch geworfen, das sich unterhalb des alten Unterstandes befand. Als sich im Laufe der Jahre die Stümpfe auflösten, sackte das Fundament des Gebäudes immer wieder ab, sodass ständig ausgebessert werden musste.

Dementsprechend habe der Vorstand des Vereins bereits vor fünf Jahren den Plan gefasst, einen Neubau zu errichten. Jedoch sei er frühzeitig vom Kreissportbund (KSB) darauf aufmerksam gemacht worden, die Kosten des Projektes neu zu kalkulieren, erklärt Frede. Daraufhin musste die Höhe der zu erbringenden Eigenleistung des Vereins angehoben werden. Knapp zehn Prozent mehr seien veranschlagt worden, sodass erst vor rund einem Jahr mit dem Neubau begonnen wurde.

Über 47.000 Euro Baukosten

Anstelle von 45.000 Euro habe das gesamte Projekt über 47.000 Euro gekostet. "30 Prozent der Kosten hat der Landessportbund (LSB), 25 Prozent der Landkreis Verden und 37 Prozent die Gemeinde Kirchlinteln übernommen", erklärt die Vorsitzende. Die restliche Summe, laut Frede knapp 10.000 Euro, habe der Verein getragen.

Umso tatkräftiger mussten die Vereinsmitglieder mit anpacken, um ihren Anteil an Eigenleistung zu erbringen. Die Stromleitungen wurden von den Mitgliedern gelegt und später fachmännisch abgenommen, erklärt Fabian Otten, Trainer der Ü32 des Vereins. Andere Mitglieder pflasterten den Unterstand. Jedoch konnten wegen der Pandemie die Mitglieder lediglich einzeln am Neubau mitwirken. Mit 15 Helfern gleichzeitig wäre alles deutlich schneller gegangen, ergänzt Otten.

Neben dem Unterstand für die Zuschauer sind im benachbarten gemauerten Gebäude drei Räume für die Fußballer und andere Sparten des Vereins vorhanden. Während ein Bereich als Raum für die Trainingsutensilien dient, wurde ein anderer zu einer kleinen Umkleidekabine umgestaltet. Dafür habe der Verein den bisherigen Ballraum etwas verkleinert.

Nutzung der Umkleide und Duschen untersagt

Diese Kabine direkt am Sportplatz sei derzeit sehr wichtig, ergänzt Heidi Frede. Da die ursprünglichen Umkleidekabinen der Fußballer des Vereins Schuleigentum sind, dürfen die Kicker laut der aktuellen Verordnung sowohl Umkleide- als auch Duschräume nicht benutzen. Duschen sei erlaubt, sofern diese Vereinseigentum seien, ergänzt Steffen Lühning.

Zusätzlich steht die Halle der Schule aufgrund fehlender durchgängiger Lüftung dem Verein derzeit nicht zur Verfügung. "Die Fenster der Halle schließen bei Regen automatisch", erklärt Lühning und verweist auf die Regensensoren an den Fenstern. Deshalb habe die Gemeinde bei der Sporthallennutzung Bedenken. Er hoffe, dass zeitnah eine Lösung gefunden werde, da alle anderen Sportarten des Vereins bislang mit den jeweiligen Turngeräten nach draußen ausweichen müssten.

Sie habe deswegen bereits ein Gespräch mit Wolfgang Rodewald, Bürgermeister der Gemeinde Kirchlinteln, geführt, erzählt Frede. Jedoch seien der Gemeinde die Umbaukosten zu hoch. "Derzeit sehe ich für die Hallennutzung schwarz", betont sie. Wegen des Nutzungsverbotes der Halle seien viele der Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis acht Jahren zum Fußball gewechselt. "40 Kinder haben wir derzeit in dem Bereich", erklärt Frede.

Sportplatz in Luttum wurde umgestaltet

Der neue Unterstand des TSV Lohberg steht direkt am Hauptplatz des Vereins.

Foto: Björn Hake

Umso wichtiger sei die derzeitige Absprache zwischen den Übungsleitern hinsichtlich des Trainings. "Jedoch bekomme ich Magenschmerzen, wenn ich an den Winter denke", sagt Frede. Die Leidtragenden seien derzeit besonders die Teilnehmer des Eltern-Kind-Turnens, da deren Programm derzeit nicht stattfinde. Frede müsse die anrufenden Eltern bislang stets vertrösten.

Trotz des derzeitigen Nutzungsverbotes der Umkleiden sind die Fußballer froh, wieder kicken zu können. Weiter hoffen Fabian Otten und alle anderen Vorstandsmitglieder, dass die Inzidenz unter dem Wert von 35 bleibt. "Ab einem Wert von 35 herrscht eine Testpflicht". Dann werde der Trainings- und Spielbetrieb abgebrochen, weil der Verein eine Testpflicht nicht umsetzen könne. Dies sei ein zu hoher bürokratischer Aufwand, erklärt der Ü32-Trainer.

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