Erlebnisbad Verwell Im Zeichen der Schildkröte

Die neue Röhrenrutsche im Schwimmbad ist in Betrieb. Sie verfügt über viele technische Raffinessen.
24.07.2020, 17:19
Lesedauer: 2 Min
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Im Zeichen der Schildkröte
Von Jörn Dirk Zweibrock

Das Verdener Erlebnisbad Verwell ist um eine zusätzliche Attraktion reicher. Die neue Röhrenrutsche (Kostenpunkt 350 000 Euro) wurde dort am Freitagvormittag ganz offiziell von Stadtwerke-Chef Joachim Weiland in Betrieb genommen. Die 90 Meter lange Rutsche trägt den klangvollen Namen Tortuga, das spanische Wort für Schildkröte. Namensgeberin waren zwei langjährige Stammgäste – Katrin Möllmann aus Verden und Sandra Münster aus Walsrode. Über die sozialen Netzwerke und per E-Mail haben sich die beiden Wassernixen an der Namensfindung beteiligt und sind im übertragenen Sinne als erste durchs Ziel geschwommen. Beiden Frauen winkte dafür ein Wertgutschein in Höhe von jeweils 200 Euro.

Mehrere Hundert Namensvorschläge hat das Verwell-Team in den vergangenen Wochen auf allen Kanälen – analog und digital – erreicht. „Turtle klingt für eine Rutsche irgendwie zu lahm“, verriet Sandra Münster, warum sie sich statt für die englische Vokabel dann doch lieber für die spanische Variante von Schildkröte entschieden hatte.

Integrierter Zeitmesser

Die von einem Schweizer Spezialisten errichtete Röhrenrutsche verfügt über jede Menge technische Raffinessen. Vor dem Einstieg können die Badegäste beispielsweise ein Video (Dschungel, Tiefsee oder Überraschung) auf dem Bildschirm anwählen. Doch nicht nur das – spezielle Tageslicht-Effekte und sogenannte Running Lights sorgen für einen ungetrübten Rutschspaß. Aber nicht nur Mädchen und Jungen ab sechs Jahren können die neue Riesenrutsche im Verwell nutzen, auch Erwachsene, die für rund zehn bis 15 Sekunden noch einmal Kind sein möchten, dürfen von hoch oben ins kühle Nass schlittern.

Wieder unten angekommen, zeigt ein integrierter Zeitmesser jedem Badegast seine persönliche Rutschzeit an. Heißt übersetzt: Die neue Röhrenrutsche eignet sich also auch bestens für Wettbewerbe. „Eigentlich wollten wir mit der Einweihung der neuen Rutsche auch gleich den 20. Verwell-Geburtstag feiern“, erzählte Joachim Weiland. Doch wegen Corona sei die ganz große Schwimmbadsause, inklusive Rutschwettbewerb, eben ins Wasser gefallen.

Den beiden Namensgeberinnen Katrin Möllmann und Sandra Münstler gefiel das Opening im kleinen Rahmen trotzdem sichtlich gut. „Wir kommen schon seit Jahren ins Verwell“, sagte die Walsroderin. Seitdem die Kinder dem Babybecken entwachsen sind und auch nicht mehr im Schwimmbad Geburtstag feiern, zieht es Sandra Münster und ihren Mann Sven eben in die weiträumige Saunalandschaft. Den weiten Weg nach Verden – wenn es gut läuft 25 Minuten über die Autobahn – nehmen die beiden Heidjer dabei gern in Kauf. „In Walsrode gibt es bestimmt schon seit zwölf Jahren kein eigenes Freibad mehr“, erinnerte sich das Paar.

Der Rutschenturm ist noch in Schuss

Nach einjähriger Planungszeit und einwöchigem Testbetrieb können die Badegäste nun also im Verwell rutschen, was das Zeug hält. Stichwort halten: Joachim Weiland hofft, dass das neue Modell mindestens ebenso lange hält wie die Vorgänger-Rutsche, nämlich zwei Jahrzehnte. Weil sich Turm und Treppenanlage immer noch in einem baulich guten Zustand befinden, musste also lediglich die in die Jahre gekommene Röhrenrutsche erneuert werden.

Katrin Möllmann ist nach eigener Aussage fast im Verwell aufgewachsen. Der Name Tortuga versprühe jede Menge Urlaubs-Feeling und füge sich darüber hinaus auch prima ins Logo des Verdener Erlebnisbads ein. Gleich neben dem Schriftzug mit der Welle ist darauf eine Schildkröte zu sehen.

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