Tischtennis-Landesliga Zu viert zu wenig

Kein Damen-Tischtennis mehr im Kreis Verden über der Bezirksoberliga: Der TSV Holtum (Geest) löst seine Landesliga-Mannschaft aufgrund personeller Engpässe auf.
06.06.2019, 14:00
Lesedauer: 2 Min
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Zu viert zu wenig
Von Patrick Hilmes

Das Ende ist gekommen: Vor zwei Jahren holten die Tischtennis-Damen des TSV Holtum (Geest) noch den Titel in der Landesliga Lüneburg. Nach dem Verzicht auf den Aufstieg folgte eine weitere souveräne Saison in der Landesliga, die auf Platz drei abgeschlossen wurde. Und nun folgte das Aus. Die Mannschaft löst sich auf.

Der Grund ist das mangelnde Personal. Bereits in der vergangenen Saison trat der TSV quasi nur zu viert an. Zwar half Susanne Hoßfeld viermal aus, doch die Idealvorstellung der Holtumerinnen war das nicht. Die Belastung für Heike Wahlers, Birte Wacker, Anja Meier und Corinna Völker wurde einfach zu groß. Nach der abgelaufenen Saison hofften die vier, externe Verstärkung rekrutieren zu können – vergeblich. „Wir wollen nicht nochmals zu viert antreten, das hat so einfach keinen Zweck mehr“, betont Corinna Völker. Doch warum wird die erste Mannschaft aufgelöst und nicht durch Spielerinnen aus der zweiten aufgestockt? „Die Zweite soll und will so zusammenbleiben. Hätten wir eine hochgezogen, hätte die Zweite personelle Probleme“, berichtet Völker. Zudem sei der Unterschied zwischen der Bezirksoberliga, in der die Zweite spielt, und der Landesliga ein großer. „Da herrscht schon ein anderes Niveau, da sind richtige Raketen dabei und der Aufwand ist auch viel größer.“

Das Ende ist somit besiegelt und die Wege trennen sich vorläufig. Anja Meier und Birte Wacker stellen sich in den Dienst der Bezirksoberliga-Truppe und helfen aus, wenn personelle Not herrscht. Heike Wahlers und Corinna Völker legen den Schläger ebenfalls nicht zur Seite. Seit ein paar Jahren ist es möglich, dass Damen auch in Herren-Teams antreten dürfen. Somit stehen die beiden in der kommenden Saison für die zweite Holtumer Herren-Mannschaft an den Tischen in der 1. Kreisklasse.

Traurig darüber sind die Damen bisher nicht – im Gegenteil. „Es ist natürlich jammerschade, aber im Moment sind wir glücklich damit. Nun haben wir mal etwas Luft und können uns am Wochenende mal mit was anderem als Tischtennis beschäftigen“, erzählt Völker, die mit den Herren oftmals unterhalb der Woche spielen muss. Doch zunächst gilt das Aus nur für ein Jahr, danach ist die Zukunft offen. „Was nächstes Jahr ist, das steht auf einem anderen Blatt. Vielleicht fehlt es uns ja und wir kommen wieder zusammen. Diese Option haben wir uns offen gehalten.“

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