Umbau von Bushaltestellen in Langwedel

Langer Atem ist gefragt

Schritt für Schritt sollen die Bushaltestellen im Flecken Langwedel barrierefrei ausgebaut werden. Nachdem in diesem Jahr nur ein Standort modernisiert wurde, sollen 2021 sechs Haltestellen folgen.
01.01.2021, 13:47
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Langer Atem ist gefragt
Von Marius Merle

Ein kleiner Anfang ist gemacht, viel Arbeit steht noch bevor. So lässt sich der aktuelle Zwischenstand für das Projekt, alle Bushaltestellen im Flecken Langwedel barrierefrei auszubauen, zusammenfassen. Denn seitdem die Politik vor rund anderthalb Jahren den Beschluss dafür gefasst hatte, konnte mit der Haltestelle an der Oberschule in Fahrtrichtung Verden nur eine entsprechend umgebaut werden. Die Arbeiten dazu hatten, wie berichtet, im Oktober stattgefunden. Damit genügen nun von insgesamt 46 Bushaltestellen im Gemeindegebiet drei den Ansprüchen der Barrierefreiheit. Die beiden Wartebereiche in Cluvenhagen bei der Stiftung Waldheim wurden schon vor einiger Zeit entsprechend hergerichtet.

Eigentlich wäre in diesem Jahr auch die Haltestelle bei der Grundschule in Völkersen in Fahrtrichtung Fischerhude dran gewesen. Doch eine Umsetzung konnte nicht erfolgen, weil es „Probleme mit dem Straßenbauamt“ gab, wie Bauamtsleiter Bernhard Goldmann schildert. Denn die Zufahrt zur Feuerwehr wäre durch die geplante neue Haltestelle behindert worden. „Wir sind in Verhandlungen mit einem Grundstückseigentümer“, erzählt Goldmann. Eventuell könne so durch Nutzung einer zusätzlichen Fläche der Ausbau der Bushaltestelle dort erfolgen. „Ich bin frohen Mutes, dass wir eine Lösung finden“, sagt der Bauamtsleiter.

Probleme mit dem Grunderwerb

Bei anderen Standorten zeigt er sich indes alles andere als optimistisch. „Wir haben Haltestellen, da kommen wir mit dem Grunderwerb kein Stück weiter.“ Doch Fakt ist, ohne den Ankauf zusätzlicher Flächen wird es vielerorts gar nicht möglich sein, die Haltestellen barrierefrei auszubauen. Für die geplanten Arbeiten im Jahr 2021 ist aber immerhin kein Grunderwerb nötig. Vorgesehen ist der Ausbau folgender Haltestellen: Langwedel-Förth (beide Richtungen), Carl-Friedrich-Straße in Langwedel, Bremer Straße in Etelsen (beide Richtungen) und Waldstraße in Cluvenhagen. Die Prioritätenliste ist laut Goldmann danach erstellt worden, wie stark frequentiert die Haltestellen sind und eben danach, welche Arbeiten ohne weiteren Grunderwerb umzusetzen sind.

Während der Flecken Langwedel für den besagten Grunderwerb komplett selbst zahlen müsste, muss er für den Ausbau der Haltestellen nur einen Teil der Kosten übernehmen. Durch ein ÖPNV-Förderprogramm des Landes Niedersachsen werden 75 Prozent gedeckt. Theoretisch könnte die Gemeinde für bis zu acht Einzelhaltestellen jährlich einen Förderantrag stellen. In Langwedel wurden sich für das kommende Jahr sechs Haltestellen vorgenommen. „Mehr können wir auch gar nicht leisten“, erklärt Goldmann, warum die Förderung für die Maximalanzahl erst gar nicht angestrebt wurde.

„Enges Zeitfenster“ für Ausführung

Denn die Förderanträge mussten zwar schon im Mai gestellt werden, der Bewilligungsbescheid wird jedoch erst für Anfang 2021 erwartet. Erst dann können die Ausschreibungen erfolgen. Bis Jahresende sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein. „Das ist schon ein relativ enges Zeitfenster“, betont Goldmann. Und so wird das Thema die Verwaltung auf jeden Fall noch für einige weitere Jahre beschäftigen.

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