Kommentar über die Erdgasförderung Die Verantwortung liegt bei der Politik

Die Frage, wo und in welchem Ausmaß Gas gefördert werden darf, müssen Politiker beantworten und nicht Unternehmer mit der Absicht, Gewinne zu erzielen, schreibt André Fesser.
06.12.2019, 19:13
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Die Verantwortung liegt bei der Politik
Von André Fesser

Für die Erdbebengeschädigten im Landkreis Verden ist es ein Etappenerfolg. Aber mehr sollte man aus der Ankündigung des Erdgasförderers Wintershall Dea, ab 2036 die Gasförderung rund um Völkersen zu beenden, auch nicht machen. Die Ansage eignet sich gut, um die Menschen zu beruhigen – das Problem jedoch besteht fort: Die Gasförderung hinterlässt Spuren in der Umwelt und ist gerade in dicht besiedelten Gegenden wie im Großraum Bremen mit den Anwohnerinteressen schwer vereinbar. Zumal 16 Jahre eine lange Zeit sind. Überträgt man die Erfahrungen der Vergangenheit auf die Zukunft, dann könnte in den kommenden Jahrzehnten noch ein ums andere Mal die Erde wackeln.

Lesen Sie auch

Die Frage nach Sinn oder Unsinn der Gasförderung sollte man aber nicht allein Wintershall Dea beantworten lassen. Das Unternehmen verfolgt den Zweck, Rohstoffe zu heben und zu verkaufen. Die Frage, wo und in welchem Ausmaß das geschehen darf, müssen aber Politiker beantworten und nicht Unternehmer mit der Absicht, Gewinne zu erzielen. Neben dem Klimawandel bietet also auch dieses Beispiel Anlass, die Energiewende voranzutreiben. Möglichst vor dem nächsten Beben.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+