Beförderung der Stellvertreterin

Dunja Röttjer ist neue Langwedeler Kämmerin

Bereits seit 1991 arbeitet Dunja Röttjer für die Langwedeler Kämmerei. Anfang des Monats hat die 49-Jährige nun die Leitung des Fachbereichs übernommen.
23.04.2021, 16:28
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Dunja Röttjer ist neue Langwedeler Kämmerin
Von Marius Merle
Dunja Röttjer ist neue Langwedeler Kämmerin

Dunja Röttjer ist seit Anfang des Monats Leiterin der Langwedeler Kämmerei.

Björn Hake

Langwedel. Die Eingewöhnungszeit in ihren neun Job fiel bei Dunja Röttjer ziemlich kurz aus. Seit Anfang des Monats ist sie Leiterin der Langwedeler Kämmerei. Da sie aber bereits seit 2016 als Stellvertreterin ihres Vorgängers Uwe Fahrenholz tätig gewesen war, und sich bereits früh angedeutet hatte, dass sie sein Amt übernehmen würde, war der Übergang in den neuen Chefposten eher fließend. Und überhaupt: Mit der Arbeit in der Kämmerei des Fleckens Langwedel kennt sich Röttjer ohnehin bestens aus. Seit der Ausbildung 1989 arbeitet die 49-Jährige im Rathaus, seit der anschließenden Übernahme 1991 in der Kämmerei.

„Ich habe alles gemacht, was es an Aufgaben dort gibt“, erzählt Röttjer. Nach der Ausbildung war sie bis zum Mutterschutz 1999 im Steueramt tätig. In dieser Zeit erwarb sie auch bereits die Qualifikation für ihren nun kürzlich angetreten Posten. Als 2000 die Stelle des Kämmerers in Langwedel frei wurde, hätte sie sich also schon vor mehr als 20 Jahren bewerben können. „Doch ich hatte gerade ein Kind bekommen, das passte nicht“, blickt Röttjer zurück. Anfang 2001 fing sie wieder an, in Teilzeit im Rathaus zu arbeiten – bei der Gemeindekasse und später der Anlagenbuchhaltung.

„Sehr heimatverbunden“

„Ich bin dem Flecken Langwedel echt dankbar“, betont die Etelserin. Denn dieser habe es ihr lange Zeit ermöglicht, sehr flexibel die Arbeitszeiten auszuwählen, um Job und Kindererziehung unter einen Hut zu bekommen. Wohl auch deshalb habe sich Röttjer nie konkrete Gedanken dazu gemacht, einmal den Arbeitgeber zu wechseln. „Ich bin ein sehr heimatverbundener Mensch“, sagt sie über sich selbst. Und das zeigt sich auch daran, dass sie niemals außerhalb der Gemeindegrenzen gelebt hat. Inzwischen wohnt sie im umgebauten Elternhaus in Etelsen, zwischendurch zog es sie nur mal nach Langwedel und nach Holtebüttel.

„Ich mache meine Arbeit wirklich gerne“, betont Röttjer, die weiß, dass es nicht jeder verstehen könne, warum man gerne freiwillig die ganze Zeit mit Zahlen hantiere. Doch im Gegensatz zu anderen Bereichen habe diese Arbeit den Vorteil, dass sie einfach völlig logisch sei. Was nicht heißen soll, dass Zahlen schon immer Röttjers Freund gewesen wären. „Ich war nicht besonders toll in Mathe früher“, merkt sie mit einem Lachen an. Dennoch habe für sie nach der Ausbildung schnell festgestanden: „Ich bin ein Kämmerei-Kind.“ Auch ein Wechsel innerhalb der Verwaltung sei für die 49-Jährige daher keine Option gewesen, auch wenn es zwischendurch durchaus Gelegenheiten gab. „Ich hätte etwa auch die Chance gehabt, das Ordnungsamt zu übernehmen.“

Alter Posten noch unbesetzt

Doch ihr Interesse habe einfach den Zahlen gegolten und noch hinzukomme, dass die Kämmerei in Langwedel ein „super Team“ sei. Die Zusammenarbeit mit ihrem Vorgänger Fahrenholz, der laut Röttjer „riesengroße Fußabdrücke“ hinterlassen hat, habe auch stets funktioniert. „Wir haben uns ganz gut ergänzt“, findet sie. Dass sie sein Amt übernehmen durfte, ohne dass die Stelle öffentlich ausgeschrieben worden war, sieht sie als großen Vertrauensbeweis der Verwaltung und der Politik. „Ich bin sehr froh, dass ich das nun so machen darf.“ Wobei das Arbeitsvolumen derzeit schon extrem sei, was vor allem daran liege, dass der vorher von ihr bekleidete Stellvertreterposten in der Kämmerei noch unbesetzt ist. „Ich mache daher aktuell im Prinzip zwei Jobs“, sagt die Etelserin, die hofft, dass sich bald ein qualifizierter Bewerber findet.

Schließlich gibt es für die Kämmerei genug zu tun. Aktuell gilt es etwa bis zum Finanzausschuss im Juni den Jahresabschluss und die Kostenrechnungen für Abwasser und das Friedhofswesen vorzubereiten. Für Röttjer natürlich keine unbekannten Aufgaben – aber die Verantwortung ist seit der Beförderung natürlich eine andere. Und auch innerhalb des Teams muss sie sich mit ihrer neuen Rolle erst noch etwas zurechtfinden. „Umzusteigen von der normalen Kollegin zu der, die auch was zu sagen hat, ist nicht so einfach“, merkt Röttjer an. Aber ein bisschen Eingewöhnung gehört dann wohl doch zu jedem Jobwechsel dazu.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+