Großeinsatz für die Feuerwehr Akkusauger explodiert und setzt Carport in Brand

Beim Aussaugen seines Autos ist einem Daverdener der Akkusauger in der Hand explodiert. Zunächst brannten das Auto und der Carport, dann drohten die Flammen aufs Wohnhaus überzugreifen.
17.10.2021, 12:52
Lesedauer: 2 Min
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Akkusauger explodiert und setzt Carport in Brand
Von Kai Purschke

Beim Aussaugen eines Autos ist am Freitagabend gegen 20.20 Uhr ein Akkustaubsauger aufgrund eines technischen Defektes in der Hand des Nutzers explodiert. Nach Angaben der Polizei setzte das brennende Gerät zunächst das Fahrzeug in Brand und griff anschließend auf den Carport über. Da der Carport direkt am Wohnhaus befestigt ist, entstand durch den Brand ebenfalls ein Schaden am Wohngebäude. Der durch die Explosion leichtverletzte Nutzer des Staubsaugers wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Zunächst wurde nur die Ortsfeuerwehr Daverden zu dem Brand alarmiert, kurze Zeit später folgte laut Feuerwehr eine Alarmstufenerhöhung auf "Feuer 2", da der Anwohner der Leitstelle gemeldet hatte, dass nun auch der Carport brenne. Zusätzlich rückte daher nun die Ortsfeuerwehr Langwedel an, ebenso die Ortsfeuerwehr Völkersen, die gerade Dienstabend im Feuerwehrhaus hatte und einsatzbereit war. Bei Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte aus Daverden und Langwedel standen Auto und Carport bereits in Vollbrand, und weil das Feuer auf das Wohnhaus und weitere Garagen und Schuppen überzugreifen drohte, gingen sofort zwei Trupps unter Atemschutz vor, um die Flammen zu bekämpfen.

Schutz des Wohnhauses

"Besonderes Augenmerk bestand auf dem Schutz des Wohnhauses", betonte die Feuerwehr, die mit vereinten Kräften die Flammen niederschlagen konnte. Außerdem holten die Brandbekämpfer mehrere Gasflaschen aus dem Feuer und brachten ein weiteres Auto aus einer Garage in Sicherheit. Zur weiteren Unterstützung wurden noch die Ortsfeuerwehren aus Cluvenhagen und Holtebüttel nachalarmiert, um genügend Atemschutzgeräteträger für die Nachlöscharbeiten vorzuhalten. "Unglücklicherweise wurde im Carport Brennholz gelagert, was die Brandentwicklung begünstigte", heißt es von der Polizei. Durch das Brennholz zogen sich dementsprechend die Löscharbeiten hin.

Da das Wohnhaus leicht mit Brandrauch in Kontakt gekommen war, wurde zusätzlich noch der sogenannte Gerätewagen-Mess des Landkreises Verden alarmiert, um mögliche schädliche Stoffe durch den Rauch im Wohnhaus auszuschließen. Zur Sicherheit wurde ebenfalls noch die Drehleiter aus Verden alarmiert, damit Feuerwehrleute das Dach des angrenzenden Wohnhauses öffnen und Brandnester ausschließen konnten.

Autounfall an der Absperrung

Noch während des Einsatzes kam es gegen 23.40 Uhr zu einem Unfall an einer für die Löscharbeiten des Carportbrandes an der Feldstraße errichteten Absperrung. Ein 54-jähriger Fahrzeugführer befuhr die Feldstraße aus Richtung Langwedelermoor in Richtung Langwedel, als er aufgrund einer Straßensperrung anhalten musste. Ein 65-Jähriger befuhr die Kreisstraße in gleicher Richtung und übersah laut Polizei den an der Absperrung haltenden Wagen. Er stieß mit diesem zusammen, kam daraufhin rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Straßenbaum. Bei dem Unfall wurden der 54-Jährige und seine Beifahrerin leicht verletzt und mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Auch der Unfallverursacher wurde leicht verletzt. Im Rahmen der Unfallaufnahme stellte die Polizei fest, dass der 65-jährige Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Alkohol stand. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,1 Promille. Ihm wurde Blut entnommen, sein Führerschein wurde sichergestellt und ihn erwarten nun mehrere Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren.

Für den Autounfall wurde die Ortsfeuerwehr Holtebüttel mit einem Fahrzeug von der ersten Einsatzstelle abgezogen und leistete vor Ort Erste Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungswagens. Insgesamt waren in Daverden fünf Ortsfeuerwehren der Gemeinde Langwedel, das DRK, die Ortsfeuerwehr Verden sowie die Polizei im Einsatz.

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