Freilichtbühne Daverden

Frischzellenkur zum Jubiläum

Der Tribünenbereich der Freilichtbühne Daverden wird aktuell saniert, damit sich die Veranstaltungslokalität im Jubiläumsjahr von ihrer besten Seite zeigen kann. Derweil stehen die Stücke für dieses Jahr fest.
21.02.2020, 15:20
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Frischzellenkur zum Jubiläum
Von Marius Merle
Frischzellenkur zum Jubiläum

Vereinsvorsitzender Volker Penczek ist zufrieden mit den Sanierungsarbeiten an der Freilichtbühne.

Björn Hake

Im aktuellen Jubiläumsjahr des TSV Daverden haben besonders die Mitglieder der Freilichtbühne einige Gründe zum Feiern. Denn 100 Jahre TSV bedeuten auch gleichzeitig 100 Jahre Laienspiel im Verein. Außerdem heißt es in diesem Jahr 70 Jahre Freilichttheater und 20 Jahre Märchenstück. Da passt es doch ganz gut, dass die Daverdener Freilichtbühne zu diesen runden Geburtstagen besonders herausgeputzt wird. Derzeit laufen die Sanierungsarbeiten für Teile des Tribünenbereichs.

„Das ursprüngliche Problem war, dass man die Treppen nicht mehr vernünftig runtergekommen ist“, erklärt Volker Penczek, Vorsitzender des Vereins Freilichtbühne Daverden. Natur- und witterungsbedingt hatte sich der Boden abgesenkt, was auch dazu führte, dass die Besucher in den ersten drei Reihen nicht mehr vernünftig sitzen konnten. Kein Sicherheitsrisiko, aber laut Penczek sei es „unser Anspruch, den Gästen einen vernünftigen Komfort zu bieten“.

Und so hat eine Fachfirma seit Mitte Januar die Sitzreihen wieder in die richtige Position versetzt, außerdem wurden die Ränder des Tribünenbereichs neu gepflastert. In Eigenarbeit wurden zudem die Sitzbänke neu gestrichen. Die Frischzellenkur lässt sich der Verein einiges kosten. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Arbeiten auf rund 43 000 Euro. Der Verein bemühte sich im Vorfeld, Fördergelder für die Maßnahme zu erhalten. „Das war ein ganz schöner Akt“, berichtet Penczek. Der aber immerhin am Ende von Erfolg gekrönt gewesen ist. Vom Amt für Regionale Landesentwicklung gibt es knapp 18 500 Euro, der Flecken Langwedel steuert 13 000 Euro bei. Bleiben aber immer noch fast 12 000 Euro Eigenanteil.

„Das ist für uns schon nicht ganz einfach zu stemmen“, betont Penczek. Zumal der Verein erst 2018 einen fünfstelligen Eurobetrag für das Aufstellen eines neuen Toilettencontainers im Eingangsbereich in die Hand genommen hatte. „Wir haben in den vergangenen Jahren einiges bewegt“, ist der Vereinsvorsitzende zufrieden. Und das sei auch nötig gewesen, schließlich waren alle Investitionen notwendig gewesen. „Nun sind wir aber zufrieden“, erklärt Penczek, dass in der nächsten Zeit keine weiteren Maßnahmen anstehen – zumindest keine geplanten. Bei einer Freilichtbühne weiß man schließlich nie, ob nicht doch der ein oder andere Schaden zu beheben sein wird. Vor rund drei Jahren etwa war eine etwa zehn Meter hohe Buche umgeknickt und auf den Bühnenbereich geknallt. Insbesondere der Musikpavillon wurde stark beschädigt.

Parallel zu den Bauarbeiten im Daverdener Holz haben derweil auch die Vorbereitungen auf die diesjährige Theatersaison begonnen. „Für das Kinderstück hat nun das erste Lesen stattgefunden“, erzählt Penczek. Präsentiert werden soll den Besuchern eine Neuauflage des bereits im Jahre 2004 gespielten Stücks „Isidor wird Nachtgespenst“ von Christina Stenger. Die Premiere ist für den 29. Mai vorgesehen.

Auch das plattdeutsche Stück, welches dann ab dem 8. August insgesamt zehnmal auf der Freilichtbühne zu sehen sein wird, steht fest: „De Vergantschoster“ von Alma Rogge. Eine anlässlich des Jubiläums bewusste Entscheidung. Denn dieser Klassiker stammt aus der Gründungszeit des Daverdener Laienspiels.

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