Fußball-Landesliga

Das Ende der Sehnsucht für den TSV Etelsen

Der TSV Etelsen trägt sein erstes Landesliga-Spiel seit mehr als 800 Tagen aus. Zu Gast am Schlosspark ist mit dem MTV Treubund Lüneburg gleich der große Titelkandidat.
11.09.2020, 16:07
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Das Ende der Sehnsucht für den TSV Etelsen
Von Florian Cordes
Das Ende der Sehnsucht für den TSV Etelsen

Stephan van Freeden war dabei, als der TSV Etelsen den Klassenerhalt vor zwei Jahren quasi verspielte. Vor der Landesliga-Rückkehr hat er noch Trainingsrückstand.

Björn Hake

Zu der Historie eines Vereins gehören nicht nur Erfolge. Das Gegenteil – die Misserfolge – zählen ebenfalls dazu. Ein Misserfolg, der den TSV Etelsen in seiner jüngeren Klubgeschichte ereilte, war ein 4:4 gegen den SV Emmendorf. Dieses Remis am vorletzten Spieltag der Landesliga-Saison 2017/2018 besiegelte quasi den Abstieg der Schlossparkkicker. Eine Woche später wurde der Gang in die Bezirksliga für die Fußballer aus Etelsen schließlich endgültig zur bitteren Realität. Danach wartete der gesamte Verein sehnsüchtig auf die Rückkehr in die sechste Liga. Und nun nimmt die Sehnsucht ein Ende. Der TSV Etelsen hat in der vergangenen Saison seiner Historie ein positives Kapitel hinzugefügt: Mit Coach Nils Goerdel wurde die Meisterschaft in der Bezirksliga gewonnen. Etelsen stieg auf und trägt nun am Sonntag sein erstes Landesliga-Spiel seit mehr als 800 Tagen aus. In diesem geht es gegen den MTV Treubund Lüneburg (Anpfiff um 15 Uhr).

Mit den Salzstädtern kommt ein Kontrahent in den Schlosspark, vor dem die gesamte Liga großen Respekt hat. Denn die Lüneburger gehören seit Jahren zu den Topteams der Landesliga und haben auch in dieser Saison wieder den Titel ins Auge gefasst. Dass es für den Aufsteiger gleich im ersten Spiel gegen einer der großen Meisterschaftsanwärter geht, empfindet Andre Koopmann nicht als Nachteil. „Ich persönlich finde es sogar gut, dass wir gleich zu Beginn gegen Lüneburg spielen“, sagt der Sportliche Leiter des TSV Etelsen. Große Hoffnungen, dass der MTV Treubund Lüneburg in diesem frühen Stadium der Saison noch nicht eingespielt ist, machen sich die Verantwortlichen kaum.

Und das aus gutem Grund. Zum Saisonauftakt besiegte Lüneburg Etelsens Mitaufsteiger VfL Breese-Langendorf mit 4:0. Koopmann war Beobachter der Partie. „Ich war mit unserem Co-Trainer Marc Fromme vor Ort. Lüneburg hat schon eine richtig gute Truppe. Mit Tim Franke haben sie einen überragenden Stürmer und zudem sehr große Leute in der Verteidigung“, verteilt der Sportliche Leiter viel Lob an den ersten Gegner der neuen Saison. Der Respekt vor Lüneburg ist da, „von Angst ist bei uns aber auch keine Spur zu erkennen“, versichert Koopmann.

Sie fürchten sich schon einmal nicht. Was eh am Schlosspark eh überwiegt, ist die Vorfreude auf die erste Partie in der Landesliga Lüneburg nach langer Zeit. „Auf dieses Spiel haben wir im Grunde zwei Jahre lang hingearbeitet. Wir freuen uns alle riesig“, macht Koopmann deutlich, dass die Begegnung einen großen Stellenwert für die Mannschaft hat. Einige Spieler des TSV Etelsen werden die Landesliga-Rückkehr – oder das Ende der Sehnsucht – jedoch als Zuschauer beobachten müssen. Die Langzeitverletzten Bastian Reiners, Timo Schöning und Christian Heusmann fallen ohnehin aus. Zudem ist Kevin Bähr laut Koopmann noch angeschlagen, Stephan van Freeden hat nach seiner langen Ausfallzeit noch Trainingsrückstand. Eine Option im Sturm könnte aber David Airich sein. Koopmann: „Er trainiert jedenfalls regelmäßig und brennt auf einen Einsatz.“

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