Fußball

Gut für die Moral

Der TSV Bassen gewinnt nach einer erfolgreichen Aufholjagd den Schlossparkcup des TSV Etelsen.
07.07.2019, 19:41
Lesedauer: 3 Min
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Von Florian Cordes
Gut für die Moral

Philipp Dondelinger (schwarzes Trikot) traf für Langwedel doppelt. Das Spiel und das Turnier gewann aber Marvin Hüsing mit seinem TSV Bassen.

Björn Hake

Lange Zeit durften sich die Fußballer des TSV Etelsen und des Rotenburger SV Hoffnungen darauf machen, dass sie im direkten Duell zum Abschluss des Schlossparkcups den Turniersieg unter sich ausmachen. Denn im vorletzten Spiel des Vorbereitungsturniers lag der TSV Bassen, der zuvor sowohl Etelsen als auch Rotenburg geschlagen hatte, mit 1:4 gegen den FSV Langwedel-Völkersen zurück. Doch Bassen kam in dem Duell der beiden Bezirksligisten noch einmal zurück – und wie: Der TSV drehte das Spiel, siegte 5:4 und durfte sich somit über den Gewinn des Schlossparkcups 2019 freuen. Auch ein Remis hätte Bassen schon gereicht, um sich Platz eins zu sichern.

„Für unsere Moral war dieser Sieg richtig gut“, freute sich Uwe Bischoff. Allzu hoch wollte der Trainer den Erfolg dann aber auch nicht hängen. Schließlich ist es dann doch „nur“ der Sieg bei einem Turnier während der Saisonvorbereitung. Aber dennoch konnte er während der drei Spiele viele Erkenntnisse gewinnen. Seine Elf wusste mit der gelungenen Aufholjagd gegen den FSV Langwedel-Völkersen zwar zu beeindrucken, die beste Leistung habe seine Elf aber im zweiten Spiel gegen den Landesligisten vom Rotenburger SV abgeliefert. Als Favorit galt Rotenburg. Doch davon ließ sich die Bischoff-Elf kaum beeindrucken. Es war das klassentiefere Team, das am Freitag das Geschehen beherrschte. Das sollte sich auch am Ergebnis zeigen: Mit 3:1 besiegte Bassen die Rotenburger. Die Treffer für das Siegerteam schossen Denis Schymiczek und Jonah Schnakenberg (2). Für den RSV traf Stefan Denker. Er markierte den Endstand. Im zweiten Freitagspiel setzte sich Etelsen knapp mit 1:0 gegen den FSV Langwedel-Völkersen durch. Das einzige Tor der Partie wurde von Etelsens Neuzugang Romario Klausmann erzielt.

Somit stand vor den beiden finalen Spielen am Sonntag fest, dass dem TSV Bassen gegen Langwedel ein Punkt reichen würde, um den ersten Rang zu verteidigen. Doch danach sah es lange Zeit überhaupt nicht aus. Besonders in der ersten Halbzeit präsentierten sich die Langwedeler ziemlich treffsicher. Die Elf von Coach Emrah Tavan hatte nicht viele Chancen, nutzte diese aber konsequent. Bereits nach 25 Minuten führte der FSV mit 3:0. Zunächst traf Ferhat Tavan, anschließend erhöhte Philipp Dondelinger auf 2:0. Beim 3:0 unterlief Bassens David Schymiczek ein Eigentor. Kurz vor dem Pausenpfiff verkürzte Jonas Lübeck.

Nach dem Seitenwechsel war den Bassenern anzumerken, dass sie dem Spiel eine Wende verpassen wollten. Doch als Dondelinger mit seinem zweiten Treffer auf 4:1 für Langwedel stellte, schien die Entscheidung gefallen zu sein. Der TSV ließ sich aber auch von diesem Rückschlag nicht aus der Ruhe bringen. Konsequent suchte die Bischoff-Elf den Weg nach vorne. Es war dem Team anzusehen, dass es nur so vor Selbstvertrauen strotzt. Als Luca Bischoff das 2:4 gelang, wurde der Glaube, den Turniersieg perfekt zu machen, wieder größer. Noch größer wurde er, nachdem Johannes Diezel den dritten Bassener Treffer markierte. Vier Minuten vor dem Schlusspfiff traf Jonah Schnakenberg schließlich zum 4:4. Er staubte ab, nachdem FSV-Keeper Tobias Bischoff einen Schuss von Luca Bischoff nur abklatschen ließ. Tobias Bischoff hütet normalerweise den Kasten des FSV Langwedel-Völkersen III. Weil sich aber Bezirksliga-Keeper Moritz Nientkewitz das Kreuzband gerissen hat (wir berichteten), könnte Bischoff künftig auch im Ligabetrieb für Tavan eine Option sein. Allerdings musste er am Sonntag den Ball noch ein fünftes Mal aus seinem Tor holen: Der 16-jährige Lukas Zerrenner markierte kurz vor dem Abpfiff Bassens Siegtreffer.

Tavan ärgerte sich darüber, dass seine Elf den Sieg noch aus der Hand gegeben hat. „Wäre das ein Ligaspiel gewesen, hätte ich den Jungs den Kopf abgerissen. Aber zum Glück war das nur ein Test. Dennoch war es unnötig, dass wir noch verloren haben“, sagte der Coach, der den Schlossparkcup mit seinem Team auf dem vierten und letzten Platz beendet hat. Im finalen Spiel musste dann nur noch die Frage beantwortet werden, ob Etelsen oder Rotenburg hinter dem TSV Bassen Zweiter werden. Das Spiel zwischen dem gastgebenden Bezirksligisten und dem RSV endete 2:2. Dieses Resultat reichte dem Team von der Wümme für Rang zwei. Beide Tore des TSV Etelsen wurden von Alex Ruf erzielt, der zunächst zum 1:1 und später zum 2:1 für die Schlossparkkicker traf. Die RSV-Tore gingen auf das Konto von Lukas Heller.

Zufrieden mit dem letzten Spiel war Nils Goerdel definitiv. Und auch das Turnierfazit formulierte der Coach des TSV Etelsen positiv: „Das Niveau war für diesen Zeitpunkt der Vorbereitung ordentlich. Da hatten wir schon schlechtere Jahre.“

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