Corona im Landkreis Verden

Entwarnung für Stiftung Waldheim

Nachdem im Oktober über 50 Personen im Umfeld der Stiftung Waldheim postiv auf das Coronavirus getestet worden waren, gibt es nun weitestgehend Entwarnung für die Einrichtung.
16.11.2020, 17:29
Lesedauer: 3 Min
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Entwarnung für Stiftung Waldheim
Von Elina Hoepken
Entwarnung für Stiftung Waldheim

Mitte Oktober waren in der Stiftung Waldheim über 50 Personen positiv auf Corona getestet worden.

Björn Hake

92 Neuinfektionen wurden dem Gesundheitsamt des Landkreises Verden von Freitag- bis Montagmorgen für das Kreisgebiet gemeldet. Damit sind seit Beginn der Pandemie im Landkreis mittlerweile 1439 laborbestätigte Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Gleichzeitig sind inzwischen 922 Personen – und damit 93 mehr als am vorherigen Freitag – wieder genesen. Die Zahl der aktuell Infizierten im Landkreis beläuft sich auf 503 Personen. Die kumulative Inzidenz der letzten sieben Tage – bezogen auf 100 000 Einwohner – lag am Montag (8 Uhr) damit bei 193,2.

Weitestgehende Entwarnung gibt es aus dem Gesundheitsamt für das Corona-Geschehen in der Stiftung Waldheim. Dort waren in der zweiten Oktoberhälfte über 50 Personen – Bewohner und Betreuer – positiv getestet worden. Auch danach traten vereinzelt neue Corona-Fälle innerhalb der Einrichtung und im familiären Umfeld der Bewohner auf. Anfang November hatte sich das Gesundheitsamt in Absprache mit der Einrichtung für einen kompletten Lockdown der Einrichtung entschieden, an dessen Ende jetzt eine Massentestung aller Bewohner und Beschäftigten – insgesamt rund 700 Personen – stand.

„Die Stiftung Waldheim ging für zehn Tage in einen absoluten Stillstand: keine Werkstättenbesuche, ein Minimum an Kontakten und die Betreuung der Bewohner in Vollschutz“, beschreibt Amtsärztin Jutta Dreyer die Umstände. In der zurückliegenden Woche dann nahm das zwölfköpfige Bundeswehrteam, das den Landkreis im Rahmen der Amtshilfe unterstützt, zusammen mit Mitarbeitern des Gesundheitsamtes und der Stiftung Waldheim in einer Großaktion die Abstriche sämtlicher Bewohner und Beschäftigten.

„Ergebnisse stimmen positiv“

Das Ergebnis: Bei zwei Mitarbeitern wurde eine Neuinfektion mit dem Coronavirus diagnostiziert. Einige Mitarbeiter-Proben stehen noch aus. Bei weiteren neun Mitarbeitern sowie vier Bewohnern, die schon zuvor positiv getestet waren, bestätigten die Tests die noch vorhandene Virusinfektion. Unter den Bewohnern hingegen trat kein einziger neuer Fall auf, so dass an diesem Dienstag der Lockdown der Einrichtung beendet wird und der Werkstattbereich wieder beginnen kann. „Die Ergebnisse stimmen positiv, zeigen sie doch, dass die zuvor innerhalb der Einrichtung getroffenen Maßnahmen Wirkung zeigen“, kommentiert Dreyer die Resultate.

Ein weiteres Screening mit insgesamt rund 140 Abstrichen wurde in der von einem Corona-Ausbruch betroffenen Pflegeeinrichtung in Achim durchgeführt. Nachdem dort Mitte vergangener Woche auf der betroffenen Station zu den bestehenden fünf Corona-Fällen neun weitere Neuinfektionen hinzugekommen waren, hatte man sich seitens des Gesundheitsamtes dazu entscheiden, die gesamte Bewohnerschaft der Einrichtung durchzutesten. Das Ergebnis erbrachte weitere sechs positiv getestete Bewohner und drei Pflegekräfte in anderen Heimbereichen, sodass noch am Wochenende das ganze restliche Personal abgestrichen wurde. Die Ergebnisse stehen noch aus. Gleichzeitig starb am Freitag in dem Achimer Pflegeheim eine weitere Bewohnerin an den Folgen der COVID-19-Erkrankung. Die 85-Jährige ist der vierzehnte Todesfall im Landkreis im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Neue Fälle an Schulen

Auch für zahlreiche Schulen im Landkreis Verden wurden über das Wochenende neue Fälle gemeldet. Dazu zählen die Wümmeschule Ottersberg, die Oberschule Verdener Campus, die Oberschule Kirchlinteln, das Domgymnasium Verden und die BBS Verden mit je einem neuen Fall sowie die Aller-Weser-Oberschule in Dörverden mit zwei Fällen. Drei neue positive Fälle traten an der Grundschule Sagehorn auf.

Je einen Fall gab es zudem an den Grundschulen in Uesen und Otterstedt sowie zwei an der Lintler Geest-Schule in Bendingbostel. Der Schulbetrieb in der Lintler Geest-Schule wurde bis zur Abklärung weiterer symptomatischer Fälle eingestellt. Eine Notbetreuung ist durch die Schule gewährleistet. Insgesamt sind nach den Herbstferien 63 Schüler in 28 Schulen von Corona-Infektionen betroffen.

Auch in den drei Achimer Kindertagesstätten St. Matthias, Uesen und bei den Achimer Himmelstürmern wurde jetzt jeweils eine Erzieherin positiv getestet. Kreisweit sind damit in insgesamt neun Kindertagesstätten Corona-Fälle seit dem Ende der Herbstferien zu verzeichnen.

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