Thema im Langwedeler Fachausschuss Diskussion um Multisports-Arenen

Die Politik in Langwedel beschäftigt sich nun mit einem WGL-Antrag. In diesem wird gefordert, in Langwedel und Cluvenhagen Multisports-Arenen zu errichten, um das Freizeitangebot für Jugendliche zu verbessern.
09.01.2022, 13:19
Lesedauer: 3 Min
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Diskussion um Multisports-Arenen
Von Marius Merle

Um ein besseres Freizeitangebot für Jugendliche im Flecken Langwedel zu schaffen, hatte die Gemeinderatsfraktion der Wählergruppe Langwedel (WGL) im vergangenen Sommer beantragt, zwei sogenannte Multisports-Arenen inklusive Sitzgelegenheiten zu errichten. Solche – in der Regel eingezäunten – Anlagen bieten je nach Ausstattung die Möglichkeit für mehrere Spiele wie etwa Fußball, Handball oder Basketball. „Wir sehen Handlungsbedarf, die Möglichkeiten für Jugendliche im Flecken Langwedel für sportliche Freizeitaktivitäten außerhalb der Sportvereine zu stärken", hatte die WGL im Antrag argumentiert. Mit dem bisherigen Basketballfeld an der Cluvenhagener Mehrzweckhalle und dem Kunststoffplatz der Schulsportanlage der Oberschule benannte sie auch gleich zwei potenzielle Standorte mit.

Nun steht die politische Diskussion zu diesem Thema an. Der Jugend-, Sozial- und Sportausschuss berät darüber in seiner öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 12. Januar, den Beschluss fasst letztlich der Gemeinderat am 10. Februar. Die Verwaltung hat zu dem Antrag der WGL eine umfangreiche Beratungsvorlage erstellt, in der Amtsleiter Rolf Korb grundsätzlich der Wählergruppe zustimmt: "Multisports-Arenen sind aufgrund der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten für sportliche Freizeitaktivitäten von Jugendlichen geeignet." Während er sich eine solche Anlage deshalb an der Oberschule auch gut vorstellen kann, rät er für die andere vorgeschlagene Lokalität in Cluvenhagen aber davon ab.

Bedenken für Cluvenhagen

"Der Standort an der Sporthalle Cluvenhagen wird aufgrund der Nähe zur Wohnbebauung mit den bisher schon auftretenden Problemen und Konflikten – etwa Vermüllung des Umfeldes, Nachbarschaftsbeschwerden aufgrund der Lärmbelästigungen oder Drogenkonsum – für ungeeignet gehalten", heißt es von der Verwaltung. Durch die Errichtung einer Multisports-Arena würden diese Konflikte eher noch zunehmen. Ursprünglich war dort eine Skateranlage hergerichtet worden, als diese abgängig war, wurde ein Treffpunkt für Jugendliche eingerichtet, der laut Gemeinde "bewusst einfach gestaltet wurde".

Für den Standort einer Multisports-Arena auf dem Gelände der Oberschule gibt es nach Ansicht der Verwaltung hingegen gute Argumente. Zum einen spreche dafür, dass diese Anlage auch für schulische Zwecke genutzt werden könnte. Zum anderen ist der Standort bei Jugendlichen in Langwedel bereits etabliert. "Das vorhandene Kleinspielfeld mit den Basketballkörben auf der Außensportanlage wird jetzt schon an Nachmittagen und an den Wochenenden bei entsprechender Witterung intensiv genutzt", heißt es in der Beratungsvorlage.

Voruntersuchungen nötig

Egal ob in Langwedel oder Cluvenhagen – sollte sich die Politik dafür entscheiden, eine Multisports-Arena zu errichten, müsste bis zum Baubeginn noch einiges passieren. Die Verwaltung zählt auf: Untersuchung des Baugrunds, Stellung eines Bauantrags, Erstellung eines Immissionsschutzgutachtens, Herstellung des Baugrunds und das Ausschreiben der Maßnahme. Das kostet selbst bei durchweg positiven Ergebnissen Zeit. "Insofern ist eine Umsetzung in 2022 nicht realistisch", betont die Gemeinde.

Das wiederum führt dazu, dass keine Zuschüsse aus dem Niedersächsischen Förderprogramm "Startklar in die Zukunft", welches die WGL ins Spiel gebracht hatte, beantragt werden können. Denn dafür müsste die Maßnahme noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Der Flecken Langwedel geht für die Errichtung einer Multisports-Arena inklusive aller Untersuchungen und Planungskosten von einem sechsstelligen Betrag aus.


Die Sitzung des Jugend-, Sozial- und Sportausschusses am Mittwoch, 12. Januar, beginnt um 18 Uhr im Rathaus in Langwedel und ist öffentlich. Auf der Agenda steht dann unter anderem auch der Jahresbericht vom Verein Sofa über den Jugendtreff im Flecken. Außerdem wird ein Antrag von SPD-Ratsherr Alfons Adam behandelt, der die Errichtung und Durchführung eines Generationenprojektes für ausgehend und begleitet von der Verwaltung beantragt hat.

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