Eingeschränkter Betrieb möglich

Burgbad könnte am 15. Juli öffnen

Der Flecken Langwedel hat ein Konzept erarbeitet, um auch in Zeiten von Corona das Burgbad noch öffnen zu können. Wenn die Politik Zusatzausgaben in Höhe von 20000 Euro zustimmt, kann es am 15. Juli losgehen.
03.07.2020, 15:58
Lesedauer: 2 Min
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Burgbad könnte am 15. Juli öffnen
Von Marius Merle
Burgbad könnte am 15. Juli öffnen

Schwimmmeister Thomas Becker hat das Langwedeler Burgbad soweit schon hergerichtet, am 15. Juli würde er auch gerne die ersten Besucher dieser Saison empfangen.

Björn Hake

Der Saisonstart im Langwedeler Freibad ist aufgrund der Corona-Pandemie ins Wasser gefallen. Pünktlich zum Start der Sommerferien aber könnte das Burgbad am 15. Juli verspätet seine Pforten für Besucher öffnen. Denn inzwischen hat der Flecken Langwedel ein Konzept erarbeitet, welches den Badebetrieb auch diesen Sommer noch ermöglichen kann – wenn auch unter Berücksichtigung massiver Einschränkungen. Dafür müssten aber ein Online-Ticket-System eingerichtet und ein externer Sicherheitsdienst beauftragt werden. Für beides zusammen müssten Haushaltsmittel in Höhe von 20 000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Als erstes berät darüber der Jugend-, Sozial- und Sportausschuss am kommenden Montag, 7. Juli (ab 18 Uhr öffentlich im Rathaus), den Beschluss fällt der Rat am 14. Juli.

Sollte die Politik grünes Licht für die Investitionen geben, würde der Burgbad-Betrieb in diesem Sommer wie folgt aussehen: Bis zum 13. September gibt es an jedem Tag grundsätzlich drei Blöcke für den Bade- und Schwimmbetrieb – von 12 bis 14 Uhr, von 15 bis 17 Uhr und von 18 bis 20 Uhr. „Der Einlass beginnt eine halbe Stunde vor und endet eine halbe Stunde nach Beginn der Badezeit“, erklärt die Verwaltung. Einen Tageskartenverkauf wird es daher nicht geben. „Die Besucherzahl wird auf zunächst 64 Personen pro Zeitfenster beschränkt, damit die Abstandsregelungen in den Wasserbecken gewährleistet werden können“, heißt es weiter. Demnach liegt die maximale tägliche Besucherzahl bei 192.

Der Zutritt ist nur nach Erwerb eines Onlinetickets und erfolgter bargeldloser Bezahlung sowie persönlicher Registrierung möglich. „Die bisherigen Eintrittspreise und Freikarten haben in dieser Badesaison keine Gültigkeit“, erklärt der Flecken Langwedel, dass etwa Juleica-Inhaber oder Feuerwehrmitglieder, die sonst kostenlos ins Bad dürfen, in dieser Saison auch Tickets kaufen müssen. Die Preise für einen zweistündigen Zeitblock liegen bei zwei Euro für Erwachsene und einem Euro für Kinder und Jugendliche.

Kassenpersonal wird nicht benötigt, da es keine Tageskasse gibt. Um aber den Zugang zu kontrollieren, plant der Flecken Langwedel, einen Sicherheitsdienst zu engagieren. „Während der Badezeiten sollen die Beschäftigten zudem unterstützende Tätigkeiten als Ordnungskraft und bei Desinfektionsmaßnahmen übernehmen.“ Die Einrichtung der Ticketverkaufsplattform sei nach dem vorliegenden Angebot eines Dienstleisters kostenfrei. Jedoch werden Gebühren bei jedem rechtsverbindlichen Kauf einer Eintrittskarte fällig. Die Langwedeler Verwaltung kalkuliert, dass insgesamt Gebühren in Höhe von 9 000 Euro an den Ticketdienstleister zu zahlen sind.

Gemäß einem Antrag von Ratsmitglied und Ortsbürgermeister Marco Behrmann soll Mitgliedern von Sportvereinen die Abnahme des Schwimmnachweises für das Deutsche Sportabzeichen nach vorheriger Anmeldung ermöglicht werden. Darüber hinaus kann nach einem positiven Beschluss der Politik die DLRG-Ortsgruppe Langwedel das Burgbad zur Durchführung von Trainingseinheiten und Übungsdiensten nutzen.

„Die geltende Badeordnung wird entsprechend den Anregungen des Pandemieplans der Deutschen Gesellschaft für das Bäderwesen ergänzt“, betont die Verwaltung, dass Abstands- und Hygieneregeln in Zeiten von Corona natürlich von allen Besucher eingehalten werden müssen. Um dies besser gewährleisten zu können, wird es in dieser Saison keinen Kioskbetrieb geben.

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