Viertägiges Event in Langwedel

Mit Picknickkorb zum „Kultursommer“

Vom 3. bis 6. September bekommen unter dem Titel „Kultursommer“ Besucher im Garten des Häuslingshauses Langwedel Musik, Literatur, Kabarett und Co. geboten. Natürlich unter Einhaltung der Corona-Richtlinien.
18.08.2020, 16:04
Lesedauer: 3 Min
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Mit Picknickkorb zum „Kultursommer“
Von Marius Merle
Mit Picknickkorb zum „Kultursommer“

Von Dirk Langer alias Nagelritz bekommen die Zuhörer in Langwedel "modernen Seemannsgarn“erzählt. Das Akkordeon darf dabei auch nicht fehlen.

Focke Strangmann

Dem Langwedeler Kulturverein erging es in den vergangenen Monaten wie allen Organisatoren von Veranstaltungen in Deutschland: Alles musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Nun, da die Lockerungen unter gewissen Auflagen wieder Veranstaltungen zulassen, möchte der Verein einige der ausgefallenen Auftritte nachholen lassen. Und so bekommen Kulturliebhaber in Langwedel vom 3. bis 6. September gleich an vier Tagen in geballter Form ein abwechslungsreiches Programm geboten. Unter dem Namen „Kultursommer“ gibt es Musik, Literatur, Kabarett, Theater und Zirkuskunst im Garten des Häuslingshauses.

Für das Projekt hatte der Verein Fördermittel von der Lokalen Arbeitsgruppe Langwedel und dem Landschaftsverband Stade für die ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden erhalten. Dem Verein war es wichtig, diese einigen Künstlern aus der Region zugutekommen zu lassen. „Denn es gibt viele, die es wirklich sehr schwer haben“, weiß die Projektverantwortliche Sigrid Ernst aus den Gesprächen mit ihnen. „Wir als Verein werden mit dem Kultursommer keinen Gewinn machen“, sagt sie. Auch wegen der Zuwendungen sind sehr moderate Eintrittspreise möglich geworden.

Natürlich hat der Verein ein in Corona-Zeiten derzeit übliches Hygienekonzept erarbeitet. Es wird feste Sitzplätze geben und deshalb ist es erforderlich, dass sich alle Besucher unter 0 42 32 / 15 90 ab sofort für die Veranstaltung ihrer Wahl anmelden. Bis zu 50 Plätze sind jeweils maximal im Garten vorhanden. Der Zugang erfolgt von der Südseite. Desinfektionsmittel stehen am Eingang und eine Teilnehmerliste liegt aus. Der Verein bittet alle Besucher, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, die am Platz abgelegt werden kann. Wegen der besonderen Situation wird es auch keinen Ausschank geben. „Die Gäste dürfen gerne ihren eigenen Picknickkorb mitbringen, es sich gemütlich machen und die Zeit im Garten bei Kunst und Kultur genießen“, heißt es vom Verein.

Eröffnet wird der Kultursommer am Donnerstag, 3. September, um 17 Uhr mit einem Familienkonzert. Die Blindfische aus Oldenburg wollen mit einer Mischung aus Rock, Hip Hop und einer gehörigen Portion Comedy für gute Stimmung sorgen. Auf die sonst üblichen Mitmachaktionen bei den Konzerten der Gruppe muss coronabedingt verzichtet werden, aber auch so versprechen die drei Musiker Rolf Weinert, Andi Steil und Roland Buchholz viel Spaß. Der Eintritt beträgt fünf Euro.

Am Freitag, 4. September, lädt Belinda di Keck für 11 Uhr zur Vernissage ihrer Ausstellung „Sonne im Herzen“ ein. Für Musik (Percussion) sorgt Otto Maier. Im Werk der Verdener Künstlerin begegnen sich nach eigener Aussage „Menschen, Kulturen, Symbole und Religionen der Alten und Neuen Welt. Sie treten in Beziehung miteinander und Gemeinsamkeiten werden sichtbar.“ Die Ausstellung ist immer zu Veranstaltungen im Häuslingshaus geöffnet. Ebenfalls am Freitag findet ab 18 Uhr eine Rezitation mit Musik zum Thema „Wilhelm Busch“ mit Ihno Tjark Folkerts statt. Der Kulturverein verspricht einen „heiteren Frühabend“ mit dem Geiger. Der Eintritt kostet sieben Euro.

Der Sonnabend steht im Zeichen der „Kleinkunst vom Feinsten“. Denn voraussichtlich ab 17 Uhr präsentieren Christoph Bendikowski mit Tina Badenhop, Merle Freund und Martin Bogus Theater, Tanz, Jonglage und Akrobatik – alles in nur einer Show. „Ihre kunstvolle Show hat eine romantische Komponente, die die Zuschauer ergreifen wird“, heißt es vom Kulturverein. Die Kosten pro Person liegen bei zehn Euro.

Zu einer Matinee lädt der Verein für Sonntag, 6. September, ab 10.30 Uhr ein. Jutta Winter liest aus ihrem Erstlingswerk “Wir haben es wieder zu etwas gebracht“. Auf ihrer Zeitreise durch zwei Jahrhunderte erzählt die Etelserin eine "fesselnde Familiensaga von erfolgreichen Überlebensstrategien, von kühnen Entscheidungen, von Anpassung und mutigem Widerstand". Für den musikalischen Beitrag sorgt das Duo Paraiso mit Hilton Gonzales an der Gitarre und Peter Hokema an der Mandoline. Fünf Euro kostet der Eintritt dafür. Mit „modernem Seemannsgarn“ endet der Kultursommer am Sonntagabend. Dirk Langer alias „Nagelritz“ wird ab 18 Uhr mit Texten von Ringelnatz und Akkordeon den Besuchern in gewohnter Manier Seemannsgarn erzählen. „Mit frivoler Doppeldeutigkeit, frechem Augenzwinkern und maltesererprobter Seemannskehle bewegt sich Nagelritz zwischen Comedy, Kabarett und Chanson", preist der Kulturverein an. Der Eintritt kostet zwölf Euro.

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