Zusätzliches Bauland in Etelsen

Von kleineren und größeren Projekten

Um der starken Nachfrage gerecht zu werden, wird in Etelsen an verschiedenen Orten zusätzliches Bauland geschaffen – von der Lückenbebauung bis zum neuen Gebiet mit bis zu 120 Wohneinheiten.
10.04.2019, 17:23
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Von kleineren und größeren Projekten
Von Marius Merle
Von kleineren und größeren Projekten

Die ersten Häuser im neuen kleinen Wohngebiet im Bereich Etelser Straße/Asternweg/Lilienweg stehen schon.

Björn Hake

Auf der Fläche zwischen der Etelser Straße, dem Asternweg und dem Lilienweg in Etelsen wird seit vergangenen Sommer bereits kräftig gebaut. Die ersten Einfamilienhäuser stehen schon in dem Bereich, wo die Gesellschaft für wirtschaftliches Bauen (GWB) ein neues kleines Wohngebiet schafft, das offiziell den Titel „Paschkeberg-Erweiterung“ trägt. Auf der gegenüberliegenden Seite der Einfamilienhäuser sollen zudem noch zwölf Doppelhaushälften erbaut werden.

Aber nicht nur an dieser Stelle wird in der Ortschaft Etelsen zusätzlicher Wohnraum entstehen. In der jüngsten Ratssitzung standen gleich drei Änderungen beziehungsweise die Aufstellung von Bebauungsplänen auf der Agenda, durch die laut Verwaltung „der weiteren Baulandnachfrage in Etelsen nachgekommen werden kann“. Dass diese sehr ausgeprägt ist, betonte auch Ortsbürgermeisterin Irmtraut Kutscher in der Sitzung noch einmal: „Es wird stark nach Grundstücken nachgefragt.“

Lücken werden bebaut

Lückenbebauung soll es im Bereich Zur Rampe/Tulpenweg/Nelkenweg geben. Denn die dort als Spielplatz ausgewiesene Fläche soll nach dem Kinderspielplatzkonzept nicht weiter betrieben und stattdessen als Bauplatz veräußert werden. Laut Verwaltung würden nach Änderung des Bebauungsplanes ein oder zwei Grundstücke dort entstehen. Vier Doppelhäuser könnten derweil nördlich der Straße Im Wiedhoop errichtet werden. Die Eigentümerin hat beantragt, den dort gültigen Bebauungsplan entsprechend zu ändern. Bisher war eine Wohnbebauung in diesem Bereich wegen der Nähe zu den Bahnschienen aus immissionsschutzrechtlichen Gründen nicht möglich gewesen.

Inzwischen ist jedoch eine Schallschutzwand gebaut worden, die laut einem erstellten Gutachten die Lärmbelastung zwar nicht völlig verhindert, aber genug, damit Wohnnutzung in dem Gebiet erfolgen kann. Den notwendigen Änderungen der Bebauungspläne hat der Gemeinderat zugestimmt. Gleiches gilt für die Aufstellung eines ganz neuen Bebauungsplanes, was die Immobilien Entwicklungs- und Vertriebsgesellschaft Verden mbH (IVV) beantragt hat. Sie möchte auf dem rund einen Hektar großen Grundstück nördlich der Straße Alter Moorweg Bauland entwickeln und erschließen.

IVV muss Vorarbeit leisten

Bevor der Bebauungsplan aufgestellt wird, muss die IVV die planerischen Grundlagen schaffen, etwa ein Bodengutachten und ein Erschließungskonzept vorlegen. Außerdem soll ein städtebaulicher Vertrag mit dem Flecken Langwedel abgeschlossen werden, der die IVV unter anderem dazu verpflichtet, sämtliche Planungs- und Gutachterkosten zu übernehmen und die Grundstücke nur an Privatpersonen verkaufen – bevorzugt an Bürger der Gemeinde. Wie viele Grundstücke dort entstehen könnten, müsse die weitere Planung zeigen, erklärt Langwedels Bauamtsleiter Bernhard Goldmann.

Doch das mit Abstand größte neue Gebiet für Wohnbebauung in Etelsen wird aller Voraussicht nach auf dem Berkels entstehen, wo die Gesellschaft für wirtschaftliches Bauen mbH (GWB) als Investor auf rund 7,7 Hektar Fläche Grundstücke schaffen will (wir berichteten). Nach Angaben von Goldmann würden dort bis zu 120 Wohneinheiten entstehen. Der Auslegungsbeschluss könnte bis zur nächsten politischen Sitzungsperiode im Juni vorliegen, sodass das Projekt dann weiter Fahrt aufnehmen kann. Bis es dann wirklich komplett in die Realität umgesetzt ist, dauert es aber noch ein bisschen. „Das wird natürlich nicht an ein paar Tagen gebaut“, sagt Bürgermeister Andreas Brandt, der auch betont, dass vor den Wohnhäusern die dort geplante Kita errichtet werden soll.

Schließlich gilt es für den Flecken Langwedel, so schnell wie möglich weitere Plätze für Krippenkinder zu schaffen. „Parallel wird auch noch nach einer weiteren Fläche für eine Kita gesucht“, erzählt Brandt. Auch diese solle wenn möglich in Etelsen gefunden werden – kein Wunder, angesichts der vielen kleinen und großen geplanten Wohnraumprojekte.

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