Sommertournee des Zirkus Ubuntu Artistik und Enthusiasmus

Der Zirkus Ubuntu ist zum Abschluss seiner Sommertournee in Ottersberg unterwegs. Bei den ersten Auftritten dort punkteten die Künstler und Musiker mit Lebensfreude – mit Beteiligung dreier Ottersbergerinnen.
25.07.2019, 16:29
Lesedauer: 3 Min
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Von Nico Brunetti

Beim Auftakt in Ottersberg herrschten nicht die einfachsten Bedingungen, so war es am Mittwochmittag ziemlich heiß im Zelt am Mühlenweg. Dennoch legten die norddeutschen Künstler und Musiker des Zirkus Ubuntu einen sehr eindrucksvollen Auftritt hin. In ihrer Vorstellung der Geschichte „Khanysa – Land der Erkenntnis“ punkteten sie vor allem mit großem Enthuasiamus. Neben artistischen Glanzleistungen sahen bis zu 70 Zuschauer auch ein tolles Schauspiel.

Involviert ins Programm waren dabei auch drei Ottersbergerinnen: Die beiden Geschwister Laura (12) und Johanna Müller (14) und Laura Cleef (13). Alle drei kennen sich persönlich, da sie die Freie Rudolf-Steiner-Schule in Ottersberg besuchen. Bei der Vorstellung hatten die Jugendlichen verschiedene Funktionen. Oft sind es auch sehr viele Aufgaben, die einzelne Künstler übernehmen. Das war bei der diesjährigen Sommertournee des Zirkus Ubuntu beispielsweise auch bei Johanna Müller so. Insbesondere war sie aber für das Jonglieren oder die Partnerakrobatik verantwortlich. Auch eine kleine Schauspielrolle wurde ihr übertragen. Ihre Schwester Laura Müller übte unter anderem Stepptanz aus. „Tuch, Einrad, Pyramiden, Stelzenlauf“ gehörten zu den Aufgaben von Larua Cleef.

Traum geht in Erfüllung

Für Laura Cleef war die Erfahrung, eine Tournee beim Zirkus zu erleben, neu. „Ich bin zum ersten Mal dabei. Es war schon immer mein Traum, mitzumachen“, sagte sie vor der Auftaktveranstaltung am Mittwochmittag. Das Interesse bei ihr wuchs über Besuche. „Seit sechs Jahren gehe ich schon zu Vorstellungen von Ubuntu.“ Die Teilnahme an der Tournee, die in Ottersberg am Freitag ihr Ende findet, bereut sie nicht. Sie sei aber auch mit Energieleistungen verbunden. Laura Cleef meinte: „Das ist schon auch anstrengend.“

Demnach opfern die beteiligten Künstler und Musiker auch viel Freizeit. Das berichtete Laura Müller, die von monatelangen Vorbereitungen spricht. „Man meldet sich im Herbst für ein einjähriges Projekt an und trainiert dann ab Januar jeden Samstag von 10 bis 17 Uhr.“ Standort ist hierbei Horst, eine Stadt in Schleswig-Holstein. Dort befindet sich der Sitz des Zirkusprojektes. Dabei werden nach und nach auch die Rollen an die einzelnen Artisten vergeben. „Dreimal haben wir ein Zirkeltraining, da werden wir bewertet. Entscheidend ist, wie gut wir waren, aber auch, was wir machen wollen“, sagte Laura Müller, die sich lobend über die Organisation beim Zirkus Ubuntu äußert. „Man muss vorher gar nicht so viel können. Wir lernen viel.“

Erneute Teilnahme

Genau wie sie ist auch ihre Schwester Johanna Müller in diesem Sommer das zweite Mal bei der Tournee des Zirkus Ubuntu dabei gewesen. Im Endeffekt sind beide – ähnlich wie Laura Cleef – über Zirkusbesuche zur Anmeldung für das Projekt gekommen. Durch die erneute Teilnahme hält sich die Nervosität der Beiden mittlerweile in Grenzen. „Manchmal ist man aufgeregt, manchmal nicht. Für uns ist der Zirkus Alltag geworden“, beschrieb Laura Müller. „Wir spielen die ganze Vorführung. Und wenn es mal nicht klappt, dann ist es eben so“, bekräftigte Johanna Müller.

Im Grunde genommen ist es aus der Sicht von Johanna Müller wichtig, Spaß zu vermitteln. Und wie das geht, präsentierten die Künstler und Musiker am Mittwochmittag am Mühlenweg in Ottersberg in beeindruckender Manier. Die Freude war bis ins Publikum zu spüren, und sie war auch deutlich zu erkennen. Nach erfolgreichen Einlagen konnte ständig ein erfrischendes Lächeln der Artisten vernommen werden. Obwohl die aufzuführende Geschichte nicht bei allen Akteuren gleichermaßen gut angekommen ist – das verriet zumindest Johanna Müller. Ihr hatte die Geschichte aus dem Vorjahr, „Lumea – Tumult im Fischerdorf“, mehr zugesagt.

Mitmachzirkus am Freitag

Die Tour endet für den Zirkus Ubuntu mit dem Aufenthalt in Ottersberg. Nach Aufführungen am Mittwoch und Donnerstag stehen nun die letzten Vorstellungen an diesem Freitag, 26. Juli, um 14.30 und 19 Uhr auf dem Programm. Vom Zirkus-Projekt wird vorher ab 11 Uhr ein Mitmachzirkus angeboten, die Teilnahme kostet fünf Euro.

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