Blaualgen im Otterstedter See

Badewarnung für den Otterstedter See

Zum wiederholten Male muss der Landkreis Verden aufgrund von Blaualgen eine Badewarnung für den Otterstedter See aussprechen. Ein Förderantrag bei der NLWKN soll eine Sanierung des Sees möglich machen.
16.06.2020, 13:35
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Antonia Blome
Badewarnung für den Otterstedter See

Blaualgen äußern sich durch grüne Schlieren im Wasser.

Torsten Höner

Im Otterstedter See besteht zurzeit wieder ein vermehrtes Aufkommen an Blaualgen. Laut einer Mitteilung des Landkreises Verden kann es nun je nach Wind- und Wellenverhältnissen zum Beispiel in Strandbereichen zu Ansammlungen der Bakterien kommen. Das Baden in diesen Bereichen sowie solchen mit sichtbaren Schlieren sollte unterlassen und insbesondere Kinder sollten beim Baden in dem Gewässer beaufsichtigt werden. Noch vergangene Woche wurde dem Otterstedter See eine ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt (wir berichteten). Dies revidierte der Landkreis Verden nun und sprach die Badewarnung aus.

Dauerhafte Lösung

Künftig soll es eine dauerhafte Lösung für das Blaualgenproblem geben. „Wir haben beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz einen Antrag auf Förderung einer Sanierung des Otterstedter Sees gestellt“, teilt Bauamtsleiter Ralf Schack mit. Es gebe mehrere Varianten zur Sanierung des Sees. Zum Beispiel könnten EM (Effektive Microorganismen) oder eine Wasserbelüftung im Kampf gegen die Blaualgen zum Einsatz kommen. In den nächsten zwei Wochen werde bekannt, ob der Antrag von der NLWKN genehmigt worden sei.

Der Otterstedter See hat bereits seit Langem ein Problem mit Blaualgen und es wurde mehrmals das Bindemittel Bentophos eingesetzt. Zum letzten Mal hatte die Ottersberger Politik Ende Februar dieses Jahres eine Behandlung des Sees mit dem Mittel genehmigt, um das Blaualgenproblem zu lösen. Der Otterstedter See ist auch als „Pastorensee“ bekannt und liegt einen Kilometer südöstlich von Ottersberg in einem Wochenendhausgebiet. Das Gewässer misst 4,5 Hektar und hat eine maximale Tiefe von elf Metern. Die öffentliche Badestelle befindet sich am Ostufer des Otterstedter Sees.

Haut- und Schleimhautreizungen möglich

Bei Blaualgen handelt es sich nicht um Algen, sondern Bakterien, die aufgrund ihrer bläulich-grünlichen Farbe auch als Cyanobakterien bezeichnet werden. Beim direkten Hautkontakt mit belastetem Wasser können Haut- und Schleimhautreizungen, allergische Reaktionen, Bindehautentzündungen und Ohrenschmerzen die Folge sein. Das Verschlucken von kontaminiertem Wasser kann insbesondere bei Kindern zu Erbrechen, Hautreizungen oder Durchfallerkrankungen führen.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+