Ausstellung bei Froben

Ein Querschnitt der Gegenwartskunst

Seit rund 33 Jahren betreibt die Ottersberger Künstlerin Ute Seifert ihr Atelier „Kunst Raum“ und lädt regelmäßig zu Ausstellungen ein. Die aktuelle Bilderschau „Du könntest“ läuft in der Buchhandlung Froben.
25.05.2020, 16:24
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Ein Querschnitt der Gegenwartskunst
Von Lars Köppler
Ein Querschnitt der Gegenwartskunst

Kunst ist aus dem Leben von Ute Seifert nicht mehr wegzudenken. Vor rund 33 Jahren gründete sie daher den Kunst-Raum und lädt regelmäßig zu Ausstellungen ein.

Björn Hake

Seit rund 33 Jahren betreibt Ute Seifert ihren „Kunstraum“ mit Ateliers in Otterstedt und Bremen. Die bildende Künstlerin und Kunsttherapeutin schafft darin Räume und Möglichkeiten für Menschen, die ihrem Alltag ein schöpferisch-regeneratives Gegenüber setzen wollen. Höhepunkte ihres Schaffens sind regelmäßige Bilderschauen wie die aktuelle Ausstellung „Du könntest“, die noch bis zum 26. Juni in den Räumen der Ottersberger Buchhandlung Froben für Publikum zugänglich ist. Insgesamt sind Exponate von sieben Künstlern zu sehen. Die Bandbreite reicht von Skulpturen über Abstraktionen bis zur gegenständlichen Malerei. Alles zusammen soll einen Querschnitt der Gegenwartskunst der Region ergeben.

Die Arbeiten seien in der fortlaufenden Atelierarbeit in erster Linie in den Gruppen in Otterstedt entstanden, erklärt Ute Seifert. Einige Arbeiten sind aber auch von Bremer Teilnehmern – beispielsweise die Buchobjekte „ausgelesen“, die sich thematisch mit dem Ausstellungsort Buchhandlung zusammenfinden. An der Ausstellung „Du könntest“ sind derweil Jutta Anlauf aus Fischerhude, Sibyll Amthor, Inge Girardet und Erich Wünsch aus Bremen, Christiane Weinrichs aus Hamburg, Claudia Broy aus Neumünster und Ines Schepker aus Berne beteiligt. „Alle treffen sich regelmäßig einmal pro Quartal in meinem Atelier“, erzählt Seifert, die mit Erich Wünsch sogar schon seit 30 Jahren im künstlerischen Austausch steht. „Wichtig sind die Kontinuität in der Arbeit und die Gemeinschaft, die durch die Kontinuität entsteht“, weiß die Gastgeberin zu berichten.

Ute Seifert hatte im Jahr 1982 beschlossen, sich ganz der Kunst zuzuwenden. Sie zog nach Fischerhude, meldete sich in Ottersberg an der Fachhochschule an und studierte vier Jahre Malerei. Außerdem arbeitete Ute Seifert als Kunsttherapeutin mit verhaltensauffälligen jungen Erwachsenen in den Steinfelder Werkstätten und freiberuflich als Malerin. Die Kunst ist aus ihrem Leben längst nicht mehr wegzudenken. Vor rund 33 Jahren gründete sie daher den Kunst-Raum. „Der Kunst-Raum ist ein Ort der schöpferisch-regenerativen Betätigung und Kommunikation“, sagt Seifert. Hier treffen sich Menschen aus unterschiedlichsten Lebenszusammenhängen und Altersstufen, um künstlerisch oder kunsttherapeutisch zu arbeiten, sich mit bildnerisch-künstlerischen Themen auseinanderzusetzen oder um künstlerische Techniken zu erlernen. Mit Kreativität könnten die regenerativen Kräfte angeregt werden, erklärt Seifert.

Die Künstlerin hat sich nicht erst als Mitorganisatorin und Ausstellerin der „Otterstedter Verortungen“ einen Namen gemacht. Seit 1983 hat sie in Ausstellungen in Fischerhude, Bremen, Hamburg, Frankfurt, Köln, Verden und Achim Fotografien, Druckgrafiken und Gemälde gezeigt. Zudem ist sie Mitglied im Bund Bildender Künstler. „Es kann in nahezu allen bildnerischen Verfahren gearbeitet werden. Malerei mit ihren vielfältigen Techniken, Zeichnung, plastisch, Drucktechniken, Buchbinden oder experimentelle Verfahren. Wichtig ist, dass je ganz eigene Wege entwickelt und gepflegt werden. So sind auch in dieser Ausstellung ganz unterschiedliche und vielfältige Arbeiten zu sehen“, beschreibt sie den Charakter ihrer aktuellen Ausstellung.

Für den 26. Juni ab 19 Uhr ist zudem eine Finissage geplant. Ute Seifert und Anja Froben begrüßen die Gäste, während Ines Schepker die Veranstaltung mit einer Kurzlesung bereichert. Bis dahin ist die Ausstellung montags bis freitags von 9 bis 18.30 Uhr und jeden Sonnabend von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

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