Ortsrat tagt Ein Kleinod am Fährwisch

Der Ortsrat Ottersberg befasst sich in seiner Sitzung an diesem Mittwoch unter anderem mit drei Anträgen der CDU-Fraktion, die das Areal zwischen Otterbad, Schule und Sportzentrum attraktiver gestalten will.
06.11.2018, 07:55
Lesedauer: 2 Min
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Ein Kleinod am Fährwisch
Von Lars Köppler

Die anstehende Sanierung des Otterbades möchte die Ottersberger CDU-Fraktion zum Anlass nehmen, das Areal rund um die beliebte Badestätte und das Sportzentrum mit weiteren gezielten Aktionen aufzupeppen und für Einheimische und Touristen gleichermaßen attraktiver zu gestalten. Bereits Ende Mai hatte Ratsmitglied Hannah Schwarz-Kaschke drei entsprechende Anträge an die Rathausverwaltung adressiert, die an diesem Mittwoch, 7. November, nunmehr im Ortsrat Ottersberg auch politisch betrachtet werden. Das Gremium tagt ab 20 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.

Ein Kleinod am Fährwisch, diese Vision hat die Rechtsanwältin mit dem Antrag publik gemacht. „Im Rahmen der Otterbad-Sanierung und der geplanten Aufstellung von Fitnessgeräten durch den TSV Ottersberg könnte es eine schöne Rundum-Gestaltung zur Abrundung des Ortsbildes bis hin zur Schule geben“, erklärt Schwarz-Kaschke ihren Vorstoß und nennt Blumenkästen, Müllentsorgung und regelmäßige Instandhaltung als Beispiele für die Gestaltung. Die Pflege und Wartung dieses Areals könnte einen Bereich entstehen lassen, der Menschen dazu animiert, dort beim Sonntagsspaziergang zu verweilen, glaubt die Ratsfrau.

Bauverwaltung schlägt Teilung vor

Die Ottersberger Bauverwaltung hat sich derweil mit diesem Thema bereits intern befasst und ihre eigenen Schlüsse gezogen. Dabei regt Bauamtsleiter Ralf Schack an, den Bereich in zwei Teile zu trennen. Für den Weg zwischen dem Sportzentrum und der Wümmeschule sieht auch er Handlungsbedarf. Insbesondere das achtlose Wegwerfen von Abfall durch Passanten, die zwischen Schule und Sporthallenkomplex unterwegs sind, habe man festgestellt.

Da der Parkplatz auch als Abstellfläche für Altpapiercontainer genutzt wird, entstehen auch dort Verschmutzungen, die das Gesamtbild trüben. „Die Schulen und der TSV als Organisator der Altpapiersammlung sind nochmals auf die Probleme hingewiesen und um Unterstützung bei der Vermeidung von wildem Müll in der Landschaft und auch bei der regelmäßigen Reinigung des Bereiches von Unrat gebeten worden“, hat auch Schack bereits reagiert und durch das Aufstellen eines zusätzlichen Mülleimers sowie einer weiteren wöchentlichen Leerung zwei Maßnahmen getroffen.

Zwei Varianten

Der zweite Bereich betrifft den sogenannten Osterfeuerplatz, der nicht nur für das Osterfeuer genutzt wird, sondern auch als Standort für Zirkuszelte, das Schadstoffmobil des Landkreises Verden und als Prüfstand des ADAC. Um das rund 4300 Quadratmeter große Areal zu befestigen und somit Schlammlandschaften bei Regen zu vermeiden, hat das Bauamt zwei Varianten – mit einem Mineralgemisch oder einer Spezialverlegeplatte – geprüft, die nun im Ortsrat vorgestellt werden. Im Fall einer von der Politik gewünschten Umnutzung der Fläche zum Parkplatz müsste laut Schack eine Baugenehmigung eingeholt werden.

Den Antrag von Hannah Schwarz-Kaschke, auch eine Informationstafel beim Hallenbad aufzustellen, unterstützt die Verwaltung derweil. Neben einem Ortsplan sollte die Tafel die wichtigsten Freizeit- und Versorgungsmöglichkeiten, die Begrüßung „Herzlich Willkommen in Ottersberg“ sowie wichtige Rufnummer für Wohnmobilisten enthalten, die Station am Fährwisch machen. Und auch eine Ottersberg-App steht auf dem Wunschzettel der Christdemokratin. Diese sollte kostenlos erhältlich sein und ihre Verbreitung intensiv beworben werden. Die App könnte auch als Plattform für Selbstständige dienen, um Werbung in eigener Sache zu machen, heißt es.

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