HKS Ottersberg

Eine gute Adresse für die Forschung

Die Ottersberger Hochschule für Künste im Sozialen (HKS) hat am Montag aus den Händen von Landesminister Björn Thümler einen Förderbescheid erhalten. Davon soll der neue Forschungstrakt finanziert werden.
14.01.2019, 16:14
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Eine gute Adresse für die Forschung
Von Lars Köppler
Eine gute Adresse für die Forschung

Björn Thümler, Landesminister für Wissenschaft und Kultur, zeigte auch ein Modell des künftigen Forschungstraktes.

Michael Braunschädel

Besser als 2019 kann ein neues Jahr für die Verantwortlichen, Dozenten und Studierenden der Ottersberger Hochschule für Künste im Sozialen (HKS) eigentlich gar nicht beginnen. Denn, dass gleich beim ersten offiziellen Anlass ein Landesminister die traditionsreiche Bildungseinrichtung besucht und der Mannschaft um HKS-Geschäftsführer Ralf Rummel-Suhrcke einen Förderbescheid in Millionenhöhe für den dringend benötigten Forschungstrakt überreicht, ist für die Hochschule ohne Frage ein wichtiges Signal für die Zukunft. „Der Campus wird sich in den nächsten zwei Jahren sehr stark verändern“, sagte der sichtlich erleichterte und hocherfreute Frontmann am Montagvormittag im Rahmen der Zeremonie, zu der neben Björn Thümler als niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur auch zahlreiche lokale Größen aus der Kreis- und Gemeindepolitik erschienen waren.

Förderung nimmt Druck

Mit dem Ziel, die bisherigen Forschungen an der hiesigen Hochschule auf den Gebieten der künstlerischen Therapien und der künstlerischen Forschung in verschiedenen Anwendungsfeldern zu vertiefen, baut die HKS derzeit einen neuen Forschungsschwerpunkt (FSP) mit dem Titel „Künstlerische Interventionen in Gesundheitsförderung und Prävention“ auf. Die Förderung vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur aus Mitteln der Volkswagen-Stiftung nimmt den Verantwortlichen vorerst den Druck, das Projekt alleine finanziell schultern zu müssen.

Denn der Neubau, der aus drei Etagen bestehen und eine Nutzfläche von 1264 Quadratmetern haben soll, kostet insgesamt – wie berichtet – rund 3,5 Millionen Euro, wovon die Hochschule zehn Prozent aus Eigenmitteln zur Finanzierung beisteuern muss. Die Hälfte der Gesamtkosten werden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) und bis zu 40 Prozent aus Landesmitteln beglichen. „Wir können jetzt mit viel Dynamik ins Jahr 2019 gehen“, stellte Rummel-Suhrcke fest und versprach, der Hochschule „ein modernes Gesicht“ zu verpassen.

Die aus dem Bau des Forschungstraktes resultierende Vernetzung von Forschungs- und Praxispartnern soll in Ottersberg künftig auf eine breite regional wie international fundierte Basis gestellt werden. „Mit dem Erweiterungsbau kann die Hochschule ihr Forschungsprogramm vorantreiben und sich zukunftsfähig aufstellen. Dies ist wichtig für die Weiterentwicklung der HKS Ottersberg, die ein bedeutender Partner für den Wissenstransfer in der Region ist„, zeigte sich auch Landesminister Thümler angetan von den Plänen. „Zur künstlerischen und evidenzbasierten Erforschung von Interventionsprozessen in sozialen, wirtschaftlichen und klinischen Feldern müssen bauliche und räumliche Voraussetzungen geschaffen werden, die auf adäquate Bedingungen und Nachhaltigkeit abzielen. Wir sichern die weitere Entwicklung der Hochschule“, ergänzte Rummel-Suhrcke.

Labore, Studios und Ateliers

In dem Neubau auf dem erweiterten Campus an der Großen Straße 107 in Ottersberg werden Labore, Studios und Ateliers für die interdisziplinäre künstlerische Arbeit und Räume des Forschungsteams für Beobachtung, Reflexion und Evaluation untergebracht. Zudem sind drei Büros für die Wissenschaftlichen Mitarbeiter und Promotionsstipendiaten des Forschungsschwerpunktes vorgesehen.

Der Bau des Forschungstraktes, der von dem Berliner Architekten Andreas Oevermann geplant wird, ist derweil nur einer von insgesamt drei Bauabschnitten. Auch ein Verwaltungs- und Seminartrakt sowie ein Mehrzweckgebäude mit Aula sollen auf dem Campus-Areal bis 2020 entstehen. „Da müssen wir uns noch gewaltig strecken“, sagte Ralf Rummel-Suhrcke mit Blick auf den Verwaltungstrakt, der finanziell nicht gefördert wird.

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