HKS Ottersberg

Fördermittel für den Forschungstrakt

Der Ausschuss für Haushalt und Finanzen des Niedersächsischen Landtags hat Fördermittel für den Bau eines Forschungstraktes an der Ottersberger Hochschule für Künste im Sozialen (HKS) bewilligt.
06.12.2018, 07:55
Lesedauer: 3 Min
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Fördermittel für den Forschungstrakt
Von Lars Köppler
Fördermittel für den Forschungstrakt

Ein vereinter Campus mit drei Gebäudekomplexen soll auf dem Gelände der Ottersberger Hochschule entstehen.

Focke Strangmann

Fantastische Nachrichten aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) haben die Ottersberger Hochschule für Künste im Sozialen (HKS) erreicht. Während im Hintergrund bereits seit rund einem Jahr intensive bauliche Planungen für die knapp neun Millionen teure Erweiterung und Umstrukturierung der Einrichtung laufen, ist jetzt aus Hannover die Zusage von Fördermitteln in Höhe von 3,47 Millionen Euro eingetroffen. Auf dem Gelände an der Großen Straße sollen drei neue Gebäudekomplexe und somit ein vereinter Campus entstehen, an dem sich zukünftig das gesamte Hochschulleben abspielen wird.

Der zweite Standort an der Straße Am Wiestebruch, wo aktuell etwa die Verwaltung und die Räume für den Theaterstudiengang untergebracht sind, soll derweil geschlossen werden. Dafür soll eines der neuen geplanten Gebäudeteile am Hauptsitz dann die Büroräume für die Verwaltung beherbergen, ein anderes unter anderem die benötigten Seminarräume für die Theaterstudierenden. Die Kosten für diese beiden Gebäude, insgesamt rund sechs Millionen Euro, muss die HKS selbst stemmen. Teil dieses Großprojekts ist zudem der Neubau eines Forschungstraktes mit dem Schwerpunkt „Künstlerische Interventionen in Gesundheitsförderung und Prävention“, der nunmehr mit Mitteln des MWK gefördert werden soll.

Wichtige Förderzusage

Mit dem neuen Schwerpunkt intensiviere die Ottersberger Hochschule ihre bisherigen Forschungen auf den Gebieten der künstlerischen Therapien und der Künste im öffentlichen Raum und stelle sie mit der daraus resultierenden Vernetzung von Forschungs- und Praxispartnern auf eine breite regional wie international fundierte Basis, heißt es aus dem Ministerium. „Mit dem geplanten Forschungstrakt sichert die HKS Ottersberg die Umsetzung und weitere Entwicklung ihres Forschungsprogrammes“, begründet Gabriele Andretta, Präsidentin des Niedersächsischen Landtages, die für die HKS so wichtige Förderzusage. Zur Umsetzung dieser Ziele müssten daher bauliche und räumliche Voraussetzungen geschaffen werden, die auf adäquate Bedingungen und Nachhaltigkeit abzielen.

Der HKS-Forschungstrakt, der nunmehr finanziell gefördert werden soll, ist derweil der erste von zwei geplanten Bauabschnitten, mit denen die von Ralf Rummel-Suhrcke geführte Bildungsstätte ihre Erweiterungs- und Modernierungspläne verfolgt. Die größtenteils veralteten Gebäude entsprechen nach Meinung des Geschäftsführers nicht mehr den heutigen Anforderungen, zudem seien die zwei voneinander getrennten Standorte nicht mehr funktional.

Gute Nachricht

Den Förderantrag hatte die HKS gemäß der MWK-Richtlinie „Innovation durch Hochschulen und Forschungseinrichtungen“ bereits am 13. Juli 2017 gestellt. Danach durchlief der Antrag eine Prüfung durch die NBank und das Innovationszentrum Niedersachsen, das externe Gutachter beauftragt hatte, die schließlich grünes Licht gaben. Auch das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg kam zu einem positiven Ergebnis und unterstützt das Vorhaben nachdrücklich. Bis zu 50 Prozent der 3,47 Millionen Euro werden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und bis zu 40 Prozent aus Landesmitteln getragen. Zehn Prozent der Kosten finanziert die Hochschule aus eigenen Mitteln. „Das ist eine gute Nachricht für den Kunst- und Wissenschaftsstandort Ottersberg“, findet auch die SPD-Landtagsabgeordnete Dörte Liebetruth, die als Mitglied im Ausschuss für Haushalt und Finanzen des Landtags ihren Anteil an der Erfolgsmeldung für die HKS hat.

Als private Hochschule trägt die HKS Ottersberg derweil die Bauherrenverantwortung für das Projekt und hat die Erstellung der erforderlichen Bauunterlagen an das Architekturbüro Andreas Oevermann vergeben. Die Förderung sollte noch im Jahr 2018 erfolgen, damit der Bau des Forschungstraktes zeitnah beginnen und die geplante Fertigstellung bis März 2020 verwirklicht werden kann.

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