Fußball-Bezirksliga

Nächstes Ziel Stammkeeper

Leon Becker will beim TSV Fischerhude-Quelkhorn den nächsten Schritt machen und dauerhaft im Kasten stehen. Für den jungen Torhüter ist seine erste Saison im Herrenbereich optimal gelaufen.
29.07.2020, 08:48
Lesedauer: 3 Min
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Nächstes Ziel Stammkeeper
Von Maurice Reding
Nächstes Ziel Stammkeeper

Grund zum Jubeln will Leon Becker auch in der kommenden Saison haben. Die Bezirksliga ist der nächste Schritt in seiner noch jungen Karriere.

Björn Hake

Es steht der vielleicht letzte Elfmeter an. Leon Becker springt auf der Linie auf und ab. Er wartet lange, bis er sich für eine Ecke entscheidet. Sein Entschluss erweist sich als goldrichtig: Der Torhüter hält den Ball und macht den TSV Fischerhude-Quelkhorn damit zum Kreispokalsieger. Seine Mitspieler feiern ihn, der 19-Jährige genießt die Lobeshymnen. Es ist der perfekte Abschluss einer Saison, die mit dem Double aus Meisterschaft und Pokalsieg für den jungen Torhüter nicht besser hätte laufen können. Bemerkenswert dabei: Es war Beckers erste Spielzeit im Herrenbereich. „Meine erste Saison ist optimal gelaufen“, frohlockt der Torhüter.

Von insgesamt 15 Spieltagen, die in der Kreisliga aufgrund des vorzeitigen Saisonabbruchs lediglich ausgetragen worden sind, stand Leon Becker sechs im Tor. Keine so schlechte Statistik für die erste Saison. Das sieht auch Becker so. „Robert Wiejack und ich hatten eine Zwei-Spiele-Regelung. So haben wir uns immer abgewechselt. Das hat schon Sinn ergeben“, erzählt er. Wiejack stand dennoch drei Spiele öfters im Tor als der 19-Jährige. „Ich war zwischendurch krank und fiel deshalb länger aus“, nennt er den Grund. Trotzdem ist Becker mit der Anzahl der Einsätze, die ihm das Trainerduo Matthias Warnke/Yannick Becker in seiner ersten Saison geschenkt hat, zufrieden.

Für die neue Saison, in der die Fischerhuder in der Bezirksliga antreten, hat sich der junge Keeper ein festes Ziel gesetzt. „Ich will Stammkeeper werden“, sagt der 19-Jährige selbstbewusst. Für dieses Ziel muss er sich aber in einem Dreikampf behaupten. In der Bezirksliga will Becker, der seit drei Jahren bei Fischerhude ist, vor allem Erfahrung sammeln. Auch wenn die Bezirksliga für Becker und seine Mannschaftskollegen vorwiegend Neuland ist, wollen die Fischerhuder eine gute Rolle spielen. „Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Wir haben eine gute Mannschaft, da bin ich guter Dinge“, sagt der Torhüter, der sich vor allem über die Verpflichtung von Kevin Sammann vom SV Blau-Weiß Bornreihe freut.

Bevor Becker in den Kasten ging, spielte er lange Zeit im Jugendbereich im Feld. „In der U13 haben wir uns im Tor dann abgewechselt. Ich hatte dann Bock und habe immer mehr Spaß daran gefunden“, erzählt er. Doch was zeichnet den 19-Jährigen aus? „Meine Stärken habe ich auf der Linie, außerdem habe ich gute Reflexe“, sagt er. Verbesserungspotenzial sieht er in seinem Aufbauspiel. „Ich habe zwar schon Fortschritte gemacht. Bei Abschlägen, oder wenn ich unter Druck angelaufen werde, will ich mich aber noch verbessern“, sieht Becker noch Entwicklungspotenzial.

Mit der Bezirksliga macht Becker den nächsten Schritt. Ob es in Zukunft höherklassig für ihn weitergeht, vermag der 19-Jährige nicht zu prognostizieren. „Ich habe mir diesbezüglich noch kein festes Ziel für die Zukunft gesetzt und will erst mal abwarten. Auf die Landesliga oder die Oberliga hätte ich aber schon irgendwann Lust“, sagt der Keeper, der das Gymnasium in Sottrum besucht und dort in die 13. Klasse kommt.

Direkte Vorbilder – wie manch andere Torhüter sie haben – hat Leon Becker nicht. Barcelonas Marc-André ter Stegen hat es ihm dennoch angetan. „Ich finde es super, ihn spielen zu sehen“, schwärmt der 19-jährige vom Nationaltorhüter. Was sein eigenes Torwartspiel angeht, orientiert sich Becker an Etelsens Schlussmann Benjamin Skupin. „Wir haben in Oyten zusammengespielt. Von ihm habe ich mir einiges für mein Torwartspiel abgeguckt“, sagt Becker über seinen früheren Teamkollegen.

Da der TSV Etelsen künftig wieder in der Landesliga Lüneburg antritt, muss Leon Becker in der kommenden Spielzeit auf ein direktes Duell mit seinem früheren Mannschaftskameraden verzichten. Im Fokus stehen bei dem 19-Jährigen aber ohnehin andere Dinge: Wenn das erste Punktspiel in der Bezirksliga ansteht, will Leon Becker im Kasten stehen und seinem Team mit guten Leistungen zum Klassenverbleib verhelfen. Dass das kein leichtes Unterfangen angesichts von 21 Mannschaften und mehreren Absteigern ist, wissen die Fischerhuder. Aber mit einem selbstbewussten Team sei nichts unmöglich. Die Einstellung stimmt bei dem jungen Keeper schon mal.

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