Atelierausstellung in Ottersberg

Kunst in allen ihren Facetten

Kunst besitzt viele Facetten - ob gemalt, gezeichnet, in plastischen Objekten umgesetzt oder als Musik präsentiert, dies zeigte nun die „Ateliergemeinschaft Große Straße".
08.12.2019, 17:04
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Von Jörg Hübner
Kunst in allen ihren Facetten

Die vielfältigen Möglichkeiten, die ein Künstler hat, um sich auszudrücken, wurden nun in der Ausstellung der Ottersberger „Ateliergemeinschaft Große Straße 60" vereint.

Jonas Kako

Kunst besitzt viele Facetten. Ob gemalt, gezeichnet, in plastischen Objekten umgesetzt oder als Musik präsentiert, die Möglichkeiten des Künstlers sich auszudrücken sind vielfältig. Dies zeigte die „Ateliergemeinschaft Große Straße 60" nun mit ihrer Ausstellung unter dem Motto Kunst, Advent und Kulinarik sowie dem Rahmenprogramm.

Phyllis Helmhold und ihre Freundin Samis Obst bildeten ein Team und sind Zeichnerinnen. Sie porträtierten einige Besucher der Veranstaltung. „Auch mein Vater ist Künstler“, sagte die studierte Kunsttherapeutin Samis Obst. Sie selbst hätte schon früh mit dem Zeichnen angefangen. Das Porträtieren liege ihr besonders am Herzen, da sie eine soziale Ader und ein ausgeprägtes Interesse an Menschen habe. Mit seinem eben fertiggestellten Konterfei war Besucher Devin Aydogan aus Walle dann auch sichtlich zufrieden und freute sich über die Zeichung, die seine Gesichtszüge naturgetreu wiedergaben.

Anja Josefine Schanz zeigte Miniaturbilder und Collagen, außerdem las sie aus ihren selbst verfassten und illustrierten Kinderbüchern. „Damit möchte ich der Sehnsucht der Kinder nach Liebe und Angenommensein gerecht werden“, berichtete die Ottersberger Künstlerin. „Musik ist die Sprache des Herzens“, erklärte dagegen Bettina Jörgensen. Sie erfreute das Publikum mit ihrem Repertoire an Liedern aus Jazz und Pop. Ebenso bot die ausgebildete Gesangslehrerin auch montierte Kleinbilder unter dem Titel „Moments of Love“ sowie Fairtradeprodukte aus dem Herkunftsland ihrer Familie Madagaskar an.

Das Portfolio von Christiane Wöhler war ebenfalls abwechslungsreich. Sie hatte zur Ausstellung keramische Arbeiten, Bilder mit malerischer Umsetzung von Blättern sowie ungefärbte Alpakagarne aus deutscher Zucht mitgebracht. „Das Wechselspiel der künstlerischen Arbeiten hat bei der Auswahl eine entscheidende Rolle gespielt“, erklärte die Professorin für Textildesign. Eine Lanze für die Farbe Zinnober zu brechen, war das Anliegen von Brigitte Gläsel. Sie präsentierte Collagen aus verschiedenen Papieren in gelb-rötlichen Tönen. Die Bedeutung von „Zinnober“ sei in der Volkssprache negativ besetzt und würde mit dem Begriff „Blödsinn“ gleichgestellt. „Diesem Irrglauben möchte ich mit meinen Werken entgegenwirken“, betonte die ausgebildete Kunstpädagogin aus Achim.

Für die Atelierausstellung konnte sich auch Jürgen Fey, Besitzer der benachbarten Eismanufaktur „Vanille & Pfeffer“ begeistern. Er ist nämlich selbst künstlerischer Fotograf und stellte seine Räume für weitere Präsentationen zur Verfügung. Zudem bot er zu diesem speziellen Anlass eigene Kreationen weihnachtlicher Speisen an. „Das soll der Auftakt für künftige Ausstellungen in den folgenden Jahren sein.“ Er wolle den Kunstschaffenden aus der Region eine Plattform bieten und sich auch in Richtung der Hochschule für Künste im Sozialen öffnen. Christoph Plünnecke war einer der Künstler, der seine Werke in der Eismanufaktur ausstellte. Er schmückte die Wände mit großformatigen Fotografien, die nach einer digitalen Bearbeitung wie Gemälde wirken. Der auch als Schauspieler und Regisseur tätige Fotograf erklärte den interessierten Gästen zudem die angewandten Techniken.

Begeistert von der Veranstaltung war unter anderem Barbara Janson. Die Besucherin freute sich sehr über die Vielseitigkeit der einzelnen Beiträge. „Die Ausstellung hat mir sehr gefallen“, lobte die Ottersbergerin.

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