Ortsfeuerwehr Ottersberg Markus Witkowski bleibt Ortsbrandmeister

Die Kameraden der Ortsfeuerwehr Ottersberg haben bei der jüngsten Jahreshauptversammlung das Einsatzjahr 2022 bilanziert und personelle Weichen für die Zukunft gestellt. Der bisherige Frontmann bleibt an Bord.
24.01.2023, 13:43
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Markus Witkowski bleibt Ortsbrandmeister
Von Lars Köppler

Es waren dramatische Momente für die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Ottersberg an jenem Donnerstag zwischen Weihnachten und Silvester. Die Bilder des tödlichen Unfalls, der sich am 29. Dezember auf der Landesstraße 132 zwischen Ottersberg und Otterstedt ereignete, waren bei der jüngsten Jahreshauptversammlung der engagierten Brandschützer immer noch präsent. Ein 65-jähriger Autofahrer hatte am besagten Tag sein Leben verloren, eine 37-Jährige musste nach dem Frontalzusammenstoß der beiden Fahrzeuge mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. 78 Mal rückten die Ottersberger Einsatzkräfte im Jahr 2022 aus, diese Hilfeleistung – wie der Einsatz im Fachjargon bezeichnet wird – setzte den traurigen Schlussstrich unter ein ereignisreiches Jahr für die Ottersberger Brandschützer.

Frontmann Markus Witkowski hatte in seinem Jahresrückblick noch viel mehr zu berichten, durfte sich aber zunächst in der von Bürgermeister Tim Willy Weber, Kreisbrandmeister Dennis Körte und Gemeindebrandmeister Andreas Böschen besuchten Versammlung über seine Wiederwahl freuen. Mit überwältigender Mehrheit sprachen ihm die Mitglieder im Ottersberger Gerätehaus das Vertrauen aus. Damit führt Witkowski die insgesamt 113 Mitglieder starke Riege für weitere sechs Jahre als Ortsbrandmeister an. Die offizielle Ernennung wird der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung im März vornehmen. Auf einen engen Vertrauten wird Witkowski jedoch in Zukunft verzichten müssen. Aus beruflichen Gründen hatte sich der stellvertretende Ortsbrandmeister Jan-Erik Ganze im Vorfeld der Sitzung dazu entschlossen, auf eine erneute Kandidatur im Ortskommando zu verzichten. Nils Faber wird als neuer gewählter Stellvertreter in die Fußstapfen seines Vorgängers treten.

Motivierte Truppe

Aktuell zählt die Ortsfeuerwehr 58 Aktive in der Einsatzabteilung, 14 Senioren in der Altersgruppe, 24 Kinder in der Kinderfeuerwehr und 17 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr. Tagsüber kann die Ottersberger Ortsfeuerwehr derweil auf sieben Einsatzkräfte bauen, die im Ort arbeiten. Angesichts der Einsatzstatistik, die 17 Brände und 40 technische Hilfeleistungen in 2022 ausweist, wird dieses Personal auch dringend benötigt. Besonders ärgerlich sei laut Markus Witkowski die zunehmende Anzahl der Fehlalarme. Unter anderem verursachten Brandmeldeanlagen, darunter in einem Ottersberger Großbetrieb, insgesamt 21 Fehlalarme im vergangenen Jahr. Dennoch appellierte der Ortsbrandmeister an die Aktiven, zahlreich zu jedem Einsatz zu erscheinen, auch wenn es sich am Ende erneut um einen Fehlalarm handeln könnte.

Personelle Weichenstellungen erfolgten derweil nicht nur in der Führungsspitze, sondern auch in anderen wichtigen Funktionen. So bestimmte die Versammlung etwa Bärbel Johannsen zur stellvertretenden Kinderfeuerwehrwartin, Ernst Peymann zum Pressewart, Christian Stritzl zum Gefahrgutbeauftragten und Stefan Bassen zum Sicherheitsbeauftragten. Beförderungen erhielten indes Fynn Johannsen zum Feuerwehrmann, Christian Stritzl zum Oberlöschmeister, Nils Faber zum Löschmeister und Markus Witkowski zum Oberbrandmeister. Milena Främcke hat sich nach Meinung der Kameraden derweil das Prädikat "Feuerwehrmann des Jahres" verdient. Für seine 60-jährige Mitgliedschaft in der Ortsfeuerwehr Ottersberg erhielt Claus Dieter Schonvogel zudem das Abzeichen des Niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes (LFV). Und Stefan Bargfrede bekam die Ehrennadel des LFV in Bronze überreicht.

Warten auf neues Gerätehaus

Nachdem im Mai nach der coronabedingten Zwangspause der Dienstbetrieb in vollem Umfang in allen Gruppen wieder gestartet war, leisteten die Angehörigen der Ortsfeuerwehr bis Jahresende generationsübergreifend vom Kind bis zum Alterskameraden insgesamt 10?.719 ehrenamtliche Stunden. Besonders aktiv war die Jugendfeuerwehr inklusive Betreuer mit 5310 Dienststunden. Jugendfeuerwehrwart René Dahms berichtete von der Arbeit mit 17 motivierten Jugendlichen und dem Sommerzeltlager in Hameln als Höhepunkt des Jahres. Kinderfeuerwehrwart Timo Küchemann erzählte von den 15 Diensten der Kleinsten, für die das Highlight eine Übernachtung im Feuerwehrhaus war.

Gute Nachrichten hatte auch Bürgermeister Tim Willy Weber mitgebracht. „Das neue Feuerwehrgerätehaus kommt. Der Standort ist ausgewählt, die Gelder sind eingestellt, die Planungen für einen gemeinsamen Bau mit der DRK-Rettungswache laufen. Wir hoffen, dass wir mit dem Bau in diesem Jahr beginnen können", ließ Weber die Kameraden in seinem Grußwort wissen.

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