Sanierung des Otterbads

Spatenstich setzt starkes Zeichen

Etwa zehn Monate wird das Otterbad in Ottersberg nun geschlossen sein - aus gutem Grund: Das Bad wird für 3,2 Millionen Euro zusammen mit dem Wümmekieker komplett saniert.
04.09.2020, 16:45
Lesedauer: 2 Min
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Spatenstich setzt starkes Zeichen
Von Lars Köppler

Die Nacht von Donnerstag auf Freitag ist für René Grabowski ungewöhnlich kurz gewesen. Bereits um 5 Uhr klingelte sein Wecker und fortan galt es, sich auf einen großen Tag vorzubereiten. Denn der Badbetriebsleiter des Otterbades Hallenbades, sein Chef Helge Dannat und Schwimmmeisterin Katja Dodenhoff hatten vor dem ersten Spatenstich zur Sanierung des Otterbades noch einige Arbeiten zu erledigen, um ihren Gästen am Freitagmorgen gute Gastgeber zu sein. Für insgesamt 3,2 Millionen Euro werden das Otterbad und der angrenzende Wümmekieker ab sofort komplett saniert, etwa zehn Monate sind für die Bauzeit veranschlagt. „Mit dem Vorhaben soll die energetische, bauliche und barrierefreie Sanierung des Sportzentrums Otterbad erfolgen“, ließ Helge Dannat zur Begrüßung wissen.

Die Gäste der feierlichen Zeremonie waren jedoch bereits bestens im Bilde, haben doch der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt, Hein Thalen und Norbert Storm vom Architekturbüro Thalen aus Zetel, Stefan Bachmann vom Förderverein des Otterbades und nicht zuletzt die ortsansässigen Politiker Ludwig Schwarz als Vorsitzender des E-Werksausschusses und Tim Willy Weber als neuer Gemeindebürgermeister das Großprojekt in den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren tatkräftig mitgestaltet und vorangetrieben. So ist es unter einigen Anstrengungen gelungen, eine Förderung in Höhe von 1,4 Millionen aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ zu erhalten. Somit muss das Elektrizitätswerk Ottersberg (EWO), das als kommunaler Eigenbetrieb des Fleckens Ottersberg das Otterbad betreibt, nur noch einen Eigenanteil von 1,8 Millionen Euro für die dringend notwendige Sanierung des 1982 gebauten und mittlerweile in die Jahre gekommenen Hallenbades leisten.

Förderung an Zweckbindung geknüpft

„Die Unterstützung eines kommunalen Schwimmbades ist heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit mehr und deshalb umso wichtiger. Auch die Generationen, die nach uns kommen, sollten weiterhin die Möglichkeit haben, das Schwimmen zu erlernen oder sich im Wasser fit zu halten. Dies ist ein starkes Zeichen, um der Bevölkerung zu zeigen: Wir stehen hinter unserem Schwimmbad und wollen es erhalten“, zeigte sich Dannat erleichtert über die Förderzusage, für die im Jahr 2017 ein Ratsbeschluss notwendig war und die zudem an eine Zweckbindung über zehn Jahre geknüpft ist.

In den kommenden Monaten ist nunmehr das Team um Architekt Norbert Storm gefragt, das Otterbad für die Besucher wieder attraktiver zu machen. Dabei stehen umfangreiche Arbeiten auf dem Programm. Dazu zählen der Bau einer neuen Außenhülle (Dach und Fassade), die Erweiterung der Umkleiden, um mehr Schulen den Schwimmunterricht zu ermöglichen, der Anbau eines neuen Sozialtraktes für das Personal und die Erneuerung des Mehrzweckraumes Wümmekieker als kultureller Treffpunkt. Ein Höhepunkt soll zudem der DIN-gerechte Neubau des Kinderplanschbeckens sein. „Das soll den jungen Familien zugutekommen, die im Flecken Ottersberg immer mehr werden“, erklärte Dannat.

Emotionale Bindung

Auch für Bürgermeister Tim Willy Weber hat das Otterbad einen hohen Stellenwert. „Zwei meiner Kinder haben hier das Schwimmen gelernt“, will er eine emotionale Bindung nicht verhehlen. Auch stellte er heraus, dass das Otterbad sowohl professionelle als auch familiäre Bedürfnisse der Badegäste abdecke. Für den Wümmekieker sehe er „viel Potenzial“, den man zu einem „schönen Treffpunkt“ und für ehrenamtliche Aktivitäten ausbauen solle. In optimaler Lage zwischen zwei weiterführenden Schulen im Ortskern gelegen, habe das Otterbad zudem als Schulschwimmbad für fünf Schulen im Flecken Ottersberg für fünf Kindergärten und vier Schulen aus der Gemeinde Oyten eine immense Bedeutung in der Region, ergänzte Helge Dannat.

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