Fußball-Landesliga

Stark im Kollektiv

Mit dem 0:0 beim VfL Lüneburg hat der Landesliga-Aufsteiger TSV Ottersberg seinen vierten Zähler in der Landesliga eingefahren. Und es wäre auch noch mehr drin gewesen.
08.09.2019, 21:21
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Von Nico Brunetti
Stark im Kollektiv

Artur Janot, Egzon Prcani und Trainer Jan Fitschen (von links) dürfen sich über einen Punktgewinn in der Landesliga freuen. Das torlose Remis beim VfL Lüneburg war zudem eine gelungene Reaktion auf das 0:5 gegen den MTV Treubund Lüneburg.

Björn Hake

Es hat nicht viel gefehlt, dann hätte der TSV Ottersberg dreifach gepunktet. In Minute 93 versagten Görkem-Turan Colak aber die Nerven. Auf dem Weg zum Tor wählte er die falsche Entscheidung: Er legte quer, statt selbst den Abschluss zu suchen. Und weil der Fußballer mit seinem Pass keinen Mitspieler fand, endete ein ansonsten chancenarmes Landesliga-Spiel zwischen dem VfL Lüneburg und dem TSV Ottersberg mit 0:0.

Dem 18-Jährigen wollte TSV-Trainer Jan Fitschen aber keinen Vorwurf machen. „Er hat instinktiv quergelegt und hätte da sicher egoistischer sein müssen, aber der Junge ist noch jung und ein verheißungsvolles Talent“, betonte er. Grundsätzlich, sagte Fitschen, wäre ein Sieg der Wümmekicker absolut in Ordnung gegangen. „Beide Mannschaften haben sich neutralisiert, es war sehr taktisch geprägt. Wir hatten aber mehr vom Spiel und mehr gefährliche Aktionen.“ Der Coach wollte dabei gar nicht hadern. „Wir sind Aufsteiger und aus wenig Chancen musst du viel machen. Man muss aber auch sehen: Das war der Tabellenzweite und wir haben defensiv zu null gespielt. Das steht im Vordergrund.“

Für diese Leistung überschüttete der Ottersberger Trainer seine Mannschaft entsprechend mit Lob. „Das war ein großer Schritt in die richtige Richtung. So stelle ich mir das vor, es geht nur zusammen, nur im Kollektiv. Ich bin zu hundert Prozent zufrieden“, sagte Fitschen. Demnach scheint die Mannschaft gelernt zu haben. Noch in der vergangenen Woche präsentierte sich TSV nicht als Einheit und ging folgerichtig nach einem blutleeren Auftritt mit 0:5 gegen den MTV Treubund Lüneburg unter. „Die Jungs haben eine Reaktion gezeigt. Wir sind gegen VfL mannschaftlich geschlossen aufgetreten, so wie es auch in der Zukunft sein muss.“ Fitschen selbst hatte aber auch einen erheblichen Anteil an der Leistung vom Sonntag.

Augenscheinlich zog nämlich auch er die richtigen Schlüsse aus dem verkorksten Heimspiel. „Ich habe mich für eine Systemumstellung entschieden. Vieles hat gegriffen, vieles hat gepasst“, skizzierte Fitschen. Im Vergleich zur Begegnung gegen den MTV Treubund Lüneburg schickte der Ottersberger Coach zudem eine auf fünf Positionen veränderte Startaufstellung auf den Platz, manche Veränderungen musste er allerdings notgedrungen vornehmen. Das war im Tor der Fall, da der etatmäßige Stammkeeper Felix-Rolf Mindermann ausfiel und deshalb durch Leon-Paul Seeger ersetzt wurde. Nicht von Beginn an durften diesmal Niclas Masuch, Marcel Brendel, Jan-Moritz Höler und Nicklas Falldorf ran. Dafür standen Colak, Enes Acarbay, Egzon Prcani sowie Jan-Hendrik Stubbmann in der Anfangsformation.

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