Tag der Ehrenamtlichen Verlässlich und menschlich

Der Flecken Ottersberg hat am Donnerstag beim „Tag der Ehrenamtlichen“ mehr als 80 Menschen für ihr selbstloses Engagement in Verein, Gruppen und Institutionen gewürdigt. Auch Ehrenamtskarten wurden verliehen.
17.11.2018, 07:54
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Verlässlich und menschlich
Von Lars Köppler

Sie halten den Otterstedter See in Schuss und haben außerdem den Auftrag, Menschen in Not zu retten, bringen die zumeist betagten Fahrgäste mit dem Bürgerbus sicher an ihr Ziel, leisten unermüdliche Vorstandsarbeit in den zahlreichen Vereinen und Institutionen oder bereichern die kulturelle Vielfalt – kurzum: Diese Menschen sind aus dem Leben einer Dorfgemeinschaft einfach nicht wegzudenken. Auch im Flecken Ottersberg gibt es diese Freiwilligen, die bei ihrem Tun weniger auf sich als auf das Gemeinwohl schauen. Beim „Tag der Ehrenamtlichen“ standen über 80 Namen auf der Liste der Alltagshelden, die am Donnerstag in der Mensa der Wümmeschule eine Bühne für ihr Engagement erhielten.

Ein Klassiker zur Eröffnung

Auf der Empore blickten Gemeindebürgermeister Horst Hofmann und die Ratsvorsitzende Erika Janzon von den Bündnisgrünen zufrieden in die Runde. Die Schülerband hatte sich bereits in Stellung gebracht, um den Abend mit dem Klassiker „Stand by me“ von Ben E. King zu eröffnen. Fast 200 Gäste hatten sich in der Schulmensa eingefunden, um der feierlichen Zeremonie beizuwohnen. Viele der Anwesenden gingen schließlich mit einer Urkunde nach Hause oder – wie in 37 Fällen – mit einer Ehrenamtskarte, die vor zwei Jahren erstmals in Ottersberg an besonders engagierte Ehrenamtliche ausgegeben worden war. „Mit Kreativität, Verlässlichkeit, Einfühlungsvermögen und Ausdauer stärken diese Menschen das demokratische Gemeinwohl“, lobte Laudatorin Erika Janzon die Ehrenamtlichen und fügte hinzu: „Es macht ihnen einfach Spaß, mit ihrer Kompetenz zu helfen.“

Im Vorfeld des Tages der Ehrenamtlichen hatte die Gemeindeverwaltung laut Vize-Verwaltungschef Jürgen Buthmann-von Schwartz die Vereine und Organisationen im Flecken Ottersberg angeschrieben und dazu aufgerufen, Vorschläge für ehrenamtlich tätige Menschen aus den eigenen Reihen an die Verwaltung zu adressieren. Fast 90 Menschen erhielten daraufhin eine Einladung von der Verwaltung für diese Veranstaltung.

Dankesworte und eine Urkunde

Die meisten dieser engagierten Menschen waren der Einladung gefolgt und nahmen ihre Urkunden persönlich, umrahmt von anerkennenden Worten, auf der Mensa-Empore in Empfang. Jeder von ihnen wurde einzeln aufgerufen, durfte sich über Dankesworte von Horst Hofmann und Erika Janzon freuen und die Urkunde mit nach Hause nehmen. Die verschiedensten Vereinsvertreter erhielten die Auszeichnung – so waren Ehrenamtliche von äußerst aktiven Fördervereinen ebenso dabei wie Helfer von Sportklubs, den Kirchengemeinschaften oder aus den Heimatvereinen.

Auch Rosemarie Rohde und Irmgard Winzenborg hatten es nicht nehmen lassen, sich die Urkunde persönlich abzuholen. Das Duo betätigt sich auf freiwilliger Basis beim Gästeführerverein im Landkreis Verden. Ihr Herz haben die Frauen insbesondere an Fischerhude verloren, was sie bei ihren regelmäßigen Führungen durch das Künstlerdorf immer wieder zum Ausdruck bringen. „In Fischerhude, das mich auch heute noch wie am ersten Tag begeistert, bin ich seit Langem zu Hause. Ich möchte etwas von meiner Faszination für den Ort weitergeben und meinen Gästen auch die Schönheit der Landschaft nahe bringen“, erklärt Rohde ihre Motivation für das Ehrenamt. Seit 1995 führt Irmgard Winzenborg interessierte Gäste durch das Dorf, erzählt von der Entstehung des Ortes und über Menschen, die hier leben und lebten.

Jugendliche packen mit an

Eine große Bühne bekamen bei der Feierstunde unter anderem die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehren aus den einzelnen Ortschaften und dem Förderverein. So erhielten 13 Brandschützer und ein Unterstützer die Ehrenamtskarte. Um die Organisation des besonderen Abends hatte sich nicht nur der Flecken Ottersberg gekümmert, auch die Jugendlichen der Wümmeschule packten ordentlich mit an. Die Bewirtung der Gäste übernahm die „Kocheria“ um Edward van Hoorn.

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