Fußball-Landesliga

Zu zögerliche Ottersberger

Der TSV Ottersberg agiert gegen den Rotenburger SV nicht mutig genug und unterliegt folgerichtig mit 1:3.
16.08.2019, 21:22
Lesedauer: 1 Min
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Zu zögerliche Ottersberger
Von Jens Hoffmann
Zu zögerliche Ottersberger

Schwerstarbeit: Der TSV Ottersberg hatte mit dem Rotenburger SV einen wirklich starken Gast, der wenig Entfaltungsmöglichkeiten bot. In dieser Szene gelang es Nicklas Falldorf jedoch, den Ball per Grätsche wegzuspitzeln.

Björn Hake

Ottersberg. Der TSV Ottersberg, Aufsteiger in die Fußball-Landesliga Lüneburg, traf am Freitagabend auf einen Gegner, der ihm in spielerischer Hinsicht doch noch um einiges voraus war. Trotzdem wurde es gegen den Rotenburger SV am Ende noch einmal spannend. Nach 90 Minuten plus Nachspielzeit stand für Ottersberg dennoch eine 1:3 (0:2)-Heimniederlage fest. Dabei war die Mannschaft von Trainer Jan Fitschen nach dem 3:2-Auftakterfolg in Westercelle mit viel Selbstvertrauen in die Partie gestartet.

Die Gäste gingen nichtsdestotrotz frühzeitig in Führung, und das auch durchaus zurecht, weil sie den durchdachteren Offensivfußball zeigten. Björn Mickelat setzte sich gegen Daniel Luckyman durch, zog in den Strafraum ein, passte geschickt in den Rücken der TSV-Abwehr und fand in Jan Friesen einen dankbaren Abnehmer – das 0:1 (10.). Es dauerte bis zur 20. Minute, ehe die Gastgeber zum ersten Mal konstruktiv nach vorne kamen: Doch die Vorarbeit von Luckyman konnte Egzon Percani nicht zum Ausgleich verwerten. Das änderte aber nichts daran, dass die Rotenburger ihrer Favoritenrolle gerecht wurden. Sie spielten effektiver, agiler, schlicht besser.

Und sie belohnten sich noch ein weiteres Mal. Yannik Funck zirkelte einen 25-Meter-Freistoß unten rechts zum 0:2 in die Maschen. Für die Ottersberger fiel der Treffer zum oft zitierten psychologisch ungünstigen Zeitpunkt: nämlich direkt vor der Pause. Aber er war verdient, weil Marcello Menezes Muniz weniger Minuten zuvor den zweiten RSV-Treffer bereits auf dem Schlappen hatte. Doch auch dieser 0:2-Rückstand war schon eine (zu) hohe Hypothek für den Aufsteiger.

Immerhin fanden die Gastgeber Mitte der zweiten Halbzeit etwas besser in die Partie. So köpfte der eingewechselte Jannik Tölle knapp über das Tor (72.). Das hätte bereits der Anschlusstreffer sein können. Der fiel dann tatsächlich – allerdings zu spät. Als Jan Hendrik Stubbmann das 1:2 gelang, war bereits die 89. Minute angebrochen. Doch es sollte noch nicht der Schlusspunkt sein. Den setzte der Rotenburger Michel Müller in der Nachspielzeit mit dem 1:3. TSV-Coach Fitschen war bedient. „Wir haben verdient verloren, weil wir fast das ganze Spiel über keinen Fußball gespielt haben“, fand er deutliche Worte.

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